Rund um Châteauneuf du Pape

  • Außenterrassen der Lokale in Châteauneuf du Pape

    Außenterrassen der Lokale in Châteauneuf du Pape

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  • Schloss und Weinberge von Châteauneuf

    Schloss und Weinberge von Châteauneuf

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  • Brücke von Avignon bekannt aus dem Lied Sur le Pont d'Avignon

    Brücke von Avignon bekannt aus dem Lied Sur le Pont d'Avignon

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  • Papstpalast von Avignon

    Papstpalast von Avignon

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  • Blühende Landschaften in der Provence

    Blühende Landschaften in der Provence

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Rund um Châteauneuf du Pape Chateauneuf fr

Die Roten aus Châteauneuf-du-Pape gehören zu den größten Weinen Frankreichs. Das Gebiet mit seinen nur 3150 Hektar Rebland wäre in kurzer Zeit zu durchfahren, gäbe es nicht die Vielzahl an Verkostungsmöglichkeiten. Und auch wenn die Zahl der Winzer, die Weine unter ihrem eigenen Namen abfüllen (also nicht an die Genossenschaft liefern) mit 140 recht übersichtlich ist, trifft man hier auf geballte Qualität.

Spitzenweine aus Châteauneuf du Pape

Charakteristisch für Châteauneuf-du-Pape ist die Vielzahl der zugelassenen Rebsorten, acht für die Rotweine und sechs für die Weißweine. Die Weißen machen allerdings nur sieben Prozent der Produktion aus. Es ist aber keineswegs Pflicht, alle Sorten für einen Châteauneuf zu verwenden, nur die großen Weingüter bauen überhaupt die gesamte Palette an, von denen die wichtigste die Grenache noir ist.

Festgelegt ist für Châteauneuf-Weine ein Höchstertrag von 35 Hektoliter pro Hektar, ein äusserst niedriger Wert. Dadurch haben die Weine Kraft und Substanz. Ebenso muss ein Wein von dort mindestens 12,5, % Alkohol haben – oft sind es noch deutlich mehr. Die Flaschen besitzen meist ein aufgeprägtes Symbol aus Tiara und den gekreuzten Schlüsseln Petri als päpstlichen Symbolen, wobei manche Winzer dieses Markenzeichen auch variiert haben.

Die Böden des Anbaugebiets sind bekannt für ihre „galets roulés“, große runde Kieselsteine, die tagsüber die Wärme speichern und nachts an die Rebstöcke abgeben. Doch daneben trifft man hier auch auf bedeutende Lagen mit Kalk- oder Sanduntergrund. Sand ist ein für die Reben sehr armer Boden, so dass sich die Pflanzen tief nach unten graben müssen, um an Nährstoffe heran zu kommen und so eine große Kraft entfalten können.

Die Weinregion Châteauneuf du Pape

Die Weinregion Châteauneuf-du-Pape besteht aus dem gleichnamigen kleinen Ort sowie Flächen der angrenzenden Orte Sorgues im Süden, Bédarrides im Südosten, Courthézon im Nordosten und der Stadt Orange im Norden. Von Norden kommend empfiehlt sich ein Besuch im Restaurant „La Beaugravière“ in Mondragon, das die größte Auswahl an Weinen des Anbaugebiets auf der Karte hat. Die Stadt Orange hat römische Wurzeln und besitzt aus dieser Zeit ein sehenswertes Amphitheater. Am südlichen Ortsrand von Orange empfiehlt sich eine Verkostung auf der Domaine de Marcoux.

In Châteauneuf selbst sollten Besucher auf jeden Fall die Weingüter Beaurenard, Clos des Papes und Rayas (letzteres nur nach Vereinbarung) besuchen. Zur Stärkung bieten sich „La Mère Gourmand“ im Ortszentrum, „La Sommelière“ (auch Übernachtung) und „Le Verger des Papes“ an, das am Fuße der Ruine des Schlosses, das den Avignoneser Päpsten als Sommerresidenz und Lasterhöhle diente. Fertig gestellt wurde es im Jahr 1333, in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts zerstört, wieder aufgebaut, von der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg gesprengt und seitdem eine Ruine oberhalb des Ortes.

Bédarrides ist Heimat der Domaine du Vieux Télégraphe, in der sich auch das Restaurant «Château des Fines Roches» befindet. Hier befindet sich auch die Spitzenlage Le Crau, wo sich im Sommer die «Galets roulés“ so stark aufheizen, dass man sie nicht anfassen kann, und die Spitzenqualitäten von Grenache noir hervor bringt. In Courthézon schließlich sollte man vor allem Château de Beaucastel, das größte Weingut der Region, und Domaine de la Janasse besuchen.

Weingebiete und Sehenswürdigkeiten im Umland

Auch Winzer außerhalb der Region haben Rebflächen in Châteauneuf erworben und bieten Abfüllungen unter dem Namen dieser Appellation an, so zum Beispiel die Weingüter Santa Duc und Saint-Cosme in Gigondas, etwas östlich von Châteauneuf. Dieser Weinort ist zudem Ausgangspunkt für Wanderungen durch das malerische Gebirgsmassivs Dentelles de Montmirail. Anschließend kann man sich im örtlichen Restaurant „L’Oustalet‘ niederlassen.

Die größten touristischen Attraktionen der Gegend hat die nahe gelegene Stadt Avignon mit ihrer Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, deren 39 Türmen und sieben Haupttoren zu bieten. Der Papstpalast im gotischen Stil aus dem 14. Jahrhundert im Ensemble mit dem Kleinen Palast (der früheren erzbischöflichen Residenz) und der romanischen Kathedrale Notre-Dame-des-Domes ist ein grandioser Besuchermagnet. Dazu kommt die halb zerstörte Brücke Saint-Bénézet (bekannt aus dem Lied „Sur le pont d’Avignon“) und natürlich das gigantische Festival in jedem Juli, eins der größten internationalen Ereignisse zeitgenössischer Bühnenkunst.

Der Einkauf kulinarischer Spezialitäten lohnt sich in „Les Halles“, den Markthallen im Stadtzentrum. Ein Menü mit einer großen Auswahl an Châteauneuf-Weinen bei „Christian Étienne“ direkt neben dem Papstpalast beschließt die Rundreise .