Dominique: Mein Paris - 14. Arrondissement

  • Mit Dominique durch das 14. Arrondissement: die Rue des Thermopyles

    Mit Dominique durch das 14. Arrondissement: die Rue des Thermopyles

    © Paris Tourist Office - Marc Bertrand

Dominique: Mein Paris - 14. Arrondissement rue des thermopyles paris fr

Die Highlights von Dominique im Überblick:

  • Geheimtipp: Impasse Florimond
  • Schöne Straße: Rue des Thermopyles
  • Liebster Ausblick: Place de Catalogne
  • Sehenswerte Architektur: Notre-Dame-du-Travail
  • Kunst und Kultur: Rue Lebois 7
  • Liebster Park: Park des Krankenhauses St. Joseph


Bei meinen Spaziergängen durch Paris habe ich oft Georges Brassens und seine Gitarre im Ohr, ganz besonders in der Impasse Florimond! In der Hausnummer 9 hat Georges Brassens während des Zweiten Weltkriegs (und noch ein wenig länger) bei seinen Freunden Jeanne und Marcel gelebt. Danach zog es ihn in das 15. Arrondissement, ganz in die Nähe eines Parks, der heute seinen Namen trägt. Jeanne und Marcel hat er gleich zwei seiner Lieder gewidmet: La cane de Jeanne und La chanson pour l’auvergnat.

Steht mir hingegen der Sinn nach ein wenig ländlicher Idylle, zieht es mich in die Rue des Thermopyles. Die kleine Straße hat sich Aussehen und Charme des 19. Jahrhunderts bewahrt: eine schmale Gasse mit niedrigen Häusern und viel Grün. In vielen der kleinen Häuser befinden sich heute übrigens Ateliers.

 

Wesentlich weitläufiger ist der Place de Catalogne. Dieser „katalanische Platz“ wurde von Ricardo Bofill geplant, der aus - Überraschung - Katalonien stammt! Für mich und meine Nachbarn der perfekte Treffpunkt um das Feuerwerk am 14. Juli anzuschauen.

 

Nur rund 200 Meter entfernt von dem Place de Catalogne versteckt sich die Kirche Notre-Dame-du-Travail. Sie ist eng verbunden mit der Geschichte des Viertels, das einst ein Arbeiterviertel war: Im 18. Jahrhundert wollte der Geistliche Soulange-Bodin einen Ort schaffen, an dem die zahlreichen Fabrikarbeiter des Viertels zum Beten einkehren und sich zugleich Zuhause fühlen konnten. Jules Astruc ist das 1901 mit dem Bau der Pfarrkirche gelungen: von außen wirkt sie wie eine ganz „normale“ Kirche der Romantik, die Eisenkonstruktion im Inneren lässt jedoch stark an eine Fabrik denken! 

 

Heute ist von dem einstigen Quartier der Fabrikarbeiter nicht mehr viel zu spüren, stattdessen steht das 14. Arrondissement für Kunst und Kreativität. Das macht sich besonders in der Rue Lebois bemerkbar. Im Haus Nr. 7 befinden sich ein Atelier und eine Galerie. Graffitis, Mosaikes… Ich staune immer wieder! Zuletzt hat mich eine Fotoausstellung des Museums Henri Cartier-Bresson begeistert.

 

Nach meinen Ausflügen genieße ich meinen Aperitif übrigens gern im Grünen. Mein Geheimtipp: Der Park des Krankenhauses St. Joseph. Hier in der 185 Rue Raymond Losserand lässt es sich wunderbar versteckt zwischen Apfel- und Birnenbäumen ein Gläschen trinken oder einfach nur entspannen.

 

Das ist mein Paris, 

 

Dominique Veyrat

(Greeter bei Parisien d'un Jour)

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