"Meine Geige rettete mir das Leben" - Musikerschicksale im Ersten Weltkrieg

Vom 20 Juni 2015 bis zum 31 Dezember 2015
  • Lucien Durosoir vor dem Krieg

    Lucien Durosoir vor dem Krieg

    © Fond Durosoir

  • Die Musiker des Generals Mangin

    Die Musiker des Generals Mangin

    © © Coll. Musée de la Grande Guerre du Pays de Meaux

"Meine Geige rettete mir das Leben" - Musikerschicksale im Ersten Weltkrieg Rue Lazare Ponticelli 77100 Meaux fr

In seiner Jahresausstellung widmet sich das Musée de la Grande Guerre (dt. Museum des Ersten Weltkriegs) in Meaux Musikerschicksalen im Ersten Weltkrieg.

Das Museum als Zentrum des Gedenkens

Das Musée de la Grande Guerre ist 2011 eröffnet worden und steht an dem Ort, an dem im September 1914 die erste Marne-Schlacht statt gefunden hat. Seine Aufgabe ist es, einen neuen Blick auf die Zeit zwischen 1914 und 1918 und ihre Folgen zu werfen, auch um die heutige Welt besser zu verstehen.

Die Dauerausstellung bietet eine plastische Begegnung mit dem Ersten Weltkrieg. So gibt es die Rekonstruierung eines Schlachtfeldes mit Flugzeugen und Panzern zu bestaunen, Projektionen,Ton-Untermalung und Medienstationen gewähren einen interaktiven Zugang in die Vergangeheit.

Die Sonderausstellung "Meine Geige rettete mich" - Musikerschicksale im Ersten Weltkrieg" 

Den Roten Faden der Ausstellung bildet das Schicksal des Musikers Lucien Durosoir (1878-1955), der im frühen 20. Jahrhundert ein bekannter Geiger war. Er wurde im gleich zu Kriegsbeginn 1914 eingezogen und wurde als Bahrenträger und als Brieftaubenzüchter eingesetzt. Sein musikalischen Talent verhalf ihm zur Aufnahme in ein Streichquartett, in dem er zusammen mit André Caplet (Bratsche) und Maurice Maréchal (Cello) Kammermusik für die Frontsoldaten spielte. In Reaktion auf seine aussergewöhnliche Situation an der Front schrieb er in einem seiner Briefe: „Meine Geige hat mir das Leben gerettet.” Nach dem Krieg widmete Lucien Durosoir sich ausschließlich der Komposition. Seine Stücke wurden erst vor zehn von seinem Sohn wiedergefunden.

Das Schicksal des Giegers bildet die thematische Linie der Ausstellung. Anhand der Portraits ausgewählter Musiker aus verschiedenen kriegführenden Ländern zeigt diese Ausstellung, wie der Konflikt ihre Beziehung zur Musik beeinflusst hat und wie sich Traumata und Zerstörung aber auch Überleben und Lebensdurst auf die Kunst auswirken können.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

  • Von Mai bis September: Durchgehend geöffnet von 9:30 bis 18:30 Uhr
  • Von Oktober bis April: Durchgehend geöffnet von 10:00 bis 17:30 Uhr
  • Dienstags geschlossen.
  • Am 1. Januar, 1. Mai,  25. Dezember geschlossen

Eintrittspreise

 Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Museums-Eintritt (normal 10€, 7€ für Studenten unter 26 Jahren, Senioren unter 65 Jahren, Soldaten) 

Adresse

Musée de la Grande Guerre du Pays de Meaux
Rue Lazare Ponticelli
77100 Meaux
Webseite

 

Dauer

22. Juni 2015 bis 31. Dezember 2015

Preise

  • Regulärer Tarif: 10€

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