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Interview mit Eva Bernier - Tipps für Ihren Aufenthalt in der Bretagne

"Im Zeichen der Triskele. Ein Bretagne-Krimi" - so lautet der Roman von Eva Bernier, in dem Gendarm Robert Le Clech bretonische Legenden und düstere Geheimnisse enthüllt. Wir haben die Autorin zu ihren persönlichen Bretagne-Tipps befragt.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsort in der Bretagne?

Vor einigen Jahren habe ich mich in die Bretagne verliebt und dort ein Ferienhaus gekauft. Es liegt direkt an der Küste, in der Nähe eines kleinen Hafens. Die Aussicht von der Terrasse aus ist ganz typisch bretonisch: eine Hafenmole, schräge Pinien, kleinere Inseln und Schären und dahinter auf einer Landzunge am Horizont die Silhouette eines Kirchturms, der in den Himmel ragt. Diese Terrasse ist mein Lieblingsort, vor allem an Sommerabende, wenn die Sonne genau gegenüber untergeht und der Himmel über dem Meer ein Festival der Farben veranstaltet.

Was sollten Besucher, die zum ersten Mal in der Bretagne sind, auf jeden Fall sehen/machen?

Ich würde zum Besuch einer der spektakulären Küstenabschnitte raten. Man hat natürlich die Qual der Wahl, denn praktisch jede bretonische Küste hat ihre Highlights. Besonders schön finde ich zwei Orte, die am Ärmelkanal im Département Côtes d’Armor liegen: Das Cap Fréhel, mit einem atemberaubenden Panorama und die Aussicht auf Fort La Latte als Bonus; und die für ihre bizarren Felsen bekannten Rosa Granitküste bei Ploumanach: Der dortige Leuchtturm, ein beliebtes Fotomotiv, wurde für das Cover meines Buchs ausgewählt.

Ihr regionales Lieblingsessen? Lieblingsrestaurant?

Die Küsten der Bretagne bieten eine Fülle an Meeresfrüchten, die man am besten als „Plateau de fruits de mer“ genießen kann, mein Lieblingsessen. Allerdings ist die „Galette“, der Buchweizenpfannkuchen, die eigentliche Spezialität der Bretagne. Überall kann man sie in den „Crêperie“ genannten Lokalen bekommen, sie sind ein preiswertes Essen und fast immer frisch zubereitet. Es gibt sie in vielen Variationen: vegetarisch, herzhaft etc… Deshalb gehören sie auch zu meinen Lieblingsspeisen.

Ihr Lieblingsspaziergang in der Bretagne

Der Küstenwanderweg auch Zöllnerweg genannt. Er umrundet die ganze Bretagne, aber ich bevorzuge die beiden Abschnitte, die von meinem Ferienort aus beginnen. Man ist immer dem Meer nah und kann bei Ebbe oder Flut Fauna und Flora beobachten. Er ist abwechslungsreich.

Was sind Ihre zukünftigen Projekte? Spielen sie auch in der Bretagne oder in einer anderen Region?

Ich schreibe gerade an einem neuen Krimi, der in derselben Gegend spielt und in dem auch Gendarm Le Clech ermittelt. Gendarmen leisten in Frankreich auf dem flachen Land die Polizeiarbeit, sie gehören zum Militär und können deshalb auch versetzt werden. Allerdings ist Le Clech Bretone und möchte in seiner Heimat bleiben. Aber wer weiß schon, was die Zukunft für ihn bringt?

Warum diese Region? Was verbindet Sie mit ihr?

In meinem Krimi beschäftige ich mich mit einem relativ kleinen Gebiet am Ärmelkanal, einer Halbinsel, die zwischen zwei Flussmündungen liegt. Dort wohne ich einen Teil des Jahres. Ich habe die Region ausgesucht, weil sie authentisch geblieben ist, etwas abseits der Trampelpfade liegt und selbst im Hochsommer nicht überlaufen ist. Trotzdem gibt es in der Nähe reizvolle Städte wie Paimpol oder Tréguier und dank des Golfstroms ein mildes Küstenklima. Ich freue mich immer, wenn in Deutschland im Winter die Vegetation noch im Tiefschlaf liegt, dort aber Kamelien und Mimosen blühen.

Was sollte man in der Region machen/erleben/sehen, um sich wie ein Einheimischer zu fühlen?

Man sollte eine der vielen „Fest Noz“ besuchen, Veranstaltungen mit typisch bretonischem Tanz und Musik. Die Touristen mischen sich unter die Einheimischen und lernen dabei, wie man bretonisch tanzt. Außerdem kann man bei Ebbe zu Fuß nach Muscheln und anderem Meeresgetier suchen. Die „Pêche à pied“ ist ein beliebtes Freizeitvergnügen bei Einheimischen wie Besuchern.

Ein Ort bei schlechtem Wetter

Bei schlechtem Wetter kann man eines der vielen interessanten Museen besuchen. Aber bei wirklich sehr schlechtem Wetter, würde ich raten, an eine windumtoste Küste zu fahren, um den Kampf der Elemente dort zu beobachten, z.B. an der Pointe du Château bei Perros-Guirec. Ein richtig heftiger bretonischer Sturm ist ein Erlebnis! Allerdings mit Sicherheitsabstand zu genießen. Die Wellen können manchmal tückisch hoch sein.

Hier geht's zu weiteren Infos zur Autorin und ihrem Bretagne-Krimi (Externer Link)

Lézardrieux in der Bretagne