MONUMENTA 2016: Huang Yong Ping "Empires" im Pariser Grand Palais

Vom 08 Mai 2016 bis zum 18 Juni 2016
  • MONUMENTA 2016 Huang Yong Ping Empires im Grand Palais, vom 8 mai bis 18 juin 2016

    MONUMENTA 2016 Huang Yong Ping Empires im Grand Palais, vom 8 mai bis 18 juin 2016

    © Mirco Magliocca pour la Réunion des musées nationaux - Grand Palais

MONUMENTA 2016: Huang Yong Ping "Empires" im Pariser Grand Palais 3, avenue du général Eisenhower 75008 paris fr

Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung der MONUMENTA lädt zu jeder Ausgabe international anerkannte Künstler ein, um für die 13.500 Quadratmeter große und 35 Meter hohe Glaskuppel des Pariser Grand Palais ein Werk zu kreieren. In diesem Jahr ging der Auftrag an den chinesischen Künstler Huang Yong Ping.

Anselm Kiefer, Richard Serra, Christian Boltanski, Anish Kapoor, Daniel Buren, Ilya oder Emilia Kabakov sind nur einige der Künstler, denen diese Ehre zuteil wurde. 

Monumenta 2016: "Empires"

Für die Monumenta 2016 wird Huang Yong Ping eine Installation mit dem Titel "Empires" (dt. Imperium) schaffen, die aus einer farbenprächtigen Anordnung von 8 Inseln bestehen wird. Über der Installation thront eine Struktur dessen Schatten sich mit den Schatten der Metallträger der Glaskuppel mischen. Laut Grand Palais ist die Arbeit eine symbolische Landschaft der heutigen wirtschaftlichen Welt. Angesprochen und dargestellt werden die Veränderungen in der Welt sowie die Probleme, die sich aus Egoismus und Ehrgeiz ergeben und die nicht selten in kriegerischen Auseinandersetzungen münden.  

Huang Yong Ping und die Xiamen Dada Bewegung

Huang Yong Ping (1954 in China geboren, lebt seit 1989 in Frankreich und wohnt derzeit in Ivry-sur-Seine) ist eine Hauptfigur der chinesischen Avantgarde der 1980er Jahre. Zu dieser Zeit gründete er die Xiamen Dada Bewegung mit dem Slogan „Zen ist Dada, Dada ist Zen“. Als einer der Gründer der zeitgenössischen Kunst in China war er innerhalb dieser Gruppe für seine radikale Aktionen, die eine Vorliebe zum Paradox kultivierten und das Absurde in Frage stellten, bekannt. Seit jener Zeit stellt seine Arbeit Verbindungen zwischen Kunst, Leben und Politik her.

Inspiriert von mythischen Erzählungen, ob philosophisch oder religiös, greift er auf die verschiedenen Glaubensrichtungen und Referenzen aus Ost und West zurück und vermischt sie in seinem Werk. Sein Wunsch ist es, Faszination und Verunsicherung über die Veränderungen unserer Welt darzustellen. 

Hung Yang Ping: Der Künstler aller Exzesse

Bei zahlreichen Gelegenheiten konnte er die Macht seiner monumentalen Werke unter Beweis stellen, die zu seinem Markenzeichen wurden. Die Originalität seiner Einrichtungen liegt in ihrer stark kontextuellen Natur: Jedes Werk wird durch den historischen, politischen, gesellschaftlichen Kontext und architektonischen Ort inspiriert. Zum Beispiel Les Magiciens de la Terre von 1989, bei der Bücher demonstrativ in einer Waschmaschine gewaschen wurden, oder die Arche de Noé, bei der seine mythologischen Tiere die Dächer des Französischen Pavillon auf der Biennale in Venedig durchbohrten.

Noch heute kann am Strand von Saint-Brevin-les-Pins, in der Nähe von Saint-Nazaire, die Arbeit Serpent d'Océan (Meeres-Schlange) bewundert werden. Das 120 Meter lange Schlangenskelett aus Metall wirkt wie ein untotes Seemonster und spielt mit dem Mythos des Meeres ebenso wie mit den Erwartungen des Zuschauers.

Öffnungszeiten

  • Vom 8. Mai bis 18. Juni 2016
  • Montag, Mittwoch und Sonntag: 10 bis 19 Uhr
  • Donnerstag, Freitag und Samstag: 10 bis 22 Uhr
  • Geschlossen: Dienstags, 1. Mai und 14. Juli
  • Samstag 21. Mai "Nuit européenne des musées": Alle Ausstellungen sind kostenfrei ab 20 Uhr. Eintritt bis Mitternacht. Das Museum schließt um 1 Uhr.

Preise

  • Volltarif: 10 €
  • Ermäßigt: 5 €
  • Tarif Tribu (4 Personen, von denen 2 zwischen 16 und 25 Jahren): 25 €

Adresse 

Grand Palais, NEF
3, avenue du général Eisenhower
75008 paris

Dauer

Vom 8 Mai bis 18 Juni 2016

Preise

  • Erwachsene: 10 €
  • Ermäßigt: 5 €

Sehenswert

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