Luberon: 2 Tage im Rhythmus des Zikadengesangs

Die unzähligen Schlösser, malerischen Dörfer in Hanglage und Weingüter des reichlich begrünten Luberon Massivs, dessen höchster Gipfel 1.125 m hoch ist, strömen von der berühmten, einzigartigen Lebensart der Provence geradezu über. Bei so wunderschönen Naturlandschaften und so talentierten Kunsthandwerkern fällt es nicht schwer, sich vom Pool loszureißen.

1. Tag - 10 Uhr Einkaufen auf dem Markt von Lourmarin

Montag in Cavaillon, Dienstag in Gordes, Mittwoch in Gargas, Donnerstag in Roussillon, Samstag in Apt - jeder Markt ist gleichzeitig auch eine willkommene Gelegenheit es sich, sobald der Einkaufskorb gefüllt ist, an einem Tisch der sonnigen Café-Terrassen gemütlich zu machen. Am Freitag werden die Stände in Lourmarin vor dem Renaissanceschloss aufgestellt, gleich neben dem Rasenfußballplatz. Das vielfältige Angebot an Aperitifaufstrichen aus Oliven, Artischocken oder Ziegenkäse ist eine wahre Hymne an die Kreativität.

Mittag: Sommertrüffeln in Ménerbes genießen

Der Luberon ist als eine der Hochburgen der Trüffel bekannt, ganz gleich, ob es sich dabei um die berühmte Schwarze Trüffel Tuber melanosporum oder die diskretere Tuber aestivum handelt. Die Sommertrüffel wird von Mai bis Juli in der Provence geerntet und ist etwas günstiger. Im Boutique-Restaurant La Maison de la Truffe du Luberon in Ménerbes haben Sie die Möglichkeit Trüffeln unverpackt einzukaufen oder sie köstlich zubereitet vor Ort zu probieren. Darüber hinaus verfügt das Haus über eine stattliche Auswahl an AOC Luberon-Weinen, eine der kontrollierten Herkunftsbezeichnungen des Rhône-Tals. Anschließend lädt das Dorf, in dem die Künstler Nicolas de Staël und Dora Maar lebten, zu einem wunderschönen Spaziergang ein.

Maison de la Truffe et du Vin du Luberon (Externer Link)

14 Uhr: Nachmittagsschlaf am Flussufer

Nach dem erstklassigen Mittagessen im Michelin-Restaurant oder einem Picknick ist es Zeit für eine meditative Ruhepause. Lauschen Sie dem Wind in den Kirschbäumen, dem Gesang der Zikaden und dem Plätschern des Brunnens... Die bezauberndsten Orte dafür sind die Ufer des Aiguebrun, des Calavon oder der Sorgue bzw. der Teich Etang de la Bonde an der Straße nach Ansouis.

16 Uhr: Eine Radtour zwischen Zedern und Weingärten

Das hügelige Gebirgsmassiv ist bedeckt von Kirschgärten, Weingütern und Lavendelfeldern und ideal zum Radfahren! Im Vaucluse gibt es viele Radwege, Radverleihe und Unterkünfte mit dem radfahrerfreundlichen Label „Accueil vélo“. Im Luberon findet man insbesondere überall Ladestationen für Elektro-Fahrräder. Brechen Sie zum Beispiel zu einer nur zweistündigen Radtour vom Weingut Domaine de la Coquillade auf, überqueren Sie die Pont Julien, eine alte römische Bogenbrücke über den Calavon-Fluss und fahren Sie, bevor der Weg bis zum, über dem Dorf Lacoste thronenden Schloss des Marquis de Sade ansteigt, entlang jahrhundertealter Zedern, die den Stolz des regionalen Naturparks Luberon ausmachen. Vom Schloss aus genießt man einen fantastischen Blick auf den Mont Ventoux. Wer ist als erstes oben?

Beschreibung der Radwege auf Vélo Loisir Provence (Externer Link)

2. Tag - 10 Uhr: auf der Spur legendärer Filmkulissen

Im Schatten von hundertjährigen Platanen steht vor der Kirche von Vaugines die Bank, der Schlussszene von Claude Berris Film Manons Rache. Das Bergdorf Cucuron diente als Kulisse für den Film Der Husar auf dem Dach von Jean-Paul Rappeneau nach dem Roman von Jean Giono und für Ein gutes Jahr von Ridley Scott. Das Weingut La Cavale bietet Kinoliebhabern einen zweistündigen Rundgang zu den Drehorten legendärer Filme.

Domaine La Cavale (Externer Link)

13 Uhr: Besuch eines typischen Weinguts in Bonnieux

Springbrunnen, Platanenallee, Kieselsteine, Buchsbäume und Steineichen - das Château La Canorgue zählt zu den 64 Weingütern der AOC (dt. kontrollierten Herkunftsbezeichnung). Das Weingut ist seit 200 Jahren in Familienbesitz und bereits seit 40 Jahren betreibt Jean-Pierre Margan biologischen Weinbau.

Château La Canorgue (Externer Link)

16 Uhr: Lokales Savoir-faire entdecken

Es fällt Ihnen schwer sich zwischen einem Besuch des Okhra, dem Conservatoire des Ocres in Roussillion und der Lusterfabrik Mathieu in Gargas zu entscheiden? Oder zwischen einem Hersteller kandierter Früchte und einer Lavendeldestillerie? Dann entscheiden Sie sich einfach für das Öl! In Bastide du Laval schlängelt sich ein Weg an 4.000 Ölbäumen vorbei. Sie erfahren direkt vor den Pressen, dem Filter und der Zentrifuge in der Mühle alles über das Kaltpressverfahren dieses wertvollen Öles, das eine Garantie für diese von den Köchen überaus geschätzte kleine grüne Frucht darstellt.

Bastide du Laval (Externer Link)

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