Nîmes – Geschichte und Geschichten

Kürzlich war ich in Nîmes, einer kleinen Stadt in Südfrankreich, die dafür bekannt ist, „das französische Rom" und der Geburtsort des Jeans-Stoffes zu sein. Die Spuren der Römer und die Vergangenheit als Standort der Textilindustrie sind immer noch sichtbar. Zumindest erstere machen Nîmes zu einem der wichtigsten touristischen Ziele in der Region.
Maison Carrée – das quadratische Haus

Abgesehen von der Arena von Nîmes, die als eines der am besten erhaltenen römischen Baudenkmäler der Welt gilt, gefiel mir das Maison Carrée als weiteres Highlight der Stadt besonders gut. Dieser römische Tempel wurde im ersten Jahrhundert nach Christus erbaut, zu Ehren der adoptierten Enkel des Kaiser Augustus. Das rechteckige Maison Carrée trägt diesen Namen („quadratisches Haus“) seit dem 16. Jahrhundert, weil früher jedes Rechteck „Carré“ oder „Quadrat“ genannt wurde.

Musée du Vieux Nîmes – das historische Stadt-Museum

Im Musée du Vieux Nîmes habe ich bei einer Ausstellung alles über die sehr interessante Geschichte des Denim-Stoffes erfahren. Der Begriff „Denim“ leitet sich aus dem französischen Begriff „serge de Nîmes“ ab, was so viel bedeutet wie „widerstandsfähiges und praktisches Gewebe namens ‚Serge‘ aus Nîmes“, das die Einheimischen hier früher viel trugen.
Der deutsch-amerikanische Kaufmann Levi Strauss nun wollte billiges, braunes Leinen nutzen, um daraus strapazierfähige Kleidung für Bergleute, Goldgräber und Eisenbahner herzustellen. Möglicherweise weil dieser gewünschte Stoff nicht mehr auf Lager war, entschied er sich stattdessen für das Gewebe aus Nîmes. So wurden aus dem Denim-Stoff die Jeans mit den Nieten. Der Rest ist Geschichte.

Musée du Vieux Nîmes – das historische Stadt-Museum

Im Musée du Vieux Nîmes habe ich bei einer Ausstellung alles über die sehr interessante Geschichte des Denim-Stoffes erfahren. Der Begriff „Denim“ leitet sich aus dem französischen Begriff „serge de Nîmes“ ab, was so viel bedeutet wie „widerstandsfähiges und praktisches Gewebe namens ‚Serge‘ aus Nîmes“, das die Einheimischen hier früher viel trugen.
Der deutsch-amerikanische Kaufmann Levi Strauss nun wollte billiges, braunes Leinen nutzen, um daraus strapazierfähige Kleidung für Bergleute, Goldgräber und Eisenbahner herzustellen. Möglicherweise weil dieser gewünschte Stoff nicht mehr auf Lager war, entschied er sich stattdessen für das Gewebe aus Nîmes. So wurden aus dem Denim-Stoff die Jeans mit den Nieten. Der Rest ist Geschichte.

Ateliers de Nîmes – Jeans aus Nîmes

In Nîmes habe ich tatsächlich einige unabhängige Boutiquen gefunden, die auch heute noch mit Denim-Stoffen arbeiten – wie die „Ateliers de Nîmes“. Inspiriert vom historischen Erbe der Stadt in Sachen Denim und Jeans, fertigt das Atelier heute hochwertige Jeans in handwerklicher Qualität. So wird auf moderne Art die Tradition bewahrt.
Die Designs und Schnitte der Jeans werden in Nîmes entworfen. Die Stoffe werden in Italien gekauft und die Kleidungsstücke dann in Paris oder Marseille hergestellt. Vom Gründer des Ateliers, Guillaume Sagot, erfuhr ich, dass es ein Crowdfunding-Projekt gibt, mit dem die Ateliers de Nîmes Geld für einen eigenen mechanischen Webstuhl sammelt. Die Jeans gibt es derzeit in zwei Schnitt-Varianten, für Herren und für Damen.