Die Combres-Höhe in Lