Radfahren im Tarn-Tal

  • Radfahrer auf der Véloroute entlang dem Tarn

    Radfahrer auf der Véloroute entlang dem Tarn

    © CDT Tarn_Pascale Walter

  • Das Etappenziel Albi aus der Luft gesehen

    Das Etappenziel Albi aus der Luft gesehen

    © CRT Midi-Pyrénées_Dominique Viet

  • Die Kathedrale Sainte-Cécile in Albi

    Die Kathedrale Sainte-Cécile in Albi

    © CRT Midi-Pyrénées_Dominique Viet

  • Die Ufer des Tarns

    Die Ufer des Tarns

    © I. Frezouls

  • Die Weinbaugebiete von Gaillac

    Die Weinbaugebiete von Gaillac

    © CRT Midi-Pyrénées_Dominique Viet

  • Museum Toulouse-Lautrec

    Museum Toulouse-Lautrec

    © Vijorovic

  • Tarn_Trebas

    Tarn_Trebas

    © I. Frezouls

Radfahren im Tarn-Tal sainte-sulpice fr

 

Logo midi pyDer Tarn mündet nach 380 km bei Moissac in die Garonne. Der dem Departement seinen Namen gebende Fluss wird hier von einer 108 km langen Radstrecke gesäumt. Flussaufwärts wird diese «Véloroute» auf kleinen Landstraßen bis Millau im Departement Aveyron fortgesetzt.

Den Läufen des Tarn folgend führt die Strecke durch eine interessante Geschichte. Nach 30 km sind es gallo-römische Überreste, die bei Montans von der Antike zeugen. Zeugnisse des Mittelalters finden sich in vielen Orten, im Bastidendorf Lisle-sur-Tarn, in der Altstadt von Albi (Vieil Alby) oder im historischen Zentrum von Rabastens. Fast überall sind bemerkenswerte Kirchen im Stil der südlichen Gotik erhalten, die an den Kreuzzug der Katholischen Kirche gegen die Katharer im 13. Jahrhundert erinnern.

Die Radstrecke durchstreift die Weinlagen von Gaillac, eine der sieben AOC-Lagen von Midi-Pyrenäen. In diesen, vom Bild alter Taubentürme geprägten Landstrichen, gedeiht die Waidpflanze, genannt «Pastel ». Färberwaid, das im 16. Jahrhundert für großen Wohlstand in der Gegend von Albi sorgte, erlebt derzeit eine Renaissance. Außerdem locken entlang der Radstrecke einige Naturgebiete zum Baden und Wassersport .... eine verlockende Erfrischung!

Die Route

  • Start: Saint-Sulpice (46 km südöstlich von Albi)
  • Ende: Trébas (33 km östlich von Albi)
  • Länge: 108 km
  • Steigung: kaum vorhanden, der niedrigste Punkt liegt mit 95m Höhe in Saint-Sulpice, der Höchste mit 216 Metern in Trébas

Streckenverlauf und Etappenvorschläge

2-3 tägige Fahrt, mit einem Tagespensum von 3 bis 4 Stunden (bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 14km/h).

Tag 1: von Saint-Sulpice nach Gaillac: 37 km, Fahrtzeit: 3 Stunden

Tag 2: von Gaillac nach Albi: 26 km, Fahrtzeit: 2 Stunden + Besichtigung von Albi

Tag 3: von Albi nach Trébas: 44 km, Fahrtzeit: 3,5 Stunden

Der Tarn entspringt im Zentral-Massiv und mündet 380 km weiter bei Moissac in die Garonne. Im gleichnamigen Departement Tarn wurde eine Radstrecke von 108 km angelegt. Der erste Abschnitt führt von Saint-Sulpice (46 km süd-westlich von Albi) nach Albi ; ein zweiter Abschnitt von Lescure d'Albigeois (3 km nördlich von Albi) nach Trébas-les-Bains (33 km östlich von Albi). Diese Tour kann noch um 70 km auf kleinen Nebenstraßen am Tarn entlang bis nach Millau (Dept. Aveyron) verlängert werden.

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten entlang der Strecke

Bastidenort Saint-Sulpice: Wie alle anderen, im Mittelalter als « neue Städte » gegründeten Bastidenorte, hat auch Saint-Sulpice rechtwinkelig verlaufende Gassen. Auf dem Platz in der Ortsmitte befindet sich eine Kirche mit einer für die Umgebung von Toulouse typischen Glockenmauer. Zwei Flüsse sorgen für angenehme Erfrischung, natürlich der Tarn sowie die Agout, die auf einer Hängebrücke überquert werden kann.


Rabastens: Hinter den Wehrmauern am Tarnufer verbirgt die Stadt zwei mittelalterliche Viertel mit hellroten Backsteinmauern: «Quartier du Château » und « Quartier du Bourg », in dem sich die Kirche Notre-Dame-du-Bourg im Stil der südlichen Gotik befindet. Von der Hängebrücke über den Tarn bietet sich eine schöne Aussicht auf das Tal.


Bastidenort Lisle-sur-Tarn: Der im 13. Jahrhundert erbaute Bastidenort kann den größten Arkadenplatz Südwestfrankreichs (4425 qm) vorweisen. In den mittelalterlichen Gassen erheben sich ein mächtiger Glockenturm im Stil der südlichen Gotik und schöne Bürgerhäuser aus der Renaissance. Im Hafen am Tarnufer legten einst die Lastkähne mit Wein, Pastel und Getreide an.


Archäologische Stätte Montans: Die Ausgrabungsstätte « Archéosite » mit gallo-römischen Überresten aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. befindet sich mitten in dem kleinen Dorf. Es war damals eine der größten Keramikherstellungen des römischen Kaiserreiches. Zu bewundern sind einige bemerkenswerte Fundstücke und die Rekonstruktion der antiken Siedlung.

Weinlagen und Stadt Gaillac: «Gaillac », in diesen AOC-Weinlagen gedeihen ausgezeichnete Weiß- und Rotweine sowie Rosés. Doch verbirgt sich hinter diesem Namen auch eine Stadt mit historischen Bauwerken vom Mittelalter über die Renaissance bis in 19. Jahrhundert. Besonders sehenswert sind die Abtei St-Michel und der Park des Schlosses Foucault, wo alljährlich im Frühjahr einer der schönsten Blumenmärkte der Region veranstaltet wird.

Freizeitanlage Aiguelèze: Diese Anlage in der Gemeinde Rivières bietet ideale Sportmöglichkeiten vom Baden über Segeln bis hin zu Tennis oder Golf. Außerdem verfügt sie über einen Picknick-Platz und eine Campinganlage der Kategorie 3 Sterne.

Albi: Die Stadt gehört zu den « Grands Sites in Midi-Pyrenäen » und kann ein Meisterwerk der südlichen Gotik vorweisen, die Kathedrale Sainte-Cécile. Gleich daneben befindet sich im ehemaligen Bischofspalast Palais de la Berbie das weltweit größte Toulouse-Lautrec-Museum. Die Altstadt Vieil Alby lockt zum Flanieren durch die mittelalterlichen Gassen mit Fachwerkhäusern, netten Boutiquen, einem Kreuzgang und einer romanische Kirche.

Lescure d'Albigeois: Das um das Jahr 1000 entstandene Dorf kann zwei bedeutende mittelalterliche Zeugnisse vorweisen. Der Uhrturm « Tour de l'Horloge » bildete im Mittelalter den Zugang zum Ort und die Kirche Saint-Michel gilt als das besterhaltenste romanische Bauwerk im gesamten Departement.

Saut de Sabo: Die eigenwillige Stromschnelle des Tarns ist von der Brücke zwischen Arthès und St Juéry zu sehen. Der Fluss drängt sich hier auf 500 m zwischen Felsen bevor er einen 20 m hohen Wasserfall bildet. Dank der Wasserkraft entstand im 19. Jahrhundert hier eine große Stahlfabrik. Heute befindet sich an der Stelle das Museum « Saut du Tarn » sowie das Atelier des Malers und Bildhauers Casimir Ferrer.

« Presqu'île » von Ambialet: Das sich in einer 3 km langen Tarnschleife schmiegende hübsche Dorf gleicht einer Halbinsel. Auf der Anhöhe befindet sich ein kleines Kloster, eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert und die Burgruine « Le Castella ».

Trébas-les-Bains: Dieser ehemalige Thermalbadeort ist heute ein besonders bei Naturfreunden beliebter Ferienort im Grünen mit dem Gütezeichen « Station Verte ». Das Dorf bietet zahlreiche Freizeitaktivitäten wie Baden, Kanu- und Kajaktouren, Angeln, Wandern, etc.

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke

  • Über das Fremdenverkehrsamt Tarn: Cf Service Loisirs Accueil du Tarn, Tel.: +33 (0)5 63 77 32 30, E-Mail: loisirs-accueil@tourisme-tarn.com
  • Rabastens: Campingplatz Auzerals, Tel.: +33 (0)5 63 33 70 36, Internet: www.campingrabastens.tumblr.com (frz.)
  • Gaillac: 3-Sterme-Campingplatz Sources de Gaillac, Tel.: +33 (0)5 63 57 18 30, Internet: www.camping-gaillac.fr (engl.)
  • Brens: Parc résidentiel - 4-Sterne-Campingplatz "Les chalets de Fiolles", Tel.: +33 (0)5 63 57 69 67, internet: www.chalets-de-fiolles.com (engl.)
  • Rivières/Tarn: 3-Sterne-Campingplatz Le Domaine du Cèdre", Tel.: +33 (0)5 63 81 55 60, Internet: www.domaineducedre.fr (frz.)
  • Rivières/Tarn: Campingplatz "Les Chalets du lac", Tel.: +33 (0)5 63 81 29 09, Internet: www.leschaletsdulac.com (engl.)
  • Rivières/Tarn: 3-Sterne-Campingplatz "Les Pommiers d'Aiguelèze", Tel.: +33 (0) 63 33 02 49, Internet: www.camping-lespommiers.com/de/accueil  
  • Albi: 3-Sterne-Campingplatz Albirondacks, Tel.: +33 (0)5 63 60 37 06, Internet: www.albirondack.fr (engl.)
  • Ambialet: Campingplatz "Aux Rives du Tarn", Tel.: +33 (0)5 63 55 08 63
  • Ambialet: 2-Sterne-Campingplatz "La Mise à l'eau", Tel.: +33 (0)5 63 79 58 29, Internet: www.camping-ambialet.fr (frz.)
  • Trébas: Campingplatz "L'Amitié -Vallée du Tarn", Tel.: +33 (0)5 63 55 84 07, Internet: www.trebas.net/camping-amitie.php (frz.)

Servicestellen für Radurlauber

  • Garage Fauroux in Lisle/Tarn, 8 Quai Pasteur, Tel.: +33 (0)5 63 33 35 06
  • Serge Botta in Gaillac, 98 Rue Rigal, Tel.:+33 (0)5 63 57 63 67
  • 281 Cycles (Repartur) in Albi, 72 Rue Bermond, Tel.: +33 (0)6 60 09 45 56
  • Albi Cycles in Albi, 30 avenue du Maréchal, Delattre de Tassigny, Tel.: +33 (0)5 63 38 95 77
  • Ambialet, Fahrradverleih gegenüber dem Fremdenverkehrsbüro, Tel.: +33 (0)5 63 55 39 14

Sehenswert