Insel Sein in der Bretagne

Die Insel Sein ist eine von 800 bretonischen Inseln im Atlantik.

Ein Quadratkilometer mitten im Atlantik

800 kleine und große Inseln verteilen sich rings um die bretonische Küste. Eine von ihnen ist die Ile de Sein. Unbeeindruckt vom Rest der Welt liegt die winzige Insel mitten im Atlantik und bewahrt sich ihren ganz eigenen Charakter.

Kleine bunte Häuser und ein grün-weißer Leuchtturm empfangen die Besucher an der Anlegestelle der Insel. In den urigen Kneipen entlang der Küste gibt es frischen Hummer, dazu einen freien Blick auf das smaragdgrüne Meer.

Mit ihren knapp zwei Kilometern Länge lässt sich die schmale Insel bequem zu Fuß zu erkunden. Hinter den Deichen drängen sich verwinkelte Gassen. Manche sind nicht breiter als ein Holzfass. Bis zu sechs Meter hoch wächst die Heidelandschaft hier – Bäume gibt es nicht.

Im Winter peitscht der Sturm über die Ile de Sein. Die Meeresströmungen und die Felsen um die Insel sind für die Schifffahrt gefährlich. So haben die tapferen Seemänner der Ile de Sein schon einigen hilflosen Schiffbrüchigen das Leben gerettet. Aufgrund der unwirtlichen Bedingungen befreite der französische Staatsmann Jean-Baptiste Colbert die Insulaner zudem einst von der Grundsteuer.

Kleine Insel ganz groß

Nur 500 Menschen wohnen auf der kleinen Ile de Sein acht Kilometer vor der bretonischen Küste. Sie leben hauptsächlich von der Fischerei und dem Tourismus. Gastfreundschaft, Geselligkeit und Mut zeichnen die kernigen Insulaner aus. Im Jahr 1940 blieben neben Frauen und Kindern nur der Pfarrer und der Leuchtturmwärter auf der Insel. Alle anderen Männer schlossen sich 1940 der Widerstandsbewegung um Charles de Gaulle an und bildeten somit einen großen Teil der ersten Truppe: „Wie viel seid ihr?“ „144, Herr General!“ „Sein ist also die Hälfte Frankreichs.“

Insel Sein 

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