Weinregion Champagne

  • Weinberge rund um Reims in der Champagne

    Weinberge rund um Reims in der Champagne

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  • Weinregion Champagne

    Weinregion Champagne

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  • Champagnerkeller in Epernay

    Champagnerkeller in Epernay

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  • Mühle und Weinberge von Verzenay

    Mühle und Weinberge von Verzenay

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  • Weinberge bei Verzenay

    Weinberge bei Verzenay

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  • Weinberge der Champagne

    Weinberge der Champagne

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  • Touristische Champagnerstraße

    Touristische Champagnerstraße

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Weinregion Champagne 51100 reims fr

Außergewöhnliche Weinbauregion

Mark Twain bezeichnete ihn als die "glückhafteste Inspirationsquelle" - den Champagner. Der prickelnde Schaumwein zählt zu den besten der Welt - was er wohl seinen für Wein eher ungewöhnlichen Bedingungen zu verdanken hat. Die Weinbauregion Champagne liegt etwa 150 km nordöstlich von Paris und scheint als kühlere Region auf den ersten Blick eher ungeeignet für den Ausbau guter Weine. Doch Boden, Klima und Lage ergeben eine perfekte Kombination: Das relativ kühle, kontinentale Klima sorgt für eine lange Reifezeit der Trauben; der Boden hat einen Kreideuntergrund, der überschüssiges Wasser schnell versickern lässt. Und nicht zuletzt werden die Weinberge durch die umliegenden Wälder geschützt. All das trägt zu der Frische und Finesse des Weines bei.

Zwar wurde in der Champagne schon zu Römerzeiten Weinbau betrieben, doch erst im 17. Jahrhundert wurde der Champagner entdeckt. Die Weine wurden damals zum Transport in Flaschen abgefüllt und nicht mehr in Holzfässern; nach einiger Zeit fing der Wein an zu gären - die Geburtsstunde des Schaumweins! Heute erzeugt nur ein kleiner Teil der Winzer in der Champagne selbst Champagner, die meisten verkaufen ihre Trauben an die großen Champagner-Häuser wie Gosset, Laurent Perrier oder Veuve Cliquot Ponsardin.

 

Prickelnde Routen

Prickelnder als die „Route Touristique du Champagne“ könnte ein touristischer Parcours kaum daherkommen. Dafür sorgen auf den 500 Kilometern durch die Départements Marne, Aube und Aisne allein 80 mögliche „Erfrischungs-Stationen“. Zudem führen 8 ausgewiesene Strecken zu Aussichtspunkten, reizvollen Dörfern, Klöstern, Schlössern und Kirchen.

  • Nach Start in Reims mit seinen prestigeträchtigen Champagnermarken folgt man die Route du Massif de Saint-Thierry. Sie führt ins idyllische Dorf Trigny mit seiner mittelalterlichen Befestigungsanlage. Die grandiose Aussicht gibt es als Bonus!
  • Zur Route de la Montagne de Reims, zwischen Reims und Epernay, gehört ein Halt am Phare de Verzenay. Ringsum: ein „Ozean“ aus Reben. Im Innern: das Rebenmuseum!
  • Nach Epernay mit seiner berühmten „Avenue de Champagne“ folgt Cumières. Dort startet man an Bord der Champagne Vallée zur Bootstour durch die Weinberge an der Marne.
  • Weiter südlich, an der Route de la Côte des Blancs, wartet vom Mont Aimé aus ein weiteres Panorama. Danach bietet sich ein Besuch des Dorfes Oger an.
  • In der Nähe von Bar-sur-Seine mit seinen Fachwerkhäusern ziemt sich in Essoyes eine Hommage an Auguste Renoir. Der impressionistische Meister verbrachte dort einige Jahre. Nach der Kultur warten 28 Kellereien entlang der Route de la Côte des Bar.

Rosè des Riceys – ein Wein der Extraklasse

Nur an den steilsten, sonnenverwöhnten Hängen geerntete Pinot-Noir Trauben werden verarbeitet. Und das nur in bestimmten Jahren. Denn der Rosé des Riceys verlangt eine hohe Traubenreife. Schon der Sonnenkönig Louis 14. schätzte das Elixier. So wie sein Wein weist auch das Dorf Les Riceys originelle Besonderheiten auf. Es vereint drei ehemalige befestigte Weiler mit drei Kirchen, und als einziges drei verschiedene AOC: Champagne, Coteaux Champenois und Rosé des Riceys.

 

Die Weinregion Champagne in Zahlen

  • 1 Flasche wird weltweit alle 2 Sekunden geöffnet;
  • 3 Rebsorten werden verwendet, Pinot Noir für das Aroma von roten Früchten, Charakter und Körper, Pinot Meunier für Ausgewogenheit und Chardonnay für Lagerfähigkeit
  • ca. 35 000 ha Anbaufläche
  • 1,76 Meter hoch bei 1,66 Metern Umfang misst die größte Champagnerflasche der Welt. Zu besichtigen in Mardeuil in den Kellern von Champagne Beaumont des Crayères.

UNESCO-Weltkulturerbe "Weinberge, -häuser und –keller der Champagne"

Seit dem 5. Juli 2015 gehören die "Weinberge, -häuser und -keller der Champagne" zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kulturerbe umfasst drei Orte:

Die „Avenue de Champagne“ in Epernay, die königliche Straße der Hauptstadt des Champagners

Diese « Avenue » bietet über- und unterirdisch ein außerordentliches Kulturerbe. Unterirdisch finden sich Champagnerkeller, die ab dem 18. Jahrhundert gegraben wurden. Einige von Ihnen sind mit Hilfe langer Stollen direkt mit dem Kanal oder der Eisenbahnstrecke verbunden. Überirdisch beeindrucken die Villen und Residenzen der Champagnerhändler. Nicht ohne Grund werden die imposantesten Gebäude auch "Chateaux" genannt. Wie viel Wert auf das Repräsentative gelegt wurde, zeigt sich auch in den Produktionsstätten selbst.
 
Der Hügel Saint Nicaise, die Kalksteinhöhlen und die Champagnerhäuser

Dieser Ort ist typisch für die Champagnerherstellung und den Einfluss der Champagnerhäuser auf die städtebauliche Struktur.
Er vereint alle Bestandteile der industriellen Champagnerproduktion: den Weinberg, weite öffentlich zugängliche Anlagen und große Parks, die Nähe zum Kanal und Ausfallstraßen für den Handel, ein Ensemble von antiken und mittelalterlichen Kalksteinkellern, Keller die im 19. Jahrhundert gegraben wurden und Verbindungsstollen, die als Bereiche zur Weinbereitung und als Lagerplatz benutzt wurden.
 
Die historischen Weinhänge, die Wiege des Champagners

Die Weinhänge zwischen Cumières und Mareuil-sur-Aÿ sowie die Abtei von Hautvillers gelten als Wiege des berühmten Schaumweines. Hier hat der Benediktinermönch Dom Pérignon eine sehr wichtige Rolle für die Entwicklung des Champagners gespielt. Kaum verwunderlich, dass dieser Abschnitt alle charakteristischen Merkmale der Weinberge der Champagne aufweist: Allgegenwärtigkeit des Kreidebodens, Ausrichtung und Struktur der Dörfer, Nutzung des Bodens und Monokultur.

 

Sehenswert

Kathedrale und Kalkbrüche in Reims

Bei einem Besuch der Champagne gehört Reims mit seiner gotischen Kathedrale (UNESCO Weltkulturerbe) zum Pflichtprogramm. Anschließend sollte man sich keinesfalls die Besichtigung eine der „Crayères“ entgehen lassen. Einst dienten die Kalk-Steinbrüche dem Bau von Fundamenten und Stadtbefestigungen. Nun bergen sie die Champagner der Nobelmarken. Darunter Ruinart, Pommery, Taittinger, Veuve Cliquot oder Mumm...

Veranstaltungen rund um den Wein

  • 3. Wochenende im Januar: Normalerweise feiern Winzer und Handelshäuser ihren Schutzpatron Saint-Vincent in Epernay. Aber alle drei Jahre „exportiert“ man das Fest in andere Städte wie Troyes, Reims oder Château-Thierry.
  • 1. Wochenende im August: Anlässlich der Route de Champagne en Fête öffnen sich in festlich geschmückten Dörfern der Côte des Bar die Türen der Weingüter. Als „Eintrittskarte“ gilt eine Champagner-Flute, die man zuvor zusammen mit dem Verzehr-Coupons ersteht.
  • 2. Wochenende im Dezember: Shows, Illuminationen, Konzerte, Feuerwerk... Das Comité der Avenue de Champagne (mit den berühmtesten Champagner-Häusern) und die Stadt Epernay scheuen weder Geld noch Mühe, um Gäste aus aller Welt gebührend zu empfangen.

Sehenswert

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