Nantes (Pays de la Loire)

  • Parc des chantiers

    © Franck Tomps LVAN

    Parc des chantiers

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  • Caroussel und Großer Elefant (Machines de l'île)

    © Franck Tomps

    Caroussel und Großer Elefant (Machines de l'île)

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  • Anneaux de Buren/ Flussmündung bei Nantes

    © Messina

    Anneaux de Buren/ Flussmündung bei Nantes

    © Messina

  • Schloss der Herzöge der Bretagne

    © Franck Tomps

    Schloss der Herzöge der Bretagne

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  • Quartier Feydeau

    © Messina

    Quartier Feydeau

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Nantes (Pays de la Loire) 44000 Nantes fr

Nantes - die Stadt, in der alles möglich ist

Die Metropole Nantes, zur Region Pays de la Loire gehörend, ist eines der dynamischsten Zentren für Kultur, Kunst und Kreation in Frankreich. Ihre Fabriken und Lagerhäuser haben sich in Orte der Kultur verwandelt. Ihre Straße werden zum Bühnenbild für die Aufführungen von Royal de Luxe. Ihre Kais werden im Sommer beim „Rendez-vous de l’Erdre“ vom Jazz und Segeln belebt. Während der Folle Journée öffnet das Kongresszentrum seine Pforten für Zuschauer (250 klassische Konzerte, kleine Formate, exzellentes Niveau zu günstigen Preisen). Le Voyage à Nantes, ein Parcours, der jedes Jahr von einem Event begleitet wird, zeigt die Stadt total auf den Kopf gestellt – durch die Kunst.

Rasante Architektur

Doch das ist noch längst nicht alles. Denn von geschichtsträchtigen Orten wie dem Château des Ducs de Bretagne (Schloss der Herzöge der Bretagne), über die Kulturfabrik lieu unique, die Graslin Opéra, dem Ausstellungsgebäude HAB Galerie, die Insel-Maschinen bis hin zum Kunstparcours Estuaire - das historische und kulturelle Erbe der Stadt hat viel zu bieten. Nach der Restaurierung einiger Stadthäuser aus dem 18. Jh. auf der Ile Feydeau und des Schlosses wuchs auf der Île de Nantes ein zeitgenössischer Bau nach dem anderen aus dem Boden: Das Palais de Justice (2000), die Ecole d’Architecture (2009), das Manny (2009), die Maison de l’Avocat (2009), La Fabrique (2011), Le Tripode A (2012), Le Bâtiment B (2013), les Halles Alstom (2017). Jean Nouvel, Alexandre Chemetoff, Christian de Portzamparc, Barto & Barto, Lacaton & Vassal - um nur einige zu nennen - sind die Talente hinter dieser beeindruckenden Verwandlung.

Die grüne Stadt

Nantes verfügt über mehr als 1 000 ha Grünfläche und belegt bei Rankings mit seiner Lebensqualität regelmäßig einen Spitzenplatz: Die Parkanlagen, Gärten, begrünten Rampen haben sich vervielfacht und werden von der Öffentlichkeit in Beschlag genommen. Der Jardin des Plantes gehört zu den vier größten botanischen Gärten von Frankreich. Mit der Eröffnung des Parc des Oblates hat Nantes in 2013 seinen 100. Garten eingeweiht. Der Wille zur Reduzierung negativer Umwelteinflüsse hat Nantes den Titel der „Umwelthauptstadt Europas“ für 2013 eingebracht.

