Camille Pissarro - "Der erste Impressionist" - im Museum Marmottan Monet in Paris

Vom 23 Februar 2017 bis zum 02 Juli 2017
  • Zwei Frauen am Meer ins Gespräch vertieft, 1856 Öl auf Leinwand, 27, 9 x 41 cm  Collection de M. et Mme Paul Mellon Washington, National Gallery of Art

    Zwei Frauen am Meer ins Gespräch vertieft, 1856 Öl auf Leinwand, 27, 9 x 41 cm Collection de M. et Mme Paul Mellon Washington, National Gallery of Art

    © Courtesy National Gallery of Art, Washington

  • 2 - Camille Pissarro Bords de la Marne 1864 Öl auf Leinwand 81, 9 x 107, 9 cm  Glasgow, Kelvingrove Art Gallery and Museum

    2 - Camille Pissarro Bords de la Marne 1864 Öl auf Leinwand 81, 9 x 107, 9 cm Glasgow, Kelvingrove Art Gallery and Museum

    © CSG CIC Glasgow Museums and Libraries Collections

  • 3 - Camille Pissarro Der Garten von Maubuisson, Pontoise gegen 1867, Öl auf Leinwand, 81, 5 x 100 cm Prag, Národní galerie v Praze Photo

    3 - Camille Pissarro Der Garten von Maubuisson, Pontoise gegen 1867, Öl auf Leinwand, 81, 5 x 100 cm Prag, Národní galerie v Praze Photo

    © 2016 National Gallery in Prague

Camille Pissarro - "Der erste Impressionist" - im Museum Marmottan Monet in Paris 2, rue Louis-Boilly 75016 paris fr

Das Museum Marmottan Monet präsentiert vom 23. Februar bis zum 2. Juli 2017 die erste monografische Ausstellung über Camille Pissarro seit mehr als 40 Jahren.

Über 60 seiner schönsten Meisterwerke, die aus den größten Museen von der ganzen Welt und aus privaten Sammlungen stammen, werden ausgestellt sein - 8 von ihnen zum ersten Mal in Frankreich - und einen Überblick über sein Leben und Schaffen geben: von seiner Kindheit auf den dänischen Antillen bis zu seiner Städte-Serie von Paris, Rouen und Le Havre, die in seinen späteren Lebensjahren entstand, wird der Lebensweg des "ersten Impressionisten" aufgezeigt.

Seine Anfänge

Am Eingang der Ausstellung empfängt den Besucher das Selbstporträt von Camille Pissarro. Sieben Stationen skizzieren seinen Werdegang und heben die Originalität seines Werkes hervor. Seit seiner Jugend hebt sich Pissarro von seinen Zeitgenossen ab. Auf den dänischen Antillen, fern von Paris und der Akademie der Bildenden Künste, wird er in die Malerei eingeführt. Das Gemälde Deux femmes causant au bord de la mer (dt. Zwei Frauen am Meer im Gespräch vertieft), 1856 (National Gallery of Art, Washington), das zum ersten Mal nach Frankreich verliehen wurde, besticht durch seine Exotik und steht für die Anfänge seiner Malerei.
Nachdem er 1855 nach Frankreich kam, schloss Pissarro schnell Bekanntschaft mit den zukünftigen Impressionisten. Wie sie interessierte er sich sehr für die Natur und Landschaften.

Von Jean-Baptiste Camille Corot und Charles-François Daubigny beeinflusst und inspiriert, entstehen Gemälde wie Bords de la Marne (dt. Ufer der Marne), 1864 (Kelvingrove Art Gallery and Museum, Glasgow). Pissarro führte sein Studium in Paris fort und malte unter anderem La Route de Versailles, Louveciennes, neige (dt. Straße nach Versailles, Louveciennes, Schnee) 1870 (Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Zürich) und La Route de Versailles, Louveciennes, soleil d’hiver et neige (dt. Straße nach Versailles, Louveciennes, Wintersonne und Schnee), 1870 (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid), die ebenfalls zum ersten Mal in Frankreich ausgestellt sind. Émile Zola bezeichnete Pissarro als "einen der drei oder vier Maler dieser Zeit".

Malerei des französischen Landlebens

Als einer der ersten verbannte Pissarro Schwarz und Ockertöne von seiner Farbpalette und entwickelte eine helle Malerei, wie sie für den Impressionismus typisch ist. Mehrere Meisterwerke wie Le Déversoir de Pontoise, 1872 (Cleveland Museum of Art, Cleveland) und Place du Vieux-Cimetière, Pontoise (dt. Platz des alten Friedhofs, Pontoise),1872 (Carnegie Museum of Art, Pittsburgh), die seit mehr als 35 Jahren nicht mehr in Frankreich waren, bezeugen seine Reife und den Erfolg des Impressionismus.
Ab 1883 widmete sich Pissarro Personen und malte einige seiner berühmtesten Ölgemälde wie La Bergère (dt. Die Kuhhirtin) oder auch Jeune fille à la baguette oder Paysanne assise (dt. Sitzende Bäuerin), 1881 (Musée d’Orsay, Paris) und Jeune Paysanne au chapeau de paille (dt. Junge Bäuerin mit Strohhut), 1881 (National Gallery of Art, Washington). Auch 1886 entwickelte sich Pissarro noch weiter: Er kehrte dem Impressionismus den Rücken und teilte den Stil von Georges Seurat und den Neo-Impressionisten. Die Ausstellung präsentiert die bedeutendsten Meisterwerke aus dieser Zeit, wie Cueillette des pommes (dt. Apfelernte), 1886 (Ohara Museum of Art, Kurashiki) und La maison de la sourde et le clocher d’Éragny (dt. Das Haus der Tauben und der Kirchturm von Eragny), 1886 (Indianapolis Museum of Art, Indianapolis).

Städtische Malerei

Die letzten zwei Stationen der Ausstellung widmen sich den großen Städte- und Hafen-Serien. Eine äußerst seltene Zusammenstellung der Gemälde von Rouen, Le Havre, Dieppe und Paris zeigt einen noch weitgehend unbekannten Aspekt im Werk Pissarros. Landschafts - und Porträtmaler, "erster Impressionist", bedeutender Vertreter des Pointillismus - Camille Pissarro hörte nie auf, sich weiterzuentwickeln. Die Ausstellung im Museum Marmottan Monet hebt die außergewöhnliche Vielfalt seiner Werke hervor.

Adresse

Musée Marmottan Monet
2, rue Louis-Boilly
75016 Paris
Metro: La Muette (Linie 9)
RER: Boulainvilliers (Linie C)
Bus: La Muette – Boulainvilliers (Linie 22, 52) oder Louis Boilly (Linie 32)

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass: 17.30); Donnerstag bis 21 Uhr (letzter Einlass 20.30)

Dauer

Vom 23. Februar bis 2. Juli 2017

Preise

  • Eintritt: 11€
  • Ermäßigt: 6.50€

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