Gastronomie auf der Insel La Réunion

  • Gastronomie auf La Réunion

    Gastronomie auf La Réunion

    © IRT - L.Canovas

  • Gastronomie auf La Réunion

    Gastronomie auf La Réunion

    © T.Haltner

  • Litschis wachsen überall auf La Réunion

    Litschis wachsen überall auf La Réunion

    © IRT - E-Virin

  • Samoussas

    Samoussas

    © IRT - Emmanuel Virin

  • Rhum arrangé - angemachter Rum

    Rhum arrangé - angemachter Rum

    © IRT - Studio Lumière

Gastronomie auf der Insel La Réunion re

Die Küche der Insel La Réunion ist eine Mischung der Kulturen, die sich auf der Insel wiederfinden. Man findet französische, madagassische, chinesische und indische Einflüsse und Gerichte.

Apéritif und Vorspeisen

Die aus Indien stammenden Samoussas - dreieckige, frittierte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen - werden gern als Aperitif gegessen, begleitet von einem kreolischen Punsch.

Aus der chinesischen Küche stammen die Bouchons, von Reismehlteig umhüllte Fleischbällchen. Ein weiterer kreolischer Appetitanreger sind die Bonbons piments. Sie werden aus Bohnen gemacht und man findet sie überall auf den Märkten in den Camion-Bars (Food-Trucks).

Als Vorspeise werden auch Palmistensalat oder Chouchou bzw. Chayote gereicht. Letzterer ist ein Kürbisgewächs, das im Talkessel von Salazie an Telefonmasten wächst. Und natürlich Fisch darf nicht fehlen, diese werden zumeist geräuchert als Vorspeise serviert.

Wichtige Zutaten der reunionesischen Küche

In vielen Gerichten wird Piment verwendet, denn auf La Réunion ist man gern scharf. Zum Beispiel in Achard. Das sind Gemüsestreifen in einer Pimentmarinade. Als Beilage zu den Gerichten wird oft Rougail gereicht, klein geschnittene Früchte oder Gemüse mit Piment, Salz, Zwiebeln und Öl. Davon gibt es die verschiedensten Sorten: Tomatenrougail, Auberginenrougail, Mangorougail, Zitronenrougail... Mitteleuropäer sollten ihn erst einmal in kleinen Dosen testen – wegen seiner oft beachtlichen Schärfe!

Als Beilage werden neben Reis auch Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen oder Linsen aus Cilaos gereicht.

Spezialitäten

Auf La Réunion begegnet einem unweigerlich ein Cari, das dem typischen Curry der indischen Küche entstammt. Dabei handelt es sich um ein Ragout aus verschiedenen Zutaten, wie Fisch, Fleisch oder Gemüse, dem Piment zu beachtlicher Schärfe verhilft. Als Beilagen dienen Reis, Getreide, Hülsenfrüchte, z.B. Linsen oder  Bohnen.

Der Name Rougail steht nicht nur für die gewürzte Gemüsezugabe, sondern auch eine Variante des Cari: Rougail saucisses, ein Cari aus Wurst, oder Rougail Morue, ein Stockfischcari.

Süßes, Getränke und Früchte

Die Bourbon-Vanille (Île de Bourbon ist der alte Inselname) wird sowohl beim Gebäck als auch bei verschiedenen Gerichten verwendet, wie etwa der berühmten Ente mit Vanille. Aber sie verhilft auch Punsch, Rum und Kaffee zu einem unverwechselbarem Geschmack.

A propos Rum: Es gibt zwei Arten, den Rhum agricole, der direkt aus dem fermentierten und destillierten Saft des Zuckerrohrs gewonnen wird, und den Rhum industriel, bei dem die Melasse fermentiert. Ein Punsch besteht in der Regel aus frischen Früchten (Ananas, Orange, Passionsfrüchte…), eventuell versüßt mit Zuckerrohrsirup, aufgefüllt mit einem kräftigen Schuss weißen Rums. Zucker wird auf La Réunion auf den Zuckerrohr-Plantagen gewonnen und verkauft.

Auf der Insel La Réunion gedeihen dank des ganzjährig milden Klimas zahlreiche Tropenfrüchte. Die Litschi, die um Weihnachten reif ist, wächst überall auf der Insel. Auch Mangos oder Ananas gedeihen hier prächtig und finden regelmäßig Anwendung in der kreolischen Küche. Aber es gibt auch Bananen, Corossol, Maracuja, Pitaya, Tangor und sogar Pfirsiche.

Weitere Informationen