Sehenswürdigkeiten

  • Château des ducs de Bretagne: Das Château des ducs de Bretagne, im 15. Jahrhundert über der Loire erbaut, war ein wichtiger Ort des Austauschs und gleichzeitig Herzogenpalast und Militärfestung. Hof, Festungsmauer und Wassergraben sind frei zugänglich. Im historischen Museum von Nantes erzählt die Stadt ihre Geschichte anhand wichtiger Momente der europäischen und Weltgeschichte, mit Schwerpunkt auf Sklavenhandel und die zwei Weltkriege. Die begrünten Wassergräben und die nächtliche Illumination lohnen einen Besuch.
  • Les Machines de l’Île (dt. Inselmaschinen): Kunstprojekt auf dem ehemaligen Werft-Gelände von Nantes, das monumentale Tiermaschinen zum Leben erweckt hat und dafür als originellste Attraktion der Welt ausgezeichnet wurde. Ein riesiger Elefant steht hier neben Mantarochen und Seeschlangen. Die Besucher können beim Entstehungsprozess der Holzskulpturen live dabei sein. Eine Mischung aus den Phantasiewelten von Jules Verne, dem mechanischen Universum des Leonardo da Vinci und der industriellen Geschichte von Nantes.
  • Mémorial de l'abolition de l'esclavage (Mahnmal für die Abschaffung der Sklaverei): Während des 18. Jahrhunderts wurden mehr als 40% des französischen Sklavenhandels über Nantes abgewickelt. An diesen dunklen Teil der (Stadt-) Geschichte erinnert seit 2012 ein Mahnmal. Am geschichtsträchtigen Quai de la Fosse - hier legten die Sklavenschiffe an, bevor sie nach Afrika aufbrachen - erwarten den Besucher drei Rundgänge, die an die Verschleppten erinnern, den Kampf gegen die Sklaverei dokumentieren, aber auch die Rolle Frankreichs und Nantes im Speziellen kritisch hinterfragen und auf heutige Formen der Sklaverei hinweisen.
  • Der Kunstparcours Estuaire-Nantes - Saint-Nazaire: Entdecken Sie die Mündung von der Stadt aus bis ans Meer und die 30 Werke der Dauersammlung gleich mit. In Nantes (11 Kunstwerke), Saint-Nazaire und auf den 60 km der die beiden Städte verbindenen Loire-Mündung können Sie im Kunstparcours Estuaire ein faszinierendes Gebiet mit seinem Natur- und Kulturerbe entdecken.
  • Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul: Die Kathedrale wurde zwischen 1434 und 1891 errichtet. Mit ihrer gotischen Fassade, den beiden Türmen, ihren Säulen, die höher sind als die von Notre Dame de Paris (37,50 m), dem Grab von Franz II. und von Marguerite de Foix, ist sie ein Meisterwerk der Renaissance und verdient auf jeden Fall volle Aufmerksamkeit.
  • Kulturzentrum lieu unique: Als alternatives Kulturzentrum gestartet, ist das lieu unique heute wohl eines der ungewöhnlichsten Nationaltheater Frankreichs. In den Räumen der ehemaligen Keksfabrik - die Butterkekse der Marke LU wurden hier hergestellt - finden sich neben dem Theater, eine Bar, Konzerträume, ein Restaurant, ein Ausstellungsraum und sogar ein Hamam (türkisches Dampfbad). Vom Turm der ehemaligen Fabrik haben Sie einen tollen Ausblick auf Nantes.
  • Jardin des Plantes (Botanischer Garten): Auf insgesamt 7 Hektar gibt es exotische und heimische Pflanzen zu bestaunen. Kleine Besucher können sich auf dem großen Spielplatz amüsieren, während die Großen sich einen Kaffee im Café de l'Orangerie gönnen.
  • Passage Pommeraye: Die Einkaufsmeile lässt nicht nur die Herzen von Shopping-Freunden höher schlagen, in erster Linie ist sie ein Muss für Architektur-Interessierte. Die 1843 erbaute Passage steht unter Denkmalschutz und diente häufig als Filmkulisse. Das Fremdenverkehrsbüro von Nantes bietet kommentierte Führungen an.
  • Muscadet-Weinbaugebiet: Unweit von Nantes erstreckt sich das Weinanbaugebiet Muscadet, das Teil der Weinregion Loire ist.

Le Musée d'Arts - von der alten zur zeitgenössischen Kunst

Im Juni 2017 wird das Musée des Beaux Arts vollständig wiedereröffnet und nennt sich dann Musée d’Arts. Die Projektleitung hat das Architekturbüro Stanton-Williams (Royal National Theater, London Tower, Belgrade Theater, etc.). Im Ganzen verfügt das Museum über 17.000 m², mehrere Ausstellungssäle und ein Auditorium. In Aussicht gestellt sind 30% mehr Ausstellungsfläche für eines der wenigen „generalistischen“ Museen in Frankreich. In der Tat ist es – mit Grenoble – das einzige Haus in der Provinz, das ein derart breitgefächertes Panorama künstlerischen Schaffens aus dem 13. bis 21. Jahrhundert vorzuweisen hat. Unter den 10.000 Werken (Bildern, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und zeitgenössischen Installationen) befinden sich mehrere Hundert Meisterwerke von De la Tour, Ingres, Courbet, Chagall, Kandinsky, Picasso... Moderne Kunst, Videos oder digitale Installationen finden hier ihren Platz neben klassischen Gemälden und alten Kunstgegenständen.

