Ausstellung "Women House" in der Monnaie Paris

Vom 20 Oktober 2017 bis zum 28 Januar 2018

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Women House ist das Zusammentreffen zweier Begriffe: eines Geschlechts – des Weiblichen – und eines Raums – des Häuslichen. Die Architektur und die Öffentlichkeit waren dem Mann vorbehalten, sodass der häusliche Raum lange Zeit das Gefängnis bzw. ein Zufluchtsort der Frauen war. Diese historischen Zeugnisse sind jedoch kein Mangel der Ausstellung, wie uns die Ausstellung „Women House“ auf ausdrucksvolle Weise zeigt.

Die Ausstellung an der Cours de la Monnaie vereint auf einer Fläche von 1.000 m² Werke von 40 Künstlerinnen aus dem 20. und 21. Jahrhundert, die sich mit dieser komplexen Thematik befassen und die Frau zum Mittelpunkt einer Geschichte machen, in der sie keine Berücksichtigung fand. Nach Paris wird die Ausstellung ab dem 8. März 2018 im National Museum of Women in the Arts in Washington D.C fortgesetzt. Die Frage nach einem eigenen Arbeitsraum zu Hause wurde 1929 von Virginia Woolf thematisiert, die in ihrem Essay „A Room of One's Own“ (Ein Zimmer für sich allein) Frauen dazu ermutigte, einen Raum zu finden, den sie verriegeln konnten, um ungestört zu sein. Dies ist der Ausgangspunkt der Ausstellung Women House, deren Ambition sich thematisch bis zu den neuesten Arbeiten einer jungen Generation von Künstlerinnen fortsetzt und auch die 1970er-Jahren nicht auslässt, als sich Künstlerinnen gegen das Fehlen eines realen (Arbeit) und symbolischen Raumes (Anerkennung) erhoben.

40 Künstlerinnen aus 4 Kontinenten

Die acht Etappen der Ausstellung spiegeln die Komplexität möglicher Sichtweisen zum Thema wider: Sie sind nicht nur feministisch (Desperate Housewives), sondern auch poetisch (A Room of One's Own), politisch (Mobile-Homes) oder nostalgisch (Dollhouse). Die Ausstellung Women House umfasst 40 historische (Claude Cahun) und zeitgenössische Werke von Künstlerinnen aus vier Kontinenten. Dazu gehören unter anderem Pia Camil aus Mexiko, die Iranerin Nazgol Ansarinia, Joana Vasconcelos aus Portugal, Isa Melsheimer aus Deutschland sowie Laure Tixier und Elsa Sahal aus Frankreich. Einige Namen sind bereits bekannt (Louise Bourgeois, Niki de Saint Phalle, Martha Rosler, Mona Hatoum, Cindy Sherman, Rachel Whiteread). Andere wiederum sind Gegenstand von Wiederentdeckungen, die mit einer Deutung der Kunstgeschichte im Zeichen der Gleichstellung verbunden sind (Birgit Jürgenssen, Ana Vieira, Laetitia Parente, Heidi Bucher). Monumentale Werke werden in den Innenhöfen der Monnaie de Paris auf einem Rundgang gezeigt, der sich vom Pont des Arts bis zum Pont Neuf erstreckt und ab Herbst 2017 kostenlos zugänglich ist. Die Ausstellung steht unter der kuratorischen Leitung von Camille Morineau, Verantwortliche für Ausstellungen und Sammlungen der Monnaie de Paris, und Lucia Pesapane, Ausstellungskuratorin der Monnaie de Paris.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 11.00 - 19.00 Uhr. Donnerstags bis 21.00 Uhr.

Preise

  • Museum und Ausstellung: 15€
  • Ausstellung: Erwachsene 10€, ermäßigt 8€

Adresse

Monnaie de Paris
11, quai de Conti
75006 Paris

Anfahrt

  • Metro: Pont Neuf (Linie 7), Odéon (Linie 4 und 10), Saint Michel (Linie 10)
  • RER: Châtelet (RER A und B), Saint Michel (RER B und C)
  • Bus: Linien 24, 27 (Haltestelle Pont Neuf - quai des Orfèvres) oder Linien 58, 70 (Haltestelle Pont Neuf - quai des Grands Augustins)

Dauer

Vom 20. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018

Weitere Informationen

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