Carl Andre "Skulptur als Ort" im Musée d’Art moderne de la Ville de Paris

Vom 18 Oktober 2016 bis zum 12 Februar 2017
  • Musée d'Art moderne de la Ville de Paris

    Musée d'Art moderne de la Ville de Paris

    © Paris Tourist Office - Photographe : Amélie Dupont

Carl Andre "Skulptur als Ort" im Musée d’Art moderne de la Ville de Paris 11 avenue du Président Wilson 75016 Paris fr

Das Musée d’Art moderne widmet einem der berühmtesten amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts, Carl Andre (1935 in Quincy, Massachusetts geboren), eine Ausstellung.

 

Die Ausstellung Carl Andre – Sculpture as place, 1958-2010 * zeigt das Werk des Künstlers in seiner ganzen Bandbreite und Koheränz, darunter etwa 40 Skulpturen, zahlreiche Gedichte, Werke aus Papier und andere - nicht klassifizierbare - Objekte. Seine Dada Forgeries vereinen auf noch nie dagewesene  Weise verschiedene Elemente.

Zusammen mit Donald Judd und Robert Morris ist Carl Andre einer der bedeutendsten Vertreter des Minimalismus, zudem ist er für seine konzeptuelle Kunst und Land Art bekannt und gehört zu den größten Bildhauern des 20. Jahrhunderts.

Diese Retrospektive zeigt, wie der Künstler anhand von Standardelementen und Industriematerialien Skulpturen als Experimentierfläche für Formen und Materialien nutzt. Carl Andre hat auch Gedichte verfasst und dabei Wörter nach ihrer Semantik und ihrem Klang verwendet, die in ihrer Darstellung zugleich grafische Formen bilden. Die Einfachheit seiner Werke greift die traditionelle Idee von Technik, Komposition und Installation auf, bei der der Betrachter Teil des Kunstwerks ist.

Nach seiner Ankunft in New York 1957 versuchte sich Carl Andre an der Poesie und kreierte seine ersten minimalistischen Skulpturen. Ihn interessiert dabei vor allem die Beschaffenheit der Materialien: Form, Gewicht, Volumen. Seit 1965 verwendet er Industriematerialien: Holz, Metall, Ziegeln, Heuballen und setzt sie in Verbindung mit den Ausstellungsorten. Er arbeitet mit den Elementen, die er vor Ort findet, und fügt sie so natürlich in die Umgebung ein, als seien sie schon immer dort gewesen. Mit Carl Andre hat das Kunstwerk seinen Status geändert: Es stellt kein Symbol oder figurative Kunst mehr dar, sondern ein reales Objekt, das genauso Teil der Welt ist wie etwa ein Baum oder eine Mauer.

Im Laufe der 60er Jahre hat der Künstler das Konzept seiner Skulpturen weiter entwickelt, bis er schließlich auf das Konzept "Skulptur als Ort" (sculpture as place) kam. "Ich habe Sehnsüchte, keine Ideen. Für mich ist es ein physisches Verlangen, das richtige Material und einen perfekten Arbeitsort zu finden." (Gespräch mit der Künstlerin Marta Gynp, 2015).

Seit 20 Jahren ist dies die erste Ausstellung, die Carl Andre gewidmet ist (die letzte fand 1997 im Musée Cantini in Marseille statt). Sie ist Teil der Politik des Musée d'Art moderne, große Künstler der Moderne vorzustellen.

 * Skulptur als Ort, 1958-2010

 

Adresse

Musée d’Art moderne de la Ville de Paris

11 avenue du Président Wilson

75116 Paris

Metro: Linie 9 (Haltestelle Alma/ Marceau); Bus: Linie 72 (Haltestelle Musée d'Art Moderne - Palais de Tokyo)

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag bis 22.00 Uhr (nur Ausstellungen).

 

Dauer

Vom 18. Oktober 2016 bis 12. Februar 2017

Preise

  • Eintritt: 9€
  • Ermäßigt: 6€
  • Für unter 18-Jährige ist der Eintritt frei.

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