Stadt und Weinbaugebiet Saint Émilion

  • Saint-Emilion in der Weinregion Bordeaux

    Saint-Emilion in der Weinregion Bordeaux

    © S. Le Clech

  • Weinberge rund um Saint-Emilion

    Weinberge rund um Saint-Emilion

    © Guillaume Le Baube

  • Saint-Emilion bei Nacht

    Saint-Emilion bei Nacht

    © Guillaume Le Baube

  • Marktplatz von Saint-Emilion

    Marktplatz von Saint-Emilion

    © Laurent Reiz - CRTA

  • Château Soutard bei Saint-Emilion

    Château Soutard bei Saint-Emilion

    © Tom Fecht Soutard - CRTA

  • Saint-Emilion und seine Weinberge

    Saint-Emilion und seine Weinberge

    © OT Saint-Emilion - CRTA

  • Weinberg und Weinkeller des Château Croizille

    Weinberg und Weinkeller des Château Croizille

    © J P Lamarque - Château La Croizille - CRT Aquitaine

Stadt und Weinbaugebiet Saint Émilion st. emilion fr

Saint Émilion ist ein Gesamtkunstwerk. Berühmt für seine großen Weine, malerisch in die Landschaft geschmiegt, voller verwunschener Winkel und architektonischer Schätze. Das mittelalterlich geprägte Städtchen liegt rund 30 Kilometer östlich von Bordeaux auf einem Plateau über der Dordogne.

Weinanbaugebiet Saint-Emilion

Der hiesige Weinbau hat eine eigene Appellation (A.O.C. = Schutzsiegel für die kontrollierte Herkunft) und gehört zu den ältesten Weinbaugebieten der Region. Um die einmalige kulturelle Bedeutung des Weinbaus zu würdigen, wurde 1999 nicht nur St. Émilion selbst, sondern gleich das ganze Weinbaugebiet zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Auf rund 5.700 Hektar erzeugen die Winzer der Appellation Saint Émilion mehr Rotwein als alle anderen im Weinbaugebiet Bordeaux. Und die Qualität ist hervorragend. Vorherrschend ist die Rebsorte Merlot, die vor allem mit Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon zu edelsten Cuvées komponiert wird. Aber auch Carmenere und Malbec werden ausgebaut. Wer nach St. Émilion reist, um die berühmten sanften Spitzenweine der Region zu kosten und die wunderschönen Weingüter zu bestaunen, sollte viel Zeit mitbringen. Mehr als 100 Chateaux führt allein das Tourismusbüro in seiner Liste.

Sehenswürdigkeiten

Doch wie gesagt: St. Émilion ist ein Gesamtkunstwerk. Nicht nur sein Wein ist mehr als eine Reise wert. Auch die mit Reben überzogene Landschaft und die Stadt selbst sind bezaubernd. Enge Gässchen winden sich hier an alten Naturstein- und Fachwerkhäusern vorbei, auf dem kleinen gepflasterten Marktplatz laden Restaurants zum Verweilen ein und an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. An jeder Ecke – und auch darunter! Denn das unterirdische St. Émilion sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten „souterrain“ zählt gewiss die große Felsenkirche, die ganz aus dem Kalkstein herausgehauen wurde. Des Weiteren auch die Grotte des Einsiedlers und Gründers der Stadt St. Émilion, eine Gruft sowie Katakomben, ja sogar ein unterirdisches Keramikmuseum. Und im nahe dem Zentrum gelegenen Chateau Villemaurin kann man mit Laternen „bewaffnet“ und in Begleitung eines sachkundigen Führers ausgedehnte unterirdische Steinbrüche erforschen.

Wieder zurück an der Oberfläche, lohnt sich das gemütliche Schlendern durch die Gassen. Früher oder später gelangt man so zur beeindruckenden Stiftskirche mit ihrer schönen romanischen Fassade. Sehr sehenswert: das aus dem 14. Jahrhundert stammende Franziskanerkloster, dessen Kapelle und Kreuzgang gut erhalten sind und das heute dem Weinhandel dient. In der Doyenné, einem mittelalterlichen Gebäudekomplex, von dem nur sehr wenige Teile noch heute zu bestaunen sind, ist das Tourismusbüro untergebracht.

Dass St. Émilion immer ein wehrhaftes Städtchen war, zeigt sich u.a. an den Resten der Stadtmauer, die man bspw. direkt gegenüber der Stiftskirche noch bewundern kann. Sie war mit Zinnen und Maschikulis – also Wurf- oder Gussöffnungen, mit deren Hilfe man die Mauer senkrecht nach untern verteidigen konnte, – bestückt. Auch der trutzige Wehrturm Tour du Roy war im Mittelalter weit mehr als ein Aussichtspunkt.

Eines ist jedenfalls sicher: Wer heute eine Reise nach St. Émilion in Aussicht hat, darf sich freuen. Auf eine mittelalterliche Stadt voller Schönheiten und Charme, auf ein einzigartiges Weinanbaugebiet und auf die unvergesslichen Stunden, die er dort erleben wird.

Lage und Anfahrt

St. Émilion liegt zirka 30 Kilometer östlich von Bordeaux an der Dordogne und ist gut zu erreichen:

  • Mit dem Zug: TGV Paris-Libourne (2h44), der Bahnhof Libourne ist 7km von Saint-Emilion entfernt. Weiter bis Bahnhof St-Émilion auf der Strecke Bordeaux-Libourne-Sarlat (TER Linie 26, 4 Züge pro Tag)
  • Mit dem Auto: über die Autobahn A10 (Paris-Bordeaux), Ausfahrt Saint-André-de-Cubzac, Autobahn A62 (Narbonne–Tourlouse-Bordeaux), Ausfahrt La Réole oder Langon, Route Nationale RN89 (Bordeaux-Périgueux-ClermontFerrand), Route Départementale D936 (Bergerac-Bordeaux), Route Départementale D670 (Saint-André de Cubzac-Libourne-La Réole-Marmande), Route Départementale D664 (Angoulème-Libourne-Bordeaux)
  • Mit dem Bus: Ab Bordeaux bestehen auch Busverbindungen mit TransGironde Linie 302

Weitere Informationen

Saint-Emilion Tourisme
Place des Créneaux
F-33330 Saint-Emilion
Tel.: +33 (0)5 57 55 28 28
E-Mail: accueil@saint-emilion-tourisme.com

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