Marais Poitevin

  • Bootsfahrt im Marais Poitevin

    Bootsfahrt im Marais Poitevin

    © Atout France - Phovoir

Marais Poitevin coulon fr

Eine sehens- und schützenswerte Landschaft

Das Marais Poitevin ist eine Sumpflandschaft an der Grenze der Regionen Neu-Aquitanien und Pays de la Loire im Westen Frankreichs. Das Sumpfgebiet Marais Poitevin umfasst 24 Gemeinden (11 in Deux-Sèvres, 2 in Charente-Maritime und 11 in der Vendée). Es ist in drei Gebiete unterteilt: 47.000 Hektar Trockengebiet, 19.000 Hektar Halbtrockengebiet und 29.000 Hektar Feuchtgebiet.

Zahlreiche Kanäle durchziehen das Feuchtmoor, weshalb es auch Venise Verte, das grüne Venedig genannt wird. Wer es gemütlich mag, kann sich mit einem Boot auf den Kanälen durch die grüne Landschaft fahren lassen oder selbst zum Paddel greifen und eine Tour im Kajak oder Kanu unternehmen. Auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann man auf 800 km ausgeschilderter Wege das Marais Poitevin erkunden.

Vergleichbar ist das Marais Poitevin mit dem Spreewald in Brandenburg (Deutschland).

Im November 2009 wurde dem Marais Poitevin und speziell dem Feuchtmoor das Prädikat „Grand Site de France“ verliehen. Dieses Naturschutzgebiet, auch „Grünes Venedig“ („Venise Verte“) genannt, ist der 7. Ort in Frankreich, der dieses Siegel erhalten hat.

Niort - Ausgangspunkt für Ausflüge in das Marais Poitevin

Niort ist heute eine wichtige Stadt der Region Neu-Aquitanien in der Landwirtschaft. Im 19. Jh. wurden zahlreiche Bauwerke errichtet, wie die Halle aus Glas und Metall im Stil von Baltard oder das neue Rathaus. Die Ufer der Sèvre, die die Stadt mit dem Marais Poitevin verbindet, wurden bebaut: Kais und mit Bäumen bepflanzte Treidelpfade bilden die angenehme Coulée Verte. Die Messen und Märkte sind ein perfekter Ort, um Ziegenkäse (größter Hersteller des Departements), tourteau fromager oder mit Engelwurz gewürzte Speisen zu probieren. In der Haupteinkaufsstraße der Stadt befinden sich vier bronzefarbene Drachen. Die Legende besagt, dass diese Tiere Ende des 12. Jhs. im Sumpfgebiet spukten. Einer der Drachen soll von einem Ritter besiegt worden sein.