72 Stunden im Morvan

Ein verlängertes Wochenende steht vor der Tür? Das ist die Gelegenheit, 3 Tage im Morvan zu verbringen. In dieser, von einem regionalen Naturpark weitgehend geschützten Ecke der Natur, nimmt man sich Zeit, um zu leben, zu gestalten und zu entdecken. Los geht’s!

Tag 1 im Morvan

Am Morgen spazieren Sie durch die mittelalterlichen Straßen von Avallon. Diese wunderschöne Stadt, die kürzlich als "schönster Umweg Frankreichs" bezeichnet wurde, begeistert mit ihrer Stadtmauer, ihren Fachwerkhäusern, ihrer Stiftskirche, ihren Türmchen und ihrem Markt (donnerstags und samstags morgens).

Mehr Informationen:
www.avallon-morvan.com (Externer Link)

Berühmte Spitze des Morvan-Gebirges: Vezelay. Die bekannte Basilika und ihr "unsterblicher Hügel" gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Je weiter Sie den Hügel hinaufsteigen, desto mehr werden Sie von der Anmut des Ortes berührt. Oben angekommen, erwartet Sie schließlich, im wahrsten Sinne des Wortes, der Höhepunkt: die Basilika. Der Prachtbau bietet ein 180 ° -Panorama auf den Morvan.

Willkommen in Bazoches! Nach der Pause erwartet Sie ein Nachmittag in einem Schloss voller Geschichte. Bazoches war die Heimat von Marschall Vauban, der unter Ludwig XIV als Bauherr der Befestigungsanlagen in die Geschichte eingegangen ist. Wandeln Sie in dem hervorragend erhaltenen Schloss auf den Spuren eines außergewöhnlichen Mannes, der hier seine Zeit mit Lesen und dem Studieren von Angriffs- und Verteidigungsmethoden verbrachte.

Nach der Kultur steht eine Erfrischung in der Natur auf dem Programm. Und was könnte erfrischender sein als ein 10 Meter hoher Wasserfall? Die Rede ist vom Saut du Gouloux. Hier können Sie außerdem mit Hilfe eines 1,8 km langen Entdeckungspfads alles über Flora und Fauna der Umgebung erfahren und sich bei Vogelgesang und dem wohltuenden Geruch des Unterholzes entspannen.

Mit dem "Hobbit-Haus" auf der Domaine de la Pierre Ronde finden Sie eine außergewöhnliche Unterkunft inmitten der Natur vor! Ein Dach wie ein grüner Hügel, eine runde Tür, ein hölzernes Interieur gepaart mit Stein – kein Zweifel, Tolkien und sein Herr der Ringe haben diesen Ort inspiriert!

Tag 2 im Morvan

Cap sur Saulieu ist bekannt für eine exzellente Gastronomie, so haben die Küchenchefs Alexandre Dumaine und Bernard Loiseau der Stadt gleich mehrere Sterne eingebracht. Nach einem Abstecher auf den Markt, empfiehlt sich ein Stadtbummel, bei dem man unbedingt ein Glas Wein kosten sollte. Während Ihres Spaziergangs werden Ihnen wahrscheinlich Bären und Stiere begegnen – keine Angst, diese sind vollkommen harmlos! Saulieu ist nämlich der Geburtsort des Tierbildhauers François Pompon, dessen Werke Sie im gleichnamigen Museum bewundern können.

Der Morvan = nahrhafte Erde. Hinter dieser Formulierung verstecken sich bewegende Schicksale: Seit dem 19. Jahrhundert wurden die Einwohnerinnen des Morvan zu Tausenden nach Paris geschickt, um der Pariser Oberschicht als Ammen zu dienen. Gleichzeitig mussten bis in die 1960er Jahre Zehntausende Kinder der Region in der öffentlichen Pflege untergebracht werden. Mehr über dieses Kapitel der Geschichte erfahren Sie im Museum von Aligny-en-Morvan.

Der Morvan ist nicht nur nahrhaft, auch seine Wasser sind rein und klar. Davon überzeugt man sich am besten am Lac des Settons. Hier weht die blaue Flagge, ein Label, das die gute Qualität von Badegewässern und einem umweltfreundlichen Betrieb garantiert. Wer nicht gerne schwimmt, hat hier die Wahl zwischen einem Ausflug mit dem Paddelboot, dem Katamaran oder dem Tretboot.

Bevor es Richtung Hotel (und Bett) geht, sollten Sie den Sonnenuntergang am Lac des Settons genießen. Anschließend erwartet Sie, ganz in der Nähe, das Hotel des Grillons du Morvan. Die Unterkunft verzaubert mit großem Park, einem Kamin und kleinen, einfachen aber herrlich gemütlichen Zimmern. Nach diesem Tag, reich an Eindrücken und viel frischer Luft, werden Sie ohne Probleme einschlafen!

Tag 3 im Morvan

Heute steht der Besuch von Bibtracte und somit eine Reise in die Vergangeheit auf dem Programm.
Weit entfernt von Klischeevorstellungen, wie wir sie z.B. von Asterix und Obelix kennen, ermöglichen diese archäologischen Stätten und das dazugehörige Museum der keltischen Zivilisation ein besseres Verständnis des täglichen Lebens und der Aktivitäten des Volkes der Eduen, das hier vor 2000 Jahren gelebt hat. Das Mittagsessen im Chaudron de Bibracte vervollständigt die Zeitreise: Kelche voller Bier und eine von antiken Vorfahren inspirierte Speisekarte: Man wähnt sich direkt bei den Galliern!

Hier spricht man auch vom « Zeichen » von Uchon. Der rund 700 Meter hohe Gipfel ist an Höhe vielleicht nicht beeindruckend, umso sehenswerter ist aber die Umgebung, die mit großen Kieselsteinen übersäht ist. Spaziergänger und Hobby-Wanderer: Dieser Ort ist wie für sie gemacht!

Es ist an der Zeit, sich auf den Weg nach Autun zu machen. Das antike Augustodunum hat viele Spuren seiner römischen Vergangenheit bewahrt, unter anderem den rätselhaften Tempel von Janus und das römische Theater (welches seinerzeit das größte Theater der Welt war), in dem heutzutage jeden Sommer eine Ton- und Lichtshow veranstaltet wird. Wir durchqueren die Jahrhunderte und gehen von den Römern zur romanischen Kathedrale von St. Lazare mit ihrem prachtvoll geschnitzten Portal.

Morvan 

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