Grotte von Lascaux

  • Höhlenmalerei in der Grotte von Lascaux

    Höhlenmalerei in der Grotte von Lascaux

    © CP Semitour Perigord

Grotte von Lascaux Montignac fr

Eine tausendjährige Geschichte

Sie gilt als „Sixtinische Kapelle der Höhenmalerei“ und zählt zu den bedeutendsten Fundstätten prähistorischer Zeit: die Höhle von Lascaux. Als vier Jugendliche sich 1940 in der Nähe von Montignac im Département Dordogne in ein Erdloch hinabließen, ahnten sie nicht, was sie dort finden würden: die besterhaltenen prähistorischen Malereien Europas. Mehr als 2000 Figuren und Zeichen sind hier auf beiden Seiten eines nur 150 Meter langen schmalen Höhlenganges entstanden. Neueste Untersuchungen weisen darauf hin, dass ihre Entstehung bis zu 19.000 Jahre vor Christus zurückreicht.

Die Bilder zeigen vor allem Tiere wie Auerochsen, Wisente, Hirsche und Pferde in einem ganz eigenwilligen Stil, aber teils auch menschliche Figuren – so sieht man etwa im „Apsis“ genannten Höhlenbereich einen Menschen, der von einem verletzten Wisent angegriffen wird. Je nach Untergrund gemalt oder geritzt, verströmen die gelben, roten, braunen und schwarzen Farbtöne dieser uralten Abbildungen eine eigentümliche und unverwechselbare Atmosphäre.

Lascaux II

Seit 1949 der Öffentlichkeit zugänglich, musste die Höhle 1963 geschlossen werden. Denn die Atemluft der täglich mehr als Tausend Besucher setzte den Kunstwerken zu und drohte, sie zu zerstören. Noch heute sind sie – trotz aufwändiger Belüftungs- und Klimaregulierungssysteme – von Pilzbefall und Schimmel bedroht. Besucher können die Kunstwerke seit 1983 trotzdem bestaunen: in Lascaux II, einer originalgetreuen Nachbildung der Höhle, die für mehrere Millionen in einem benachbarten Steinbruch angelegt wurde.

Die dort von Monique Peytral gestalteten Höhlenmalereien gleichen ihren Vorbildern bis ins kleinste Detail. Und so staunt man nicht schlecht, wenn man durch das dunkle Entree in den „Saal der Stiere“, eines der vollkommensten Beispiele steinzeitlicher Malerei, und von dort weiter in das „Axiale Divertikel“ gelangt. Nur diese beiden Räume sind in Lascaux 2 nachgebildet.

Weitere Abschnitte von Lascaux 1 sind die Passage, das Schiff, die Galerie der Feliden, die Apsis und der Schacht. Auf der offiziellen Website der Höhle von Lascaux (siehe unten) kann man sich einen hervorragenden Eindruck von den Malereien verschaffen. Man findet dort eindrucksvolle Fotos und Videos sowie ausführliche Informationen zur Entstehung, Erforschung und Konservierung dieser bedeutenden Kunststätte.

Montignac ist eine Kleinstadt im Département Dordogne in der Region Aquitaine. Sie liegt am Ufer der Vezère. Neben der Höhle von Lascaux lohnt es sich, dem nahegelegenen Museum für Prähistorische Kunst in Le Thot einen Besuch abzustatten. Viele weitere prähistorsiche Fundstätten sowie das Musée national de Préhistoire findet man südwestlich von Montignac, bei Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil, ebenfalls im Vezére-Tal gelegen.

Öffnungszeiten 2016:

  • 06. Februar bis 1. April: Täglich außer montags,10.00 - 12.30 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
  • 2. April bis 5. Juli: Täglich von 9.30 - 18.00 Uhr
  • 6. Juli bis 31. August: Täglich von 9.00 – 19.00 Uhr
  • 1. September bis 2. November: Täglich von 9.30 - 18.00 Uhr
  • 3. November bis 31. Dezember: Täglich außer montags, 10.00 - 12:30 und 14.00 bis 17.30 Uhr
  • Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar

Eintrittspreise: 

Erwachsene: 10,50 Euro
Kinder von 5-12 Jahre: 6,50 Euro
Unter 5 Jahre kostenlos

Anfahrt:

  • Mit dem Auto: über die Autobahn A 89 (Clérmont-Ferrand–Bordeaux), Ausfahrt Nr. 17, weiter über die D 6089 via Le Lardin-St-Lazare auf die D 704 nach Montignac. Von dort der Beschilderung folgen.
  • Mit dem Zug: Bahnhof Condat-le-Lardin (in 10km Entfernung)