Musée Picasso Antibes

  • Das Picasso Museum in Antibes

    Das Picasso Museum in Antibes

    © Abxbay [CC-BY-SA-3.0] Wikimedia Commons

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Musée Picasso Antibes antibes fr

Das Picasso-Museum von Antibes-Juan-les-Pins liegt auf der ehemaligen Akropolis der griechischen Stadt Antipolis. Bis Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Schloss von der Familie Grimaldi bewohnt. 1925 wurde es von der Stadt Antibes gekauft, die es in ein Museum für Geschichte und Archäologie umwandelte. 1945 wurde es in das Museum Grimaldi umgestaltet. Hier fand sich auch Picasso ein, der 1946 das Angebot erhielt, einen Teil des Museums als Atelier zu nutzen. Erst 1966 änderte das Museum seinen Namen in Picasso-Museum und wurde damit das erste Museum, das sich einem Künstler noch zu seinen Lebzeiten widmet.

Die Sammlung des Picasso-Museums

Während er in Antibes verweilte, realisierte Picasso zahlreiche Werke (Malereien, Zeichnungen, Bildteppiche und Keramiken). Als Dank an die Stadt, dessen Ehrenbürger er später wurde, schenkte Picasso ihr 23 Werke, die den Grundstein der heutigen Sammlung legte. 1990 erhielt das Museum weitere Werke, die aus dem Nachlass von Picasso zweiter Ehefrau Jacqueline stammten.  Diese wurden später durch zahlreichen Spenden und Erwerbungen vervollständigt.

Neben Bildern werden heute Skulpturen und Keramiken Picasso's sowie Werke anderer Künstler aus dem 20. Jahrhundert, wie Arbeiten von Miró und Max Ernst, gezeigt.

Picasso und Südfrankreich

Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg hat Picasso sich durchgehend in Paris aufgehalten. Die deutschen Besatzer hatten ihm aufgrund seiner Gegnerschaft zum spanischen Diktator Franco Ausstellungsverbot erteilt, auch sein Antrag auf die französische Staatsbürgerschaft wurde durch die Besatzer abgelehnt. Diese Jahre der Isolation und inneren Emmigration wurden ab 1945 von immer häufiger werdenden Besuchen an der französischen Mittelmeerküste abgelöst. Der mediterrane Raum bedeutete neue Inspiration für den Künstler und führte zu Begegnungen mit Künstler-Kollegen wie Matisse, dessen Malweise deutliche Spuren in Picasson Spätwerk hinterließ. Während seiner Zeit in Südfrankreich exprimentierte Picasso, inspiriert durch die traditionelle regionale Töpferei, insbesondere mit Keramiken.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten und Preise

Montags geschlossen.
16. September - 14. Juni: 10: 00- 12:00 / 14:00 - 18:00
15. Juni - 15. September: 10:00- 18:00 (Einlass bis 17:30). Juli, August sowie Mittwochs und Freitags bis 20:00 Uhr (Einlass bis 19:30)
Geschlossen an 1 Januar, 1 Mai, 1 November und 25 Dezember

Eintritt :
Normaltarif : 6 €
Ermässigter Tarif (Stundenten, Lehrer, Renter über 65, Gruppen ab 15 Personen): 3 €
Bis 17 Jahre : Freier Eintritt
Inhaber einer Schwerbehindertenausweises : Freier Eintritt

Hinweise für Menschen mit Behinderungen

Das Museum ist barrierefrei und kann von Rollstuhlfahrern besucht werden. Für Menschen mit geistigen Behinderungen werden spezielle Führungen und mitmach-Kurse angeboten (Reservierung nötig, max. 8 Personen). Für Blinde und sehbehinderte Menschen werden Führungen (auf frz., nur nach Absprache) angeboten, viele der ausgestellten Werke sind außerdem mit taktillen und auditiven Hilfmitteln versehen. Blindenhunde sind selbstverständlich erlaubt. Nach Absprache werden Führungen für Menschen mit Hörbehinderungen in Gebärdensprache organisiert

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