Amadeo de Souza-Cardoso im Grand Palais Paris

Vom 20 April 2016 bis zum 18 Juli 2016
  • Amadeo de Souza-Cardoso, unbekannter Titel (Clown, Pferd, Salamander), détail, 1911-1912 Lissabon, CAM / Fundação Calouste Gulbenkian, donation Lucie de Souza-Cardoso, Photo Paulo Costa

    Amadeo de Souza-Cardoso, unbekannter Titel (Clown, Pferd, Salamander), détail, 1911-1912 Lissabon, CAM / Fundação Calouste Gulbenkian, donation Lucie de Souza-Cardoso, Photo Paulo Costa

    © Paulo Costa

Amadeo de Souza-Cardoso im Grand Palais Paris 3 Avenue du Général Eisenhower 75008 Paris fr

Vermutlich gibt es nur wenige Beispiele, in denen ein überaus anerkannter Künstler des frühen 20. Jahrhunderts so vollständig in Vergessenheit geraten ist, wie im Falle von Amadeode Souza-Cardoso. 

Der amerikanische Kunsthistoriker Robert Loescher nannte ihn im Jahr 2000 sogar das "bestgehüteste Geheimnis der modernen Kunst". Amadeo ist, außer in seiner portugiesischen Heimat, fast vollständig aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Höchste Zeit also sein Werk wiederzuentdecken! ,

 

Das Leben des Vorreiters der Protugiesischen Moderne war kurz und intensiv. Geheimhin wird es in 2 Perioden unterteilt, die auch die Ausstellung, sowohl chronologisch als auch thematisch, gliedern:

 

Die Pariser Periode (1906-1914)

In Anschluss an ein Architekturstudium in Lissabon zieht es ihn nach Paris, wo er sich ganz der Kunst widmen will.

Innerhalb kürzester Zeit macht er Bekanntschaft mit Malern wie Modigliani, Brancusi, ArchipenkoOtto Freundlich, Boccioni, Pablo Picasso u.v.m. Durch Künstler wie Otto Freundlich wird Amadeo auf den Expressionismus aufmerksam. 1908 bezieht er eine Wohnung in der Cité Falguière (Montparnasse) und setzt seine künstlerische Entwicklung fort. Insbesondere mit Modigliani und Brabcusi pflegt er eine enge und fruchtbare Freundschaft. Ausstellungen in München, Berlin, Hamburg, London und New York folgen. 

 

Manhufe, Portugal (1914-1918)

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwingt Amadeo zur Rückkehr nach Portugal und unterbricht seine aufstrebende Karriere jäh. Seiner neuer Wohnort, das kleine Städtchen Manhufe im Norden des Landes, wird für ihn zu einem Quell der Inspiration. Die dabei entstehenden Landschaftsbilder sind nicht nur als reine Naturabbildungen zu verstehen sonden verdeutlichen auch die mentale Stimmung des Künstlers.

 

1918 stirbt Amadeo mit nur 31 Jahren an der Spanischen Grippe.

Die Ausstellung

Entlang einer chronologischen und thematischen Gliederung zeigt die Ausstellung rund 300 Werke, darunter Zeichnungen, Fotografien, zwei afrikanische Masken, eine Staute und Holzschnitte. 

In der Rotunde wird außerdem ein eigens von der Fondation Calouste Gulbenkian in Auftrag gegebener Film von Nuno Cera gezeigt, der den Wohn- und Inspirationsorten des Künstlers - Manhufe, die Bretagne, Paris) gewidmet ist.

 

Die Ausstellung verdeutlicht den Reichtum und die Vielfalt eines erstaunlichen Werkes, das innerhalb von nur 10 Jahren entstand.  

 

Praktische Informationen

  • Öffnungszeiten: Dienstags geschlossen, sonst von 10- 20 Uhr, Mittwochs bis 22 Uhr geöffnet.
  • Eintrittspreise: 13€ / 9€ (16 - 25 Jährige)

 

Adresse

Grand Palais
3 Avenue du Général Eisenhower
75008 Paris

Dauer

20. April bis 18. Juli 2016

Sehenswert

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