Die Natur in Nordfrankreich

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    Natur in Nordfrankreich

    © Atout France - Phovoir

Die Natur in Nordfrankreich Lille fr

Die Landschaft

Hinter den grünen Hügeln der Minen, die mittlerweile zu den historischen Kulturgütern der Region gehören, bilden Wiesen und Hecken eine charmante Hainlandschaft, vor allem im Regionalpark Avesnois. Auch die regionalen Naturparks Scarpe-Escaut und Caps et Marais d'Opale (Kaps und Sümpfe der Opalküste) schützen ökologisch wertvolle Biotope. In den Monts de Flandre erheben sich die Hügel, von denen man bei klarer Sicht bis zum Ärmelkanal blicken kann. Im Sumpfgebiet Audomarois leben 300 Pflanzen- und 210 Vogelarten. Auch die Bucht der Somme ist ein einzigartiges Biotop und Rückzugsort zahlreicher Vogelarten. Der Wald von Compiègne ist für seine jahrhunderte alten Bäume berühmt, darunter eine 1000-jährige Eibe.

Die 140 km lange Küste (2 Küstenbereiche: Côte d’Opale (Opalküste) von Berck-sur-Mer bis Calais, die Dunes de Flandres (flandrische Dünen) zwischen Dunkerque und der belgischen Grenze) steht für breite Strände aus feinem Sand mit dahinterliegenden, geschützten Dünenlandschaften. Von den von Wellen umtosten Steilküsten am Cap Gris Nez und Cap Blanc Nez kann man bei gutem Wetter die englische Kanalküste sehen - die kürzeste Entfernung beläuft sich auf 28 Kilometer! Bei Ebbe ist der Sandstrand der Opalküste Hunderte von Metern breit: ideal zum Strandsegeln.

 

Wanderungen

Herrlich wandern kann man in den Ebenen von Flandern, Artois, Thiérache, rund um die Moorgebiete bei St. Omer und in den Tälern des Flusses Aa. Mit mehr als 3.000 km gut gepflegten, ausgeschilderten Wanderwegen bietet die Region eine fantastische Auswahl an Spaziergängen und Wanderungen durch Sümpfe, Gärten, über Flüsse, Kanäle, Hügel und Dünen, von der Côte d'Opale bis zum Fluss Sensée, durch das Boulonnais, Audomarois und das Artois. Im Wals von Compiègne gibt es ein ausgedehntes Wanderwegenetz, das von Louis XIV angelegt wurde.

 

Radtouren

Die Region ist bekannt für Radwege mit Kopfsteinpflaster, bspw. zwischen Paris und Roubaix. In puncto Radtourismus kann man auch ohne Bedenken den Hügel von Long Buisson erklimmen, nahe Bavay, der einen auf 145 m Höhe bringt. Auch der Mont des Cats und Saint-Amand-les-Eaux bieten interessante Strecken. Val Joly (bei Avesnes-sur-Helpe) bietet eine ausgeschilderte Mountainbikestrecke am Ufer des Sees.

32 touristische Radwege in Pas de Calais tragen eine namentliche Kennzeichnung und folgen für optimale Sicherheit reinen Radwegen oder Straßen mit wenig Durchgangsverkehr. An jedem Ausgangspunkt informiert ein Schild die Radfahrer über Schwierigkeit der Route sowie Entfernung und Sicherheitshinweise.

 

Wasserwege

Früher ein Revier des Bergbaus und der Industrie, präsentiert sich die Region heute sehr wasserreich mit 700 km an Kanälen und schiffbaren Flüssen, die vor allem den noch im Dienste stehenden Lastkähnen vorbehalten sind. Diese bieten manchmal "Gästezimmer" an. Ein gutes Dutzend Sportboothäfen und über 40 Wasserrastplätze stehen den Freizeitkapitänen zur Verfügung, vor allem auf dem Kanal Lys oder im Tal der Scarpe-Escaut. Der Somme-Kanal bietet eine Flussfahrt "inmitten von Feldern". Hier begleitet man einen echten Binnenschiffer auf seinem Lastkahn.

 

Gastronomie und regionale Spezialitäten

Wenn Bier als Synonym für abendliche Geselligkeit steht (zahlreiche Brauereien sind hier ansässig), dann ist es die Kaffeepause, die am Tage in den Bistros und Herbergen auf dem Land den Takt vorgibt. Gerösteten Chicorée gibts gern zum Frühstück, bevor es auf die Kartoffel- und Chicoreefelder geht. Der Maroilles-Käse, bekannt durch den Kultfilm "Willkommen bei den Chtis", wird gern als deftige Zwischenmahlzeit (an der frischen Luft) serviert. In der Nähe von Amiens gibt es eine ganze Palette an Gemüsegärten, angebaut auf kleinen Inseln, die nur mit dem Boot erreichbar sind. Es handelt sich hierbei um die berühmten "Hortillonage", auch "schwimmende Gärten" genannt.

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