Interview mit Antje und Gunther Schwab - Tipps für Ihren Urlaub im Elsass

Die Autoren Antje und Gunther Schwab geben in ihrem Elsass-Reiseführer wertvolle Tipps zur Erkundung dieser lebenswerten Region Frankreichs. Wir haben das Autorenpaar des Michael Müller Verlags zu ihren persönlichen Lieblingsorten und Eindrücken befragt.

- Was ist Ihr persönlicher Lieblingsort im Elsass? Haben Sie einen Geheimtipp?

Das kommt auf die jeweilige Region an. An der Weinstraße z. B. halten wir uns sehr gerne in dem immer noch beschaulichen Fachwerkdorf Gueberschwihr auf. In einem Winzerhof kann man dort bei einem Gläschen Wein hervorragend die Seele baumeln lassen. In den Vogesen zieht es uns immer wieder ins Münstertal. Und in der Rheinebene gehen wir besonders gerne auf der Insel Rhinau spazieren. Ein Geheimtipp ist das Tal Le Ban-de-la-Roche südlich von Schirmeck. Hier ist das Elsass noch ganz besonders urig geblieben.

- Was sollten Besucher, die zum ersten Mal im Elsass sind, auf jeden Fall sehen / unternehmen?

Mindestens einen der typischen Weinorte besuchen und dort in einer „Winstub“ einkehren, in Straßburg bummeln gehen und eine Bootstour auf der Ill mitmachen und drittens den Isenheimer Altar in Colmar anschauen.

- Was sollte man im Elsass machen/erleben/sehen, um sich wie ein Einheimischer zu fühlen?

Wer gut zu Fuß ist, sollte im Frühjahr bei einen Almauftrieb in den Vogesen mitgehen – die Kühe vom Bauernhof auf den Bergbauernhof (Ferme-Auberge) zu begleiten und anschließend gemeinsam bei einer deftigen Mahlzeit und Musik und Tanz zu feiern, ist ein wunderbares Erlebnis. Überhaupt lohnt es sich, eines der sehr authentisch gebliebenen Dorffeste zu besuchen.

- Ihr regionales Lieblingsrestaurant oder ein Lieblingsgericht?

Wir sind zu zweit, also müssen wir unterscheiden. Antje liebt Boeuf au Gros Sel mit Crudités, zartes Rindfleisch mit grobem Salz, Senf und Meerrettich sowie Rohkostsalaten. Gunther wird bei Matelote, einem Fischeintopf in sämiger Sauce, schwach. Vier verschiedene Fischsorten sollen es mindestens sein, besser noch fünf oder sechs.

- Ihr Lieblingsspaziergang/Ihre Lieblingswanderung in der Region

Keine Frage, eine Hochvogesentour! Besonders abwechslungsreich ist die vom Lac Noir oberhalb von Orbey hinauf zu den Hautes Chaumes, den typischen Hochweiden. Dann geht’s hinunter zum Lac du Forlet, wo man in einer zünftigen Ferme-Auberge einkehren kann. Wenn wir viel Zeit haben, wandern wir auch gerne von Mittlach hoch auf den Hohneck.

- Die Region in fünf Sinnen!

Sehen: Grünewalds Isenheimer Altar, das fantastische Straßburger Münster, die Blicke von den Vogesengipfeln.
Hören: die Glocken der schwarz-weißen Kühe, der Stars in den Vogesen.
Schmecken: ein gutes Glas Riesling, ein Stück Heidelbeerkuchen in einem Bergbauernhof.
Fühlen: die Lust am Wandern, das Gefühl von Freiheit in der Natur, das Erlebnis des Savoir-vivre in Straßburg.
Riechen: ein deftiges Choucroute (= Sauerkraut, eine der Spezialitäten im Elsass) und das fruchtige Aroma eines Himbeergeists aus dem Val de Villé.

- Ein Ort bei schlechtem Wetter

Da fallen uns sofort Straßburg und Mulhouse ein. Während die zweitgenannte Stadt v. a. für ihre technischen Museen (Auto, Eisenbahn, Elektrizität) weit über die Grenzen des Elsass hinaus bekannt ist, bekommt man in Straßburg grandiose mittelalterliche und moderne Kunst sowie elsässische Traditionen und Geschichte geboten.

- Was sind Ihre zukünftigen Projekte?

Ende Juni ist unser neuer „Straßburg MM-City“ erschienen. Im kommenden Jahr werden wir somit die 7. Auflage unseres „Elsass“-Reiseführers vorbereiten, natürlich mit ausführlichen Vor-Ort-Recherchen, auf die wir uns schon freuen.

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