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Normandie: 11 Erlebnisse auf den Spuren der Impressionisten

Die Reflexionen am alten Hafenbecken von Honfleur, eine unerschöpfliche Inspirationsquelle der impressionistischen Maler.
Inmitten der Natur malen und die Farben der Jahreszeiten wahrnehmen. Die Himmelslaunen und die im Sonnenlicht glitzernde Wasseroberfläche in Gemälden festhalten. Die Natur mit Natürlichkeit wiedergeben - das war das Credo der Impressionisten.
Bergauf zur Burg von Dieppe

Gauguin, Pissarro, Boudin, aber auch der Engländer Turner haben den Hafen von Dieppe geliebt und ihn immer wieder in seinem berühmten Treiben dargestellt. Die typischen "moules frites" (Miesmuscheln mit Fritten) und Meeresfrüchte, die man auf den vielzähligen Caféterrassen am Ufer genießen kann, sind noch heute eine Besucherattraktion - ebenso wie das imposante Museum in der Burg von Dieppe, die über der Stadt thront. Hier wird die Impressionistenbewegung sehr schön dargestellt.

Den Sonnenaufgang in Le Havre bewundern

Das Farbenspiel der Seine-Bucht bei Sonnenauf- und -untergang ist für seine packende Schönheit bekannt. Claude Monet, der seine Kindheit in Le Havre verbracht hat, war davon so berührt, dass er an diesem Ort sein bekanntestes Gemälde "Impression, Sonnenaufgang" malte, das der Impressionistenbewegung ihren Namen gab. Heute gehört Le Havre aufgrund der modernen Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe und bleibt bewusst dem Meer verbunden. Im Musée d'art moderne André Malraux (MuMa) können Sie eine der schönsten Sammlungen impressionistischer Werke bewundern.

An den Kreidefelsen von Etretat meditieren

Die ganze Welt kennt die Porte d'Aval, die prunkvoll durch den Ozean ausgehöhlt wurde und deren Felsnadel majestätisch in den Himmel ragt. Die naturbelassenen Skulpturen der spektakulären Côte d'Albâtre haben Claude Monet genauso fasziniert, wie die Kathedrale von Rouen. Um sich an der besten Aussicht zu erfreuen, muss man auf den höchsten Punkt der Amont-Kreidefelsen steigen. Von der bezaubernden kleinen Kapelle Notre-Dame de la Garde aus ist der Ausblick grandios.

Eine Strandwanderung in Trouville

Die Damen und Herren sind hier zwar nicht mehr in Reifrock oder Sonntagskleidung unterwegs, jedoch sind auf dem im 19. Jahrhundert sogenannten schönsten Strand Frankreichs noch heute die berühmten Holzwege, die klassischen Umkleidekabinen und bunten Sonnenschirme zu sehen. Boudin, Monet, Caillebot und all die anderen haben hier wunderbare Szenen des Mittagessens im Sand skizziert. Bei Ebbe, die Nase im Wind, wird die Strandwanderung von Honfleur bis Deauville entlang der Côte fleurie sicherlich auch Ihren Appetit wecken.

In das bunte Treiben von Honfleur eintauchen

Auch nach 150 Jahren ist Honfleur nach wie vor die kleine, charmante Hafenstadt, in der die Impressionisten so gerne ihre Staffeleien aufstellten. Gut gelaunt schlendern Besucher um das alte Hafenbecken und durch die Gassen des Viertels Sainte-Catherine. Oberhalb der Stadt liegt die Auberge Saint-Siméon, die damals Treffpunkt der besten Künstler der Epoche war und die nun zur Ferme Saint-Siméon geworden ist: Einem 5-Sterne-Mitglied des Gourmetführers Relais & Château und somit gleichermaßen Gastronomie- wie Pilgeretappe.

Miesmuscheln in Barfleur probieren

Hier in dem kleinen Fischerhafen von Cotentin, das offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört, sollte man unbedingt eine der üppigen Portionen Miesmuscheln probieren. "Les Blondes de Barfleur" heißen die Miesmuscheln der Ostküste des Ärmelkanals, eine lokale Spezialität. Ebenso typisch für die Region sind die wunderschönen Landschaften, Strände und wechselnden Himmelsfarben, die durch den Post-Impressionisten Paul Signac verewigt wurden.

Die Höhenmeter bis zum Marinefriedhof zurücklegen

Als würde man zwischen Himmel und Wellen schweben, lässt man sich auf den Kreidefelsen am hochgelegenen Marinefriedhof von Varangeville nieder, welcher Künstler, Musiker und Schriftsteller begeisterte. Hier erwartet den Besucher ein atemberaubender Blick auf die Bucht von Dieppe. An der kleinen Kirche, die durch Glasmalereien von George Braque geziert wird, hat man eine prächtige Aussicht auf schwindelerregende Tiefen, die weiße Küste und das Blau des Ozeans.

Ein Museumsbesuch in Caen: Das Musée des Beaux-Arts

Nach Caen fährt man, um das Friedensdenkmal oder auch die Landungsstrände zu besichtigen. Die Stadt von Wilhelm dem Eroberer ist jedoch auch für ihr Kunstmuseum bekannt, das im Inneren der Burgmauern liegt und wo Impressionisten, ebenso wie englische Aquarellmaler, einen festen Platz haben.

Ein Streifzug durch Fécamp

Die Familie Manet (Edouard Manet, aber auch seine Schwägerin und Vorbild Berthe Morisot, eine der wenigen Frauen der Impressionistenbewegung) war ganz vernarrt in den kleinen Küstenort Fécamp mit seinen Schwimmbädern und Kasinos. Mit der neuen App Fécamp Discovery, die es derzeit nur auf Französisch gibt, können Besucher Fécamp spielerisch erkunden.

In Giverny den Impressionismus hautnah erleben

Giverny, die schöne Heimat von Monet: Im Dorf, Haus und Garten von Monet können Sie den Sinneseindrücken, die den Meister der Impressionisten bewegt haben, auf den Grund gehen. An diesen Orten hat er die Serien zu Heuhaufen, Pappeln und Seerosen, insgesamt mehr als 250 farbenfroh leuchtende Ölmalereien, angefertigt. Egal bei welcher Tageszeit oder Besucherzahl - die Überquerung der japanischen Holzbrücke oberalb des berühmten Seerosenteichs weckt starke Emotionen und Eindrücke.

Die Kathedrale von Rouen aus allen Blickwinkeln bestaunen

Künstler haben hier den Hafen, die Segelboote der Seine, die Gassen und Arbeiterviertel, die während der Industriellen Revolution entstanden sind, gemalt. Als Atelier unter freiem Himmel und grenzenlose Inspriationsquelle war Rouen die Lieblingsstadt der Impressionisten. Pissarro, Gauguin, Sisley und natürlich Monet haben hier Monate damit zugebracht, die Kathedrale der Stadt darzustellen. Sie wurde als Serie gemalt, bei der jede einzelne Änderung der Atmosphäre zu jeder Tageszeit festgehalten wurde. 28 Ansichten der Fassade wurden der Nachwelt übermittelt. Welches ist Ihr Lieblingsgemälde? Bestaunen Sie das Meisterwerk der Gotik in Rouen mit eigenen Augen.

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