Ausstellungen zum 70. Jahrestages des Kriegsendes 1945

  • Musée de la Reddition in Reims. Hier wurde am 7. Mai 1945 durch Generaloberst Jodl die Kapitulation der deutschen Truppen unterzeichnet

    Musée de la Reddition in Reims. Hier wurde am 7. Mai 1945 durch Generaloberst Jodl die Kapitulation der deutschen Truppen unterzeichnet

    © Atout France _ CRT Champagne-Ardenne

Ausstellungen zum 70. Jahrestages des Kriegsendes 1945

Am 8. Mai 1945 endete offiziell der Zweite Weltkrieg in Europa. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes finden 2015 in ganz Frankreich verschiedene Ausstellungen statt.

vom Dezember 2014 bis zum 8 Mai 2015

La fin de la Nuit - Musée de la Résistance de Bondues

Das Museum der Widerstandsbewegung in Bondues (Nord-Pas de Calais) zeigt in Zusammenarbeit mit der Vereinigung " Souvenir de la Résistance et des Fusillés du Fort de Bondues" noch bis zum 8. Mai 2015 eine Sonderausstellung zum Thema der Befreiung der Konzentrationslager durch die Allierten. Thematisiert wird die Entdeckung der Lager durch die alliierten Truppen, aber auch die Rückkehr der Deportierten.

Bis 30. Juni 2015

Ausstellung im Mémorial de l'internement et de la déportation - Camp de Royalieu

Das französische Rote Kreuz in Compiègne - 150 Jahre Engagement in Krisengebieten

1941 errichteten die Nationalsozialisten das Internierungslager Royalieu in der nordfranzösischen Stadt Compiègne in der Region Picardie. Von hier aus wurden politische Gefangene, vor allem Widerständler gegen die Kollaboration, in die Vernichtungslager transportiert. Die Gedenkstätte Camp de Royalieu befasst sich anlässlich des 70-jährigen Kriegsendes mit der Arbeit des Roten Kreuzes in den Jahren des Zweiten Weltkriegs in Compiègne. Gezeigt werden bisher unveröffentlichte Dokumente, Bilder und medizinische Geräte, die 2011 im Rahmen eines Umzugs per Zufall auf einem vergessenen Speicher gefunden wurden.

Vom 10. April bis zum 26. Juli 2015

Ausstellung Churchill - de Gaulle

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestages des Kriegsendes 1945 und anlässlich des 50. Todestages von Sir Winston Churchill präsentieren das Armeemuseum im Invalidendom von Paris und die Stiftung Charles de Gaulle die Ausstellung "Churchill - de Gaule" im Armeemuseum Paris.  Die Austellung bietet einerseits Gelegenheit an die Staatsmänner und ihre Rolle im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zu erinnern und beleuchtet andererseits die, nicht immer spannungsfreie,  Beziehung zwischen den außergewöhnlichen Persönlichkeiten.

Bis zum 30. August 2015

Vom Schatten ins Licht - Die Befreiung Nord-Pas de Calais

Die Bunkeranlage La Coupole, die circa 5 km von Saint-Omer entfernt liegt,  zählt zu den größten baulichen Überresten des Zweiten Weltkriegs und ist eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region Nord-Pas de Calais. Der zwischen 1943 und 1944 erbaute Bunker, der als Abschussort für Raketen auf London diente, beherbergt heute das Zentrum für Geschichte und Erinnerung und ein Mahnmal für die Deportierten. Im Jubiläumsjahr 2015 zeigt La Coupole neben den Dauerausstellungen "Die neuen Waffen V1 und V2" und "Nordfrankreich in deutscher Hand" eine Sonderausstellung zu der Befreiung Nord-Pas de Calais durch die Allierten in den Jahren 1944/1945.

Vom 9. Januar bis zum 27. September 2015 

Filming the War

70 Jahre nach dem Kriegsende 1945 zeigt das Memorial de la Shoah in Paris orginal Filmaufnahmen der sowjetischen Armee von 1944. Die Aufnahmen entstanden bei der Rückeroberung der Ostfront und dem Einmarsch der Roten Armee in polnische Gebiete. Sie zeigen die Spuren der auf dem Rückzug befindlichen Wehrmacht ebenso wie die Befreiung der ersten Konzentrationslager (u.a. Auschwitz-Birkenau) durch die sowjetischen Truppen sowie die Überreste der zerstörten Dörfer. Als erste Augenzeugen vor Ort treffen die Filmemacher auf das Leiden der Deportierten und das Grauen des Holocaust.

Noch bis zum 01. September 2015

"Freiheit - So nah, so fern" - Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Struthof

Als die amerikanischen Soldaten im November 1944 das Konzenrtationslager Strutweiler entdeckten, trafen sie keinen einzigen Häftling an. Diese waren kurz vor dem Einmarsch der Alliierten ins Elsass "evakuiert" worden und in ein neues Lager auf der anderen Rheinseite verschleppt worden. In einer grenzüberschreitenden Ausstellung, die von einem deutsch-französischem Team erarbeitet wurde, wird die einmalige Geschichte des Lagers und insbesondere seiner Insassen nachgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichte der Häftlingen.

Noch bis zum 20. September 2015

"Die Waffen des Geistes, Germaine Tillion"

Das Museum für die Résistance und die Deportation in Besancon ehrt mit einer Ausstellung der Widerstandskämpferin Germaine Tillion. Tillion hatte ab 10940 aktiv in der Résistance mitgewirkt und war 1942 durch die deutsche Besatzung verhaftet und ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurden, welches sie dank glücklicher Umstände überlebte. Von ihrer im KZ erzählt sie in dem Manuskript "Die Verfügbaren in der Hölle", welches sie heimlich, versteckt in einer Kiste schrieb. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs blieb sie poltisch aktiv und setzte sich ebenso für die Aufklärung deutscher Kriegsverbrechen als auch für die öffentliche Aufarbeitung der französischen Kollaboration mit dem Nazi-Regime ein. Ab den 1950er Jahren engagierte sie sich öffentlich für ein Ende des Algerienkriegs.