"Dufy in Le Havre" im Museum der modernen Kunst André Malraux

Raoul Dufy (1877-1953) zählt zu den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts. In Le Havre geboren, wird er als Einheimischer gefeiert und wie Eugène Boudin, Claude Monet, Othon Friesz oder Georges Braque häufig mit der Stadt in Verbindung gebracht.

Vom 18. Mai bis 3. November 2019 wird das Musée d'art moderne André Malraux (MuMa) dem Künstler unter dem Titel "Dufy in Le Havre" eine besondere Ausstellung widmen. Le Havre ist die Wiege der ersten Experimente des Künstlers. Der Hafen und das Seebad haben eine maßgebliche Rolle in seinen Werken eingenommen und eine Vielzahl an Motiven hervorgebracht, die er im Laufe seiner Karriere immer wieder aufgenommen und weiterentwickelt hat. Le Havre ist nicht nur eine Stadt, sondern eine bestimmte Atmosphäre.

"Welch Unglück für diejenigen, die in einer Klimazone weit weg vom Meer leben"

Neben der Architektur, von der der Künstler einige Elemente in seinen Werken aufnimmt, interessiert er sich vor allem für das Hafenleben und den Ferienort: für den Hafen und sein Ufer, das Kasino, den Strand sowie das ununterbrochene Spektakel der Schiffe und Badegäste. In Le Havre herrschen zudem besondere Lichtverhältnisse, die seit jeher viele Künstler in die Stadt locken. „Welch Unglück für diejenigen, die in einer Klimazone weit weg vom Meer leben. Ein Künstler benötigt immer eine gewisse Lichtqualität, ein Flimmern (...)“, so Dufy.

Er kehrte immer wieder in seine Geburtsstadt zurück und pflegte den Kontakt zu Familie und Freunden. Aber auch zu Zeiten, in denen er nicht in der Stadt lebte, blieb Le Havre sein idealer Ort, eine Traumstadt, die als Vorlage für seine Lieblingsmotive wie die Fischer, die Schaulustigen und Spaziergänger, die Taucher und Schwimmenden sowie die Serie der schwarzen Frachtschiffe aus den Jahren 1949 bis 1953 diente.