Nantes entdecken

Kommen Sie nach Nantes und entdecken Sie mit dem Pass Nantes die Vielfältigkeit der Stadt. Der Pass Nantes bietet freien Eintritt zu 30 Sehenswürdigkeiten in und um Nantes. Sie können die zahlreichen Gärten besichtigen, eine Flussfahrt auf der Loire machen, die bekannte Galerie des Machines oder das Carrousel des Mondes Marins besuchen und vieles mehr. Das Schloss Château des ducs de Bretagne zählt auch zu einem beliebten Ausflugsziel, welches Sie kostenlos mit dem Pass Nantes besichtigen können. Mehr Informationen finden Sie im Reiseführer.

Veranstaltungen

  • Festival Le Voyage à Nantes (Ende Juni bis Ende August): Jeden Sommer lädt Le Voyage à Nantes – das Event zum Stadtparcours gleichen Namens – Künstler und Kulturschaffende dazu ein, den öffentlichen Raum zu bespielen. Zu sehen gibt es: temporäre Installationen, Kunstwerke. Zu erleben: gesellige Orte, unerwartete Zusammentreffen. Zu verkosten: lokale Produkte aus den Gemüsegärten im Zentrum oder gekocht in den Küchen, die für kurze Zeit am Ufer der Loire installiert sind.
  • Musikfestival "La Folle Journée" (Januar bis Februar): Einmal im Jahr steht ganz Nantes im Zeichen der klassischen Musik. Das Programm kann jeweils ab Mitte Dezember über die Internetseite des Fremdenverkehrsamt eingesehen werden.
  • Hardcore-Festival Hellfest (Juni): Seit 10 Jahren findet das HELLFEST in der kleinen Stadt Clisson statt und hat sich hier schnell zu einem der führenden europäischen Festivals für extreme Musikrichtungen entwickelt. Eine Mischung aus Hardcore, Punk, Grind, Death Metal, Trash… mehr als 100 Künstler aus aller Welt spielen auf mehreren Bühnen. 
  • Les Rendez-vous de l'Erdre (Ende August): Begegnung von Jazz und Bootssport. Auf den Kais der Erdre, mitten in Nantes, schafft die Verbindung von Wasser und Musik eine ganz besondere Atmosphäre im Herzen des populären und kostenlosen Festivals.
  • Scopitone (September): Als Festival für Medienkreative schafft Scopitone einen geselligen und populären Austausch zwischen Künstlern, Musikern, Filmschaffenden, Skulpteuren und Grafikdesignern.
  • Festival des 3 continents (November bis Dezember): Nantes lädt jedes Jahr Filmschaffende aus Latein-Amerika, Afrika und Asien zum großen Filmfest ein.

Anreise

  • Mit dem Zug: TGV-Bahnhof: 2h von Paris, 4h30 von Lyon, 4h von Lille
  • Mit dem Flugzeug: Flughafen: Nantes-Atlantique (10 km vom Zentrum); Direktflüge von Basel-Mulhouse-Freiburg und Genf (Easyjet), Düsseldorf (HOP!), Berlin (Transavia), München (Lufthansa, Volotea)
  • Transfer vom Flughafen: Flughafen-Shuttle bis Stadtzentrum alle 20-30 Minuten, Preis: 8,50€;
  • Mit dem Auto: Autobahnen: A11, A83 (390 km von Paris)

Informationen

Office de Tourisme de Nantes (Fremdenverkehrsamt Nantes)
9, rue des Etats, F-44000 Nantes
Tel.: +33 (0)2 72 64 04 79
Öffnungszeiten:
Mo-Sa von 10.00-18.00 Uhr, So und feiertags 10.00-17.00 Uhr, im Juli und August täglich von 9.00-19.00 Uhr
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar

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