Pierre Bonnard: "Arkadien malen" im Musée d'Orsay (Paris)

Vom 17 März 2015 bis zum 19 Juli 2015
  • Pierre Bonnard (1867-1947) Die Loge, 1908 Ölgemälde, 90 × 120, 6 cm Paris, musée d’Orsay, RF 1989-32

    Pierre Bonnard (1867-1947) Die Loge, 1908 Ölgemälde, 90 × 120, 6 cm Paris, musée d’Orsay, RF 1989-32

    © Musée d’Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt / ADAGP, Paris 2015

  • Pierre Bonnard, Der Boxer (Portrait des Künstlers), 1931 Ölgemälde, 54 × 74, 3 cm Paris, musée d’Orsay, Schenkung von Philippe Meyer, 2000, RF 2000-12

    Pierre Bonnard, Der Boxer (Portrait des Künstlers), 1931 Ölgemälde, 54 × 74, 3 cm Paris, musée d’Orsay, Schenkung von Philippe Meyer, 2000, RF 2000-12

    © RMN-Grand Palais (Musée d’Orsay) / Michèle Bellot/ ADAGP, Paris 2015

Pierre Bonnard: "Arkadien malen" im Musée d'Orsay (Paris) 62, rue de Lille 75007 Paris fr

Nach vielzähligen Ausstellungen, die Bonnard auf der ganzen Welt gewidmet wurden, ist nun das Musée d'Orsay an der Reihe eine Retrospektive der Werke dieses einzigartigen Künstlers zu präsentieren.

Pierre Bonnard (1847 - 1947), der die Kunst in all ihren multiplen Formen ausübte - Zeichnungen, Gemälden, Drucken, dekorativer Kunst, Skulpturen, Fotografien - vertrat in erster Linie die Kunst der dekorativen Ästhetik.

Sein scharfer Sinn in Bezug auf das Licht, seine Vorliebe für lebendige Farben und die Mittagszeit, die für ihn ein wiedergefundenes antikes Paradis darstellte, haben Bonnard dazu gebracht seine Vision von Arkadien darzustellen. Diese weckte in ihm eine Art instinktiven Künstler mit wesentlicher Empfindsamkeit.

"Bonnard. Peindre l'Arcadie"

Der Parcours dieser Ausstellung besteht aus 8 Teilen: Japanismus, Intimität, das Unvorhergesehene, die Fotografie, Porträts, wilder Garten, Farben & großartige Kulisse.

Japanismus & das Unvorhergesehene

Der Einfluss Japans auf die Anfänge Bonnards ist unverkennbar. Die Abgrenzung der Formen, das Abflachen der lebendigen Farben, eine stufenartige Perspektive und sogar sein Interesse für intimere Thematiken, wie die Toilette oder das Badezimmer lassen eine Verbindung zu Japan erkennen.

Das Unvorhergesehene, das Fremde, das Trugbild - all dies ist in den Werken Bonnards zu erkennen, wodurch alltäglichen Szenen etwas Mysteriöses zugefügt wird.

Fotografie & Porträtzeichnungen

Zudem arbeitete Bonnard häufig mit der Fotografie und dezentrierten Kameraeinstellungen, wie Verwackelungen, die seine Spontanität und ästhetische Voreingenommenheit unter Beweis stellten.

Bei Porträtzeichnungen seiner Familie und Freunden, hob er die Modele besonders hervor und vervielfältigte die entstandenen Selbstpörtrats, auf denen er die zuvor gemalte Person zu verschiedenen Zeitpunkten in deren Leben darstellte (von jung bis alt).

Neuer Wagemut & Wirken Bonnards

Neuartig sind seine Blicke von Außen auf das Innere von Gebäuden, die das Haus mit "wilden Garten" in nur einem Raum vereinen.

Die Entdeckung der Côte d'Azur bewegte ihn schließlich zu mehr Wagemut. Seine künstlerische Palette erweiterte sich, seine Werke änderten ihren Maßstab.

Indem er pastorale Visionen mit antiken Erinnerungen und zeitgenössischen Szenen verbindete, bewies er die Autonomie des Darstellungsraumes und der freien Ausübung der Fantasie des Künstlers.

Die Palette seiner lebendigen und strahlenden Farben machten Bonnard zu einem der wichtigsten Künstler der modernen Kunst und zu einem hervorragenden Vertreter der arkadischen Strömung.

Praktische Informationen

Preise

Eintritt in das Museum beinhaltet auch den Eintritt für die Ausstellung.

  • Normal: 11€
  • Ermäßigt: 8,50€

Anfahrt

  • Metro: Linie 12, Haltestelle Solférino
  • Regionalbahn RER: Linie C, Haltestelle Musée d’Orsay
  • Bus: Linien 24, 63, 68, 69, 73, 83, 84, 94

Adresse

Musée d'Orsay
62, rue de Lille
75007 Paris

Preise

Eintritt für die Ausstellung und das Museum.

  • Normal: 11€
  • Ermäßigt: 8,50€

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