Ausstellung "Eclat des ombres" - im Musée du Quai Branly in Paris

Vom 18 November 2014 bis zum 01 Februar 2015
  • Bewohner der Salomonen um 1900

    Bewohner der Salomonen um 1900

    © Musée du quai Branly

  • Salomonische Bootsverzierung genutzt bei der Jagd

    Salomonische Bootsverzierung genutzt bei der Jagd

    © Musée du quai Branly_ Patrick Gries/Valérie Torre

  • Zahlungsmittel auf dem Archipel der Salomonen im Pazifik

    Zahlungsmittel auf dem Archipel der Salomonen im Pazifik

    © Musée du quai Branly_Claude Germain

Ausstellung "Eclat des ombres" - im Musée du Quai Branly in Paris Paris fr

Das Musée du Quai Branly in Paris präsentiert vom 18. November 2014 bis 01. Februar 2015 seine Ausstellung "L'Eclat des ombres, L'Art en noir et blanc des îles Salomon" (Leuchtkraft der Schatten, Kunst in schwarz und weiß der Salomon-Inseln).

Das Archipel der Salomonen umfasst ca. 9.000 kleine und große Inseln, liegt mitten im Pazifischen Ozean und verfügt über eine große kulturelle Vielfalt. Gemeinsame stylistische Merkmale finden sich auf dem ganzen Archipel, die Leuchtkraft und die Kontraste der Werke bilden den roten Faden dieser Ausstellung. Auf dem Weg durch die westlichen und östlichen Provinzen sowie die polynesischen Enklaven zeigt die Ausstellung "L'Eclat des Ombres" die Art und Weise, wie Objekte durch ihre technischen und visuellen Merkmale die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Beziehungen zwischen Mensch und überirdischen Wesen zum Ausdruck bringen.

Die Themenbereiche

Die Ausstellung orientiert sich an vier Themenbereichen:

1. Macht und Prestige
Insbesondere sind Körperschmuck und Zahlungsmittel eng geknüpft an kulturelles Leben, Politik und Riten.

2. Gewalt und Krieg

Als eine Art von Austausch in einem Kompensationssystem betrachtet waren Krieg, Kopfjagd und Auftragsmord weit verbreitet auf diesem Archipel. Boote mit detailgetreuen Skulpturen - darunter die berühmten Nguzunguzu mit den Gesichtern aus dem Perlmutt der Nautilusmuschel - Waffen und magischen Objekte trugen zur Effizienz dieser räuberischen Praktiken bei.

3. Die Lebenden und die Toten

Wie auch andernorts in Melanesien charakterisiert der Wandel zwischen der Welt der Toten und der Welt der Lebenden die Gesellschaften der Salomonen. In den westlichen und östlichen Provinzen erlauben Schädelreliquien den Lebenden, mittels Riten und Opfergaben die Beziehungen zu den Verstorbenen aufrecht zu erhalten, sie am Alltag teilhaben zu lassen und die durch ihren Übertritt ins Reich der Vorfahren generierte Macht, genannt Mana, zu kontrollieren.

4. Bildnis und Hybridität
Die Männer gestalten ihre Beziehungen zu überirdischen Wesen durch rituelle Praktiken wie den Thunfischkult oder auch durch die Errichtung von architektonischen Objekten und Elementen - Mauerstürze, Pfeiler für die Unterstände der Langboote - die als multiple Formen jenen Geistern Gestalt verleihen, deren Macht die Lebenden gewinnen wollen.

Praktische Informationen

Anfahrt

Metro-Haltestellen:

  • Alma-Marceau(Linie 9)
  • Iéna(Linie 9)
  • Ecole Militaire (Linie 8)
  • Bir Hakeim 1 (Linie 6)

RER-Haltestellen (Linie C)

  • Pont de l’Alma
  • Champ de Mars/Tour Eiffel

Mit dem Auto: Am Quai Branly gibt es einen (kostenpflichtigen) Parkplatz.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise:

  • Dienstag, Mittwoch und Sonntag von 11 h - 19 h
  • Donnerstag; Freitag und Sonnabend von 11 h - 21 h
  • Eintritt: 9 € bzw. 7€ (Jugendliche unter 26 Jahren, Inhaber einer Familienkarte)
Adresse
Musée du quai Branly, 37, quai Branly
75007 Paris
Telefon 00 33 (0) 1 56 61 70 00
Website: www.quaibranly.fr

Dauer

Vom 18. November 2014 bis 01. Februar 2015

Weitere Informationen

Preise

9€ / 7€ für Jugendliche unter 26 Jahren

Sehenswert

Kalender

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