Erinnerung an die Dover Patrol

  • Der Obelisk soll an den Einsatz der Dover Patrol erinnern

    Der Obelisk soll an den Einsatz der Dover Patrol erinnern

    © A.S. Flament

Erinnerung an die Dover Patrol sangette fr

Beim Spaziergang über die Klippen des Cap-Blanc-Nez in der französischen Stadt Sangette im Departement Nord-Pas-de-Calais ist der 1922 eingeweihte Obelisk "zum Gedächtnis an die glorreiche Zusammenarbeit und die ehrenhafte Kameradschaft der französischen und britischen Marine im Ersten Weltkrieg" nicht zu übersehen. Zusammen mit seinem Nachbau auf der englischen Seite des Ärmelkanals in  St. Margaret-at-Cliff in der Nähe von Dover zeugt dieses Monument von den Aktivitäten der Dover Patrol (dt. Patrouille von Dover) zur Verteidigung der strategisch wichtigen Straße von Calais im Laufe des Ersten Weltkriegs.

Der Ärmelkanal als Kriegsschauplatz

Ab September 1914 machte die deutsche Armee mit ihrer U-Boot-Flottte die Meerenge der Straße von Calais zu einem neuen Kriegsschauplatz und machten sich die Meerenge für einen Ermüdungskrieg gegen die Militär- und Handelsflotte der Alliierten auf dem Ärmelkanal und dem Atlantischen Ozean zu Nutze. Rasch sah die britische Reichsarmee, die auf dem Kontinent stationiert war, ihre Seewege für die Versorgung zu den Häfen von Boulogne, Calais und Dunkerque aber auch für die Überführung der Truppen aus den entlegenen Hoheitsgebieten des Reichs, in Gefahr. Den Zugriff der deutschen Truppen auf die Meeresenge verhindert, sollte die neu eingesetzte französisch-britische Patrouille von Dover.

Die Patrouille von Dover

Bestehend aus einer bunt zusammengewürfelten Flotte, die von Luftstreitkräften und Unterseeboten unterstützt wurde, bestand die Aufgabe der Patrouille darin, die Sicherheit in der Meerenge und der Nordsee zu gewährleisten. Zu diesem Zweck begleiteten ihre Einheiten die Schiffe, welche Truppen, Verletzte oder Waren transportierten, räumten die Minen, welche die deutschen U-Boote gelegt hatten, und unterhielten ein eigenes Minenfeld, welches sich von der französischen Küstenlinie bis zur englischen erstreckte.

Am 23. April 1918 unternahm die Patrouille einen Vorstoß, mit dem Ziel, die belgischen Häfen von Zeebrugge und Ostende zu blockieren, in denen die deutschen U-Boote stationiert waren. Obwohl diese Aktion nur beschränkt erfolgreich war, machte sie die Patrouille bekannt. Mit einer Basis in Dover und einer zweiten in Dunkerque fand die Patrouille mit der französischen Marine einen wertvollen Verbündeten im Kampf gegen die deutschen U-Boote und für die Minenräumung.

Die internationale Ehrung der Patrouille

Genau diese Zusammenarbeit ist es, an welche die Monumente von St. Margaret und dem Cap-Blanc-Nez erinnern sollen. Ein dritter Obelisk zu Ehren der Patrouille, deren Aktivitäten sich unterstützt durch die amerikanische Marine auch auf den Atlantischen Ozean erstreckten, soll im Rahmen des Centenaire am Eingang des New-Yorker Hafens errichtet werden.