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Interview mit Alexander Oetker - Tipps für Ihren Aufenthalt in Aquitaine

Alexander Oetker

Mit "Retour", dem ersten Fall von Kommissar Luc Verlain, hat Alexander Oetker im März 2017 sein Krimidebüt gegeben. Wir haben den Autoren, der langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv war, zu seiner Lieblingsregion Aquitaine befragt.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsort in Aquitaine?

Da muss ich nicht lange nachdenken: Nach der langen Autofahrt oder dem kurzen Flug nach Bordeaux muss ich einfach nur einmal die steile Düne in Carcans Plage hinauf und dann unter mir: der Ozean. Die Wellen, die majestätisch heranrauschen, der kilometerlange Sandstrand und hinter mir das Grün der Seekiefernwälder. Das ist echt unglaublich, wie es mich jedesmal packt. Das Meer sieht nie gleich aus, jeder Sonnenuntergang ist anders.

Was sollten Besucher, die zum ersten Mal in Aquitaine sind, auf jeden Fall machen?

Meine Top3:

Mit den Kindern (oder ohne) den Wasserspiegel am Place de la Bourse in Bordeaux besuchen. Alle 15 Minuten spritzt der Miroir d’Eau seinen feinen Wasserdampf in die Höhe und nebelt die wunderschöne Uferpromenade der Garonne ein.

Bei einer kleinen Fahrt ins Landesinnere sollten Jung und Alt Trauben probieren, entlang der Weinfelder an den Straßen. Erstmal an der Rebe, im Médoc oder in Saint-Émilion kann man sich respektvoll ein oder zwei Trauben abknipsen und schmecken, was den Wein aus Aquitanien weltweit so einzigartig macht. Die Tiefe und die Frucht, die selbst in einer einzigen Traube stecken, sind unglaublich. Danach empfiehlt sich ein Abstecher in einen der alten Weinkeller der Châteaus: Viele bieten Führungen und Weindegustationen an – eine wunderbare Erfahrung.

Und dann zu guter Letzt: einmal die Dune du Pilat herunterrollen. Hinauf geht’s über die weißen Treppenstufen, und dann fällt der Blick von der höchsten und längsten Sanddüne Europas auf das Bassin d’Arcachon, die Halbinsel des Cap Ferret und auf den Horizont. Hinunter ist der größte Spaß für Groß und Klein: Hinlegen und Rollen. Oder mit großen Hüpfern springen. Einzige Vorsichtsmaßnahme: Jackentaschen zu und Hosentaschen leer. Der Autor hat schon ein Handy am Hang eingebüßt.

Ihr regionales Lieblingsessen? Ihr Lieblingsrestaurant?

Zwei möchte ich nennen, weil sie so verschieden sind: Le Routioutiou in Gujan-Mestras ist eine kleine Austernhütte am Port de Larros. Dort servieren der Austernzüchter Fabrice Vigier und seine Familie, was sie am Morgen auf den Austernbänken geerntet haben. So frisch wie hier haben Sie noch nie Austern oder Crevetten gegessen. Fantastisch.

Wer es eher deftig mag, fährt ins L’Envers du Décor in Saint-Émilion. Ob Omelette mit Steinpilzen oder die Entenkeule Confit de Canard – alles kommt traditionell aquitanisch auf den Tisch.

Was sind Ihre zukünftigen Projekte? Spielen sie auch in Aquitaine?

Natürlich. Die französische Atlantikküste bietet so viel Raum für tolle und spannende Geschichten – und auch mein Commissaire hat noch sehr viele Orte, in denen er ermitteln kann. Beim zweiten Fall „Château Mort“ sind wir ja in den Weinfeldern im Médoc und in Saint-Émilion unterwegs. Der dritte Fall spielt in der Welt der Austernzüchter am Bassin d’Arcachon. Und im vierten und fünften Fall darf Luc das Baskenland und die Vendée unsicher machen. Oder besser: sicherer.

Warum Aquitaine? Was verbindet Sie mit der Region?

Ganz einfach: Weil das Aquitaine die schönste Region Frankreichs ist. Die Bretagne, die Côte d’Azur und das Périgord sind auch hübsch – und ja literarisch mittlerweile ganz gut erforscht –, aber hier im Südwesten rund um Bordeaux haben Leser und Urlauber schlicht alles, was das Herz begehrt: Unglaubliche Sandstrände, die besten Weine der Welt, tollen Fisch und hervorragende Meeresfrüchte und dazu zauberhafte historische Städte wie Saint-Émilion oder weiter südlich Biarritz. Die besten Lebensmittel Frankreichs kommen aus dem Aquitaine – und die Bewohner sind so bescheiden, machen nicht viel Aufhebens um ihre Qualitäten. Das gefällt mir.

Ein Ort bei schlechtem Wetter

Die Cité du Vin in Bordeaux ist ein Weinbaumuseum, in dem man Stunden verbringen kann. Auch ein Besuch in einem der vielen Châteaus im Médoc ist eine tolle Erfahrung – wenn es denn wirklich mal regnen sollte im Aquitaine. Ich gehe aber, wenn es regnet, erst recht am Strand spazieren. Die Weite, die Einsamkeit – das macht den Kopf frei und schenkt mir viele tolle Impressionen für neue spannende Geschichten um meinen Commissaire.

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