Die französische Atlantikküste

  • Dune du Pyla

    Dune du Pyla

    © Atout France - Phovoir

  • Strand im Département Landes

    Strand im Département Landes

    © Atout France - Phovoir

  • Glenans-Inseln aus der Luft

    Glenans-Inseln aus der Luft

    © CRTB - Nicolas Job

  • Saint Nazaire

    Saint Nazaire

    © Atout France - Phovoir

  • Ile d'Oléron

    Ile d'Oléron

    © Atout France - Phovoir

  • Salzfelder an der Atlantikküste

    Salzfelder an der Atlantikküste

    © Atout France - Phovoir

Die französische Atlantikküste biscarrosse fr

Die legendäre kalifornische Band „Beach Boys“ hätte sich die Inspiration für ihre Songs statt in Kalifornien auch hier holen können. Denn „Surf, Beat & Fun“ oder „Good Vibrations“ gehören auch an der französischen Atlantikküste zum Lebensgefühl. Die Wellen rollen hier – vielleicht eine Handbreit niedriger – genauso schön. Aber anders als „drüben“ im Pazifik ist der Landstrich zwischen der Südgrenze der Bretagne und Spaniens Nordgrenze gespickt mit wundervollen Orten und Städten voller Charme und Historie. Verträumte Fischerdörfer, glanzvolle Badeorte und geschichtsreiche Hafenstädte gilt es zu entdecken. Die menschliche Ernährung basiert weniger auf Chips und Burger, sondern eher auf dem, was Frankreich als weltweite Nr. 1 in Sachen Esskultur ausmacht.

Unbedingt sehenswert

  • Salzsümpfe der Guérande-Halbinsel (Region Pays de la Loire) inklusive mittelalterlicher Altstadt. Das von hier stammende Salz genießt in Frankreich einen legendären Ruf.
  • Im Schloss von Pornic (Region Pays de la Loire) begegnet man unter Umständen dem Geist von Gilles de Rais, auch bekannt als "Blaubart".
  • Das Aquarium von La Rochelle (Region Poitou-Charentes) beherbergt die schönsten und größten europäischen Fischarten.
  • Das Fort Boyard (Region Poitou-Charentes), bekannt aus der gleichnamigen Fernsehsendung. Boote bringen Sie von Boardville oder Fouras aus zu dieser Festungsinsel aus dem 19. Jahrhundert
  • Das Médoc (Region Aquitaine), die am meisten vom Wein geprägte Halbinsel der Welt. Die Winery, ein zeitgenössisches Stahl- und Glasgebäude, vermittelt Ihnen das ABC der Oenologie.
  • Das Bassin d'Arcachon (Region Aquitaine) mit Pfahlhütten, Häfen und malerischen Orten.
  • Die Dune du Pyla (Region Aquitaine) ist mit 114 Metern die höchste Düne Europas.
  • Mit 7000 m² Fläche und 25 Panorama-Aquarien widmet sich das Musée de la Mer in Biarritz (Region Aquitaine) der faszinierenden Unterwasserwelt. Bei der Cité de l'Océan et du Surf geht es um alles, was es auf und unter Wasser zu wissen gilt. 
  • Das Château d'Antoine in Hendaye (Region Aquitaine), ein neogotischer Bau, umfasst auch ein Observatorium und eine Kapelle. 
  • Lac de Biscarrosse (Region Aquitaine), mit 25° Wassertemperatur eine Alternative für alle, denen der Atlantik zu kalt ist.

Die Küste der Region Pays de la Loire

Touristisch gesehen beginnt die französische Atlantikküste an der Halbinsel von Guérande und den berühmten Salzsümpfen. Die enden im Südwesten an der Halbinsel von Pornic, einem pittoresken Fischerhafen mit Fachwerk-Ambiente. Zu Beginn der Badesaison schicken französische Fernsehsender ihre Reporter gern an die Côte d'Amour nach La Baule oder Pornichet – mildes Klima und wundervolle Strände garantieren auf 9 Kilometer Länge stets gute Bilder und begeisterte Interviewpartner. Die 345 Meter lange "Queen Mary II" wurde in der Werft von Saint-Nazaire erbaut. Schlösser bevorzugen hervorragende Lagen, das Château von Gilles le Rais in Pornic, das die Baie de Bourgneuf dominiert, bildet da keine Ausnahme.

Die „Küste des Lichts“ (Côte de Lumière) verdankt ihren Namen einer Sonnenscheindauer à la Mittelmeer. Geografisch reicht sie im Département Vendée vom Badeort Saint Jean de Monts über den Startort der geradezu mythischen „Vendée Globe“ (Regatta für Einhandsegler rund um den Globus), Sables d’Olonne, bis nach La Tranche-sur-Mer.

Die Küste von Poitou-Charentes

Die mächtigen Befestigungsanlagen des Hafens verhalfen La Rochelle zum Beinamen „Tor zum Ozean“. Weiter südlich liegt Châtelaillon-Plage mit seinem Naturschutzgebiet der Yves-Sümpfe am Eingang zur Gironde-Bucht. Die sogenannten „Carrelets“, große Netze, die von Pfahlhütten aus zu Wasser gelassen werden, gehören in Saint-Palais-sur-Mer zu den beliebtesten Fotomotiven. Der 1950 rekonstruierten historischen Bausubstanz verdankt Royan das Label „Ville d’Art et d’Histoire“.

Die Küste der Aquitaine

Wir erreichen nunmehr die Silberküste der Aquitaine (Côte d'Argent) und damit Lacanau, Austragungsort spektakulärer Surfwettbewerbe. Die 53 Meter Höhe des Leuchtturms bei Lège Cap Ferrat garantieren, dass man die Übersicht über Ozean, das Becken von Arcachon und die Düne Pyla behält. Biscarrosse nennt gleich zwei Seen sein Eigen, Mimizan allerdings auch. Surffreaks wissen zu jeder Tages und Nachtzeit, wann und wo in Hossegor und Capbreton an der Côte Basque die Wellen am schönsten brechen. Und auch wenn wir hier hauptsächlich von Küsten reden. Im Hinterland liegt mit dem Forêt de Pins Maritimes des Landes de Gascogne, der größte Wald Europas.

Wenn „Sonnenkönige“ sich einen Ort zum Hochzeiten aussuchen, darf man getrost Besonderes erwarten. Ludwig XIV. gab 1660 jedenfalls Maria-Theresia von Spanien in der Kirche von Saint-Jean de Luz das Jawort. Und damit sind wir im Baskenland angekommen – was angesichts der schmucken weiß-roten Fachwerkhäuser unübersehbar ist. Zu den traditionellen Sportarten Rugby und Pelota gesellt sich in Anglet oder Biarritz schon seit längerem das Surfen. Der Festungs-Architekt Vauban entwarf auch die Anlagen von Bayonne. Am Ende einer reizvollen „Corniche“ liegt Hendaye in einer Bucht, deren anderes Ufer schon zu Spanien gehört.

Inseln im Atlantik

Was wäre die Westküste ohne ihre bezaubernde Inselwelt… Dünen, lichtdurchflutete Steineichenwälder, Salzsümpfe und ein fabelhaft mildes Klima: die Markenzeichen der Ile de Noirmoutier (Pays de la Loire). Der einstige Unterschlupf von Korsaren und Abenteurern ist heutzutage durch die Passage du Gois – allerdings nur bei Ebbe - mit dem Festland verbunden.

Die Ile d’Yeu (Pays de la Loire) liegt am weitesten von der Küste entfernt. Angesichts ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist sie ein wahrhaftes Freiluftmuseum: die Dolmen des Petits Fradet und von Planche à Puare, die Leuchttürme des Hafens, das Fort Pierre Levée, aber auch das Vieux Château, das dem Zeichner Hergé als Vorlage des Château de l’Ile Noire in einer seiner „Tintin“-Episoden gedient haben soll.

Auf der Ile de Ré (Poitou-Charentes) nennt so mancher aus dem französischen Who’s Who ein mehr oder weniger bescheidenes Anwesen sein Eigen. Die Normalsterblichen erfreuen sich an immensen Dünen, weiten Wäldern mit Fischteichen und optimalen Bedingungen für alles Nautische. Motorisiertes Fortbewegen ist auf der Ile d’Aix (Poitou-Charentes) untersagt. Man besichtigt dieses naturbelassene Kleinod zu Fuß, mit Rad und Kutsche oder dem Boot.

Die Sonne verwöhnt die hinter Korsika zweitgrößte Insel des französischen Mutterlandes, die Ile d’Oléron (Poitou-Charentes), ganzjährig. Man lebt von Austernzucht und Feriengästen, die hier vor allem eine intakte Natur mit Wäldern und Salzsümpfen schätzen.

Sehenswert

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