Ausstellung PICASSO PRIMITIF im Musée du quai Branly - Jacques Chirac (Paris)

Vom 28 März 2017 bis zum 23 Juli 2017
  • Musée des Arts Premiers - Musée du quai Branly

    Musée des Arts Premiers - Musée du quai Branly

    © Paris Tourist Office - Photographe : Amélie Dupont

Ausstellung PICASSO PRIMITIF im Musée du quai Branly - Jacques Chirac (Paris) 37 Quai Branly 75007 paris fr

Das Thema Picasso und die nicht-westliche Kunst wurde schon vielfach behandelt.

Die Ausstellung ist keine weitere Aneinanderreihung von Mutmaßungen über seine Inspiration. Sie basiert auf zwei komplementären Ansätzen, die die Beziehung zwischen Picasso und der Kunst Afrikas, Ozeaniens, Amerikas und auch Asiens beleuchten.

Der erste Ansatz, ein chronologisch-historischer, zeigt alle bekannten Meilensteine in Picassos Beziehung zur nicht-westlichen Kunst. Diese pflegte er nicht nur in der entscheidenden Phase des Enstehungsprozesses der Demoiselles d'Avignon, 1906 und 1907, sondern während seiner gesamten künstlerischen Tätigkeit - wie es seine Sammlung, die er sein ganzes Leben aufbewahrt hat, unterstreicht. Dokumente, Briefe, Gegenstände und Fotografien belegen chronologisch sehr genau, was er tatsächlich sah: die Personenkreise von Händlern und Kunstsammlern, die er traf, die Ausstellungen, die er besuchte, oder diejenigen, an die er seine Werke verlieh.

Der zweite Ansatz ist eher konzeptuell. Er lässt die außerordentliche Vielfalt der Werke Picassos -  nicht nur der Hauptwerke, sondern auch solche, in denen sich ästhetische Konzepte ausdrücken - mit den ebenfalls zahlreichen Werken nicht-westlicher Künstler in Dialog treten. Dass er die Kunstwerke aus aller Welt in seinen unterschiedlichen Ateliers aufbewahrte, macht deutlich, wie sehr der Künstler durch ihre teils verborgene Gesellschaft, stets den Dialog mit ihnen pflegte - ein Austausch, basierend auf Bewunderung, Respekt, ja sogar auf Furcht.

Dieser zweite Ansatz nimmt räumlich den größten Teil der Ausstellung ein. Er stützt sich vor allem auf eine Anthropologie der Kunst und weniger auf die Beobachtung ästhetischer Verbindungen. Die drei Teile "Archaïsme", "Métamorphose" und "Ça" entwickeln Fragestellungen, zu denen die Künstler durch ihre parallelen plastischen Arbeiten Stellung beziehen. Das Primitive versteht sich somit nicht als ein Stadium der Nicht-Weiterentwicklung, sondern als ein Zugang zu tieferliegenden Schichten - den tiefsten des menschlichen Daseins.

Adresse

Musée du quai Branly
37 Quai Branly
75007 Paris
Metro: Pont de l'Alma (RER C); Bus: Tour Eiffel (Linie 42)
Öffnungszeiten: 
Dienstag, Mittwoch und Sonntag von 11.00 bis 19.00 Uhr, Donnerstag, Freitag und Samstag von 11.00 bis 21.00 Uhr. Montag geschlossen.

Dauer

Vom 28. März bis 23. Juli 2017

Preise

Eintritt: 10€

Ermäßigt: 7€

Doppelticket (mit Dauerausstellung): 12€ (9€ ermäßigt)

Sehenswert

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