Mit dem Hund nach Frankreich

Wenn Sie mit Ihrem Haustier nach Frankreich einreisen wollen, müssen Sie ein paar Dinge beachten.

Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze Sie in den Frankreichurlaub begleiten soll, beachten Sie bitte, dass dieser nicht jünger als 3 Monate alt sein darf und mittels Mikrochip genau identifizierbar sein muss. (Vor dem 3.7.2011 tätowierte Tiere dürfen auch weiterhin einreisen.)
Führen Sie seinen Europäischen Impfpass mit sich - es sind die auch in Deutschland gesetzlichen Impfungen vorgeschrieben. Die Impfungen dürfen nicht mehr als ein Jahr und weniger als 21 Tage zurückliegen. 3 Jahre gültige Tollwutimpfungen sind auch in Frankreich anerkannt, sofern der Impfstoff explizit im Impfpass angegeben ist.

Kampfhunde (nach französischem Gesetz)

Kampfhunden der Kategorie 1 ist die Einreise nach Frankreich seit 2000 vollständig verboten. Zu dieser Kategorie gehören Hunde folgender Rassen (und ähnliche), die in keinem zugelassenen Stammbuch eingetragen sind:

  • American Staffordshire ohne Stammbaum (Am. Staffordshire Terrier, Pit-Bulls)
  • Mastiff (Boer-Bulls), Tosa oder Staffordshire Terrier (alle ohne Stammbaum)
  • Kampfhundmischlinge

Auch die Mitnahmeregelung von Kampfhunden der Kategorie 2, die zuvor bei Eintragung in ein zugelassenes Stammbuch mitgeführt werden durften, hat sich verschärft und ist nun verboten. Zu dieser Kategorie gehören folgende Rassen:

  • American Staffordshire, Tosa, Staffordshire Terrier
  • Rottweiler und ähnliche Hunde

Dobermann und deutsche Dogge gehören nicht zu den so genannten Kampfhunden. Ihre Einfuhr ist erlaubt. Das Tragen eines Maulkorbes wird aber empfohlen.

Auskünfte erteilt die Landwirtschaftsabteilung der Französischen Botschaft.

Beachten Sie weiterhin: Es dürfen insgesamt nicht mehr als 5 Haustiere eingeführt werden.

Daueraufenthalt

Alle Katzen und Hunde, die mehr als 3 Monate in Frankreich bleiben, müssen identifiziert und in ein innerstaatliches Register eingetragen werden.

Mit dem Hund am Strand

Für Frankreich gibt es keine allgemeine und verbindliche Regelung, jede Stadt/Gemeinde entscheidet hier individuell. Im Allgemeinen sind Hunde am Strand nicht gestattet, dies ist jedoch abhängig von der Saison. Während der Hauptsaison sind Hunde an Stränden verboten, außerhalb der Hauptsaison sind die vierbeinigen Freunde jedoch an vielen Stränden gestattet. Da es in jedem Ort jedoch andere Vorschriften gibt, sollten Sie nach entsprechenden Schildern in Strandnähe Ausschau halten. Am Strand muss der Hund an der Leine gehalten werden. Im Zweifelsfall sollten Sie sich beim örtlichen Fremdenverkehrsamt oder im Rathaus erkundigen. Eine jährlich aktualisierte Liste informiert über Strände, an denen Hunde gestattet sind.

Mit dem Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln

In den öffentlichen Verkehrsmitteln in Paris sind gestattet:

  • Kleine Tiere (bis 2,5 kg) in Transporttaschen oder Körben (Höchstmaße 45x30x25 cm), die Beförderung ist kostenlos.
  • Blindenhunde mit speziellem Gurtzeug in Begleitung eines Blinden im Besitz eines Behindertenausweises.

Im RER (und nur im RER!) sind auch größere Hunde gestattet, wenn sie angeleint sind und einen Maulkorb tragen. Sie müssen für Ihren Hund ein 2.-Klasse-Ticket mit 50% Nachlass für die Fahrtstrecke lösen.

Französische Eisenbahnen - SNCF

Hunde und andere Haustiere sind in Zügen und TGVs der SNCF genehmigt, vorausgesetzt, dass andere Passagiere nicht widersprechen.

  • Kleinere Hunde (bis 6 kg) können in einer Transporttasche oder einem Korb (max. 45 x 30 x 25 cm) befördert werden. Sie zahlen dann 5 €, wie lang auch immer Ihre Reise ist.
  • Größere Hunde (über 6 kg) müssen angeleint werden und für sie muss ein 2. Klasse Ticket zum halben Preis gelöst werden.
  • Blindenhunde sind kostenlos.

Einfuhr von anderen Haustieren nach Frankreich

Für die Einfuhr von Vögeln (insbesondere von Papageien und Wellensittichen), Nagetieren, Ratten, Meerschweinchen und Kaninchen werden folgende Papiere benötigt:

  • Eine Gesundheitsbescheinigung (weniger als 5 Tage vor der Abreise ausgestellt)
  • Eine offizielle Bestätigung des Tierhalters, dass er der Eigentümer der Tiere ist und diese nicht verkaufen wird.