The Velvet Underground in der Philharmonie Paris

Vom 30 März 2016 bis zum 21 August 2016
  • The Velvet Underground

    The Velvet Underground

    © Philharmonie de Paris

  • The Velvet Underground

    The Velvet Underground

    © Philharmonie de Paris

  • Andy Warhol mit der Band The Velvet Underground und Nico in Hollywood 1966

    Andy Warhol mit der Band The Velvet Underground und Nico in Hollywood 1966

    © Gerard Malanga

  • Velvet Underground in Los Angeles-1966

    Velvet Underground in Los Angeles-1966

    © Gerard MALANGA

The Velvet Underground in der Philharmonie Paris 221, avenue Jean-Jaurès 75019 paris fr

50 Jahre nach ihrem Debütalbum, das aufgrund seines Covers als "Bananenalbum" bekannt wurde, erzählt eine Ausstellung in der Pariser Philharmonie ohne Fan-Kitsch oder Nostalgie von der Band The Velvet Underground (1965 - 1970), die Kunst und Popkultur entscheidend prägte. 

Die Ausstellung setzt im Amerika der frühen Sechziger und mit einem Gedicht von Allen Ginsberg über amerikanische Lebenslügen in den Zeiten des Kalten Krieges ein. Vor diesem Hintergrund wird nicht nur die Begegnung zwischen den Band-Gründern Lou Reed und John Cale inszeniert, es wird auch mit dem Mythos, die Band sei ein Projekt Andy Warhols, aufgeräumt. Stattdessen wird Allen Ginsberg als geistiger Vater von Lou Reed präsentiert und der Einfluss der Poesie der Beat-Generation auf die Band-Entwicklung deutlich. 

Mit der Begegnung zwischen Lou Reed und John Cale 1965 in New York begann die Geschichte von The Velvet Underground. Im Dezember desselben Jahres traf die Band dem Künstler Andy Warhol, der sie danach fördert und bekannt machte. Eine Bedingung für die Zusammenarbeit war die Aufnahme der Warhol-Muse und Fotomodells Nico, alias Christa Päffgen, in die Band. Ihr widmet die Pariser Ausstellung einen extra Filmraum.

Warhol stellte der Band seine Factory als Proberaum zur Verfügung und ermöglichte Ihnen Live-Auftritte, die den Ruf der Band als radikale Avantgarde festigten. Im Sommer 1966 allerdings endete die Zusammenarbeit mit ihm. Die Band bestand offziell noch bis 1970 und brachte in den Folgejahren weitere Alben heraus. Nico verließ die Band 1967 und begann eine Solokarriere.

Die Ausstellungsmacher haben zahlreiche Dokumente zusammengetragen, darunter einen erst 2006 entdeckten Film, den Andy Warhol bei einem Konzert in Boston gefilmt hatte. Der kommerzielle Erfolg der Band war überschaubar, ungleich größer war
ihr Einfluss auf Popkultur und Kunst, dem sich auch die Ausstellung in
besonderem Maße widmet. Bis heute ist die Band attraktiv und wird von Künstlern und Bands wie The Strokes, Iggy Pop, Nirvana oder auch David Bowie als Inspirationsquelle genannt.  

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

  • Montags geschlossen. Dienstag - Freitag: 12:00 bis 18:00 Uhr
  • Samstag & Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr 

Eintrittspreise

10 € / ermäßigt 5 €

Adresse

Philharmonie de Paris
221, avenue Jean-Jaurès
75019 Paris
Webseite (engl.)

 

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