Vermeer und die Meister der Genremalerei im Musée du Louvre in Paris

Vom 22 Februar 2017 bis zum 22 Mai 2017
  • Musée du Louvre

    Musée du Louvre

    © Paris Tourist Office / Photographe Sarah Sergent

Vermeer und die Meister der Genremalerei im Musée du Louvre in Paris 75001 paris fr

Zusammen mit der National Gallery of Ireland und der National Gallery of Art von Washington organisiert das Musée du Louvre eine Ausstellung rund um den berühmten holländischen Maler Jan Vermeer.

12 Gemälde von Vermeer (was ein Drittel seines Gesamtwerkes ausmacht) werden erstmals seit 1966 in Paris ausgestellt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Vermeers Beziehungen zu anderen großen Künstlern des Goldenen holländischen Zeitalters.

Die außergewöhnlichen Leihgaben von amerikanischen, britischen, deutschen und natürlich niederländischen Institutionen zeigen Vermeer in einer noch nie dagewesenen Weise. Die Legende des isolierten und von der Welt abgeschotteten Künstlers verblasst insoweit, da Vermeer versuchte, nicht ein Maler wie alle anderen zu sein. In Wirklichkeit hat ihn der Kontakt zu anderen Künstlern beflügelt und seinen eigenen Stil finden lassen.

Vermeer, Maler der Metamorphose

Mehr als ein Wegbereiter verschiedener Stilrichtungen erscheint Vermeer als ein Maler der Metamorphose. Vermeer ist die "Sphinx von Delft". Dieser berühmte Ausspruch, der dem Munde des Kunsthistorikers Français Théophile Thoré-Bürger entstammt, der Ende des 19. Jahrhunderts den Maler wiederentdeckte, hat der künstlerischen Persönlichkeit Vermeers eine geheimnisvolle Bedeutung verliehen. Der Mythos vom einsamen Genie trug sein Übriges dazu bei. Johannes Vermeer (1632-1675) schien von der Kunst seiner Zeit abgeschnitten zu sein.

Indem die Ausstellung Werke von anderen großen Künstlern des Goldenen Zeitalters hinzuzieht, wie Gérard Dou, Gerard ter Borch, Jan Steen, Pieter de Hooch, Gabriel Metsu, Caspar Netscher oder Frans van Mieris, versucht sie zu zeigen, dass Vermeer einer Malerszene angehörte, die sich auf elegante Genreszenen spezialisiert hatte - diese fälschlicherweise harmlose Darstellung des Alltags war eine wahre Nische, selbst in der Genremalerei.

Das dritte Viertel des 17. Jahrhunderts markiert den Höhepunkt der Wirtschaftsmacht der Vereinigten Provinzen (Vereinigte Niederlande). Die Mitglieder dieser holländischen Elite, die sich ihres sozialen Status rühmten, forderten eine Kunst, die dieses Selbstbild widerspiegelte. Somit entstand die "nouvelle vague" der Genremalerei Anfang der 1650er Jahre: Die Künstler begannen, sich auf idealisierte Szenen zu konzentrieren und das Alltagsleben der Männer und Frauen des Bürgertums zu stilisieren.

Obwohl die Künstler in verschiedenen Städten der Vereinigten Niederlande tätig waren, weisen ihre Werke starke Ähnlichkeiten auf, was Stil, Thema, Komposition und Technik betrifft. Dieser künstlerische, dynamische Wettstreit hat zu einer außergewöhnlichen Qualität der jeweiligen Werke geführt.

Adresse

Musée du Louvre
 Hall Napoléon (unter der Pyramide)
75001 Paris
Tel.: +33 (0)1 40 20 53 17
Metro: Louvre-Rivoli (Linie 1) oder Palais Royal - Musée du Louvre (Linie 1,7)
Bus: Linie 21, 24, 27, 39, 48, 68, 69, 72, 81, 95

Öffnungszeiten

Täglich, außer dienstags, von 9.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch und Freitag bis 21.45 Uhr.

Dauer

Vom 22. Februar bis 22. Mai 2017

Preise

Eintritt: 15€

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