Die Côte Bleue - eine Route von Marseille nach Martigues

Die Côte Bleue („Blaue Küste“) erstreckt sich über 25 Kilometer entlang wunderschöner Strände, Häfen und malerischer Felsbuchten namens „Calanques“ in der Provence.

Highlights der Côte Bleue

Carro, Carry le Rouet, Sausset-les-Pins, la Redonne oder Niolon sind nur einige der charmanten Dörfer mit Meerblick an der Côte Bleue. Die Meeresbucht "Etang de Berre“ ist von zahlreichen Kleinstädten umgeben. Erstaunliche archäologische Überreste in Istres, Saint-Mitre und Saint-Chamas bezeugen, dass diese Orte schon in der Antike vom Menschen bewohnt waren. Unser Tipp: Erkunden Sie alle Highlights mit dem Zug der Côte Bleue.

Die Mittelalterstätte l’Hauture

Die im 10. Jahrhundert erbaute Burg Fos-sur-Mer dominiert hoch oben auf einem Felsvorsprung gelegen die gesamte Region. Auch den Bergfried aus dem 12. Jahrhundert darf man nicht außer Acht lassen. In dem beliebten Ort für Archäologiestudien wurden bei Ausgrabungen Gräber und Bauten der Troglodyten (Höhlenbewohner) entdeckt.

Die Chapelle de l‘Annonciade

Das kleine Gebäude war früher der Hauptsitz der Bruderschaft der weißen Büßer und wurde Ende des 17. Jahrhunderts hinter der Saint-Geniès Kirche erbaut. So schlicht das Gebäude von außen scheinen mag, desto mehr erfüllt einen der Glanz der Dekoration im provenzalischen Barock im Inneren. Das Gemälde „Mariä Verkundung“ ist von korinthischen Säulen und zwei weiteren Werken, die die Geburt der Jungfrau Maria darstellen, umgeben. Die Fresken an den Wenden zeigen das Leben der Jungfrau.

Das Oppidum Saint-Blaise

Bei archäologischen Ausgrabungen in Saint-Blaise bei Saint-Mitre-lesRemparts wurden prähistorische Überreste und Relikte aus dem Mittelalter gefunden. Dabei wurde rund um die Festung ein Schutzwall aus dem 16. Jahrhundert freigelegt, eine Siedlung aus der Spätantike sowie Überreste von Häusern aus dem Mittelalter.

Der Pont Flavien

Die Brücke Pont Flavien in Saint-Chamas aus dem 1. Jahrhundert ist römischen Ursprungs und überspannt den Fluss Touloubre. Ihr Bogen besteht aus gelbem Kalkstein, während die beiden Torbögen aus weißem Stein erbaut wurden. Die Pilaster werden von Löwen überragt, so wie es in der dekorativen Tradition im Augusteischen Zeitalter üblich war. Das Dorf Saint Chamas ist genau wie Chateauneuf-les-Martigues Zeugnis für die Ansiedlung von Menschen seit dem Neolithikum.

Regionaler Meerespark der Côte Bleue

Der Verein des "Parc marin de la Côte Bleue“ hat außerhalb des Dorfs Sausset-les-Pins eine 70 Hektar großes Reservat eingerichtet. Das Fischen, Ankern und Tauchen ist hier verboten, um der Flora und Fauna zu ermöglichen, sich zu erneuern. Das ehemalige Fischerdorf Sausset liegt in der Nähe von Marseille und ist einer der beliebtesten Orte für die Freizeitschiffahrt.

Istres

Das Oppidum du Castellan (8. Jahrhundert) bezeugt die weit zurückreichende Geschichte der Stadt Istres. Zahlreiche Überreste aus vorgeschichtlicher Zeit und der Antike sind im Musée du vieil Istres zu sehen. Wie bedeutend die Altstadt von Istres in der Vergangenheit war, ist auch durch die Qualität der Architekturelemente aus dem 17. und 19. Jahrhundert erkennbar. Die heutige Entwicklung der Neustadt hängt vor allem mit dem Luftfahrtstützpunkt und Lufttestzentrum von Istres zusammen – ein prestigeträchtiges Zentrum, in dem die Kampfflugzeuge Rafale und Mirage getestet werden.

Miramas-le-Vieux

In diesem kleinen Dorf hat man einen außergewöhnlichen Blick auf die Meeresbucht Étang de Berre. Die Geschichte des Dorfes reicht bis ins Mittelalter zurück, wie die Ruinen der mittelalterlichen Burg aus dem 12. Jahrhundert bezeugen.

Welche Spezialitäten kann man hier probieren?

La poutargue

Die « poutargue » ist eine Spezialität aus Eiern der Meeräsche, eine besondere Kaviarsorte. Serviert wird diese Spezialität auf einer Scheibe hausgebackenem Landbrot.

La brousse du Rove

Vor einigen Jahren war die Hauptaktivität der Hügelkette Châine de l’Estaque die Ziegenzucht – dank der besonderen Ziegenrasse aus dem Dorf Rove. Aus ihrer Ziegenmilch wird der lokale Läse « brousse du Rove » hergestellt.

Seeigel (frz. „Oursin“) der Côte Bleue

Die Seeigel der Côte Bleue leben in geringer Tiefe und können einen Durchmesser von bis zu 8cm erreichen. Für die Verkostung müssen sie weder gekocht noch zubereitet werden – man benötigt lediglich etwas Zitronensaft. Die Seeigelverkostung namens „Oursinades de la Côte Bleue“ ist im Januar bzw. Februar die Hauptattraktion in den Häfen von Sausset-les-Pins und Carry-le-Rouet.

Les mélets

Diese Spezialität römischen Ursprungs wird am Etang de Berre gegessen. Es handelt sich um Sardellen, die zwischen März und Mai gefischt werden, in Salzlake eingeweicht und mit Pfeffer und Fenchel eingekocht werden. Anschließend wird daraus eine Art Brotaufstrich zubereitet.

Unser Insidertipp

Erkunden Sie die Route Marseille-Mirimas mit dem Zug der Côte Bleue, der entlang der Hügelkette der Chaîne de l’Estaque über 7 Bahnhöfe, 8 Zwischenstopps, 2 Brücken und 18 Viadukte, von denen 4 mit dem Label « Patrimoine du 20ième sicèle » (Kulturerbe aus dem 20. Jahrhundert) ausgezeichnet sind.

Pass Bermuda

Für 6 € pro Person können Sie samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen dem 1. Juli und 30. September Sie den ganzen Tag lang unbegrenzt die Zugverbindungen der « Ligne de la Côte Bleue » zwischen Marseille und Miramas nutzen.

Weitere Infos zur Zugverbindung der Côte Bleue (Externer Link)
Weitere Infos zur Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur (Externer Link)

Die Côte Bleue in der Provence 

Martigues