Jeanne Lanvin im Palais Galliera

Vom 08 März 2015 bis zum 23 August 2015
  • « La Cavallini », schwarzes Kleid aus Seide und Tafft, verziert mit Perlen und Spitze von 1925.

    « La Cavallini », schwarzes Kleid aus Seide und Tafft, verziert mit Perlen und Spitze von 1925.

    © Patrimoine Lanvin/ Katerina Jebb/ Palais Galliera

Jeanne Lanvin im Palais Galliera 10, Avenue Pierre 1er de Serbie 75016 Paris fr

Das Museum für Mode in Paris, der Palais Galliera, zeigt in Kooperation mit Alber Elbaz, künstlerischer Direktor des Modehauses Lanvin, eine Sonderausstellung zu Ehren der ältesten französischen Modemarke Frankreichs und der Modeschöpferin und Gründerin des Modehauses Jeanne Lanvin (1867-1946). Aus den außergewöhnlichen Beständen des Palais Galliera und aus dem Nachlass von Lanvin wurden rund 100 Modelle ausgewählt, die der Modedesignerin ein Denkmal setzten.

Gründung des Modehauses Lanvin

1909 begann sie schließlich eigenständig Damenmode zu entwerfen. Ihre Arbeit zeichnet sich durch farbenfrohe Stoffe, aufwendige Stickereien und kunstvolle Handwerksarbeit aus. 1923 gründete sie eine eigene Färberei in Nanterre. Klassiker sind das sogenannte Lanvin-Blau (fliederfarbenes Blau) und das Polignac-Rosa (ihre Tochter hatte 1925 den Grafen Jean de Polignac geheiratet).

Ihre eleganten Kollektionen mit langen, damenhaften Röcken, standen im Gegensatz zu den Entwürfen ihrer jüngeren Kolleginnen, wie zum Beispiel Coco Chanel. Während letztere betont schlichte und körperferne Mode für die moderne Frau entwarf, verkörperte Lanvin eine Melange aus Klassizismus - tiefe Taille, gebauschte Röcke- und dem sogenannten "Art Déco-Stil", mit fließenden Schritten und einer häufigen Verwendung von Perlen und Bändern.

Inspiration und Kreativität

Jeanne Lanvin bediente sich für Ihre Kollektionen aus unterschiedlichsten Inspirationsquellen. Diee kräftigen Farben erinnern an afrikanische Stoffe oder die Kunst der Expressionisten. Neuartig für die Damenmode ihrer Zeit war der bewegungsfreundliche Schnitt ihrer Kleider.

Diese Merkmale zeichneten auch ihre ersten Entwürfe aus. Nach der Scheidung von ihrem ersten Mann, begann die gelernte Hutmacherin Kleider für ihre Tochter zu nähen. Die bequemen Kleidchen erfreuten sich schnell großer Beliebtheit und fanden rasch Abnehmer unter den Käuferinnen ihrer Hutkreationen. Lanvin setzte sich im Rahmen ihrer Mode auch mit dem Frauenbild ihrer Zeit und der Entwicklung der Moderne auseinander. Die nun gezeigte Ausstellung ist somit nicht nur eine Präsentation außergewöhnlicher Kreationen sondern auch eine Annäherung an die Epochen des frühen 20. Jahrhunderts.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

  • Montags geschlossen, Dienstags bis Sonntags: 10:00 bis 18:00 Uhr (Letzter Einlass um 17:15)
  • Langer Donnerstag bis 21:00 Uhr (Letzter Einlass um 20:15 Uhr )
  • An Feiertagen geschlossen

Anfahrt

  • Metro-Linie 9 (bis Iéna ou Alma-Marceau) oder Metro-Linie 6 (bis Boissière)
  • Regionalzug RER C (bis Pont de l'Alma)
  • Buslinien 32, 42, 63, 72, 80, 82, 92

Adresse

Palais Galliera
Musée de la Mode de la Ville de Paris
10 , avenue Pierre Ier de Serbie
75116 Paris

Dauer

08. März 2015 bis 23. August 2015

Preise

Regulärer Tarif: 9€

Ermäßigter Einlass: 6€

Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt

Sehenswert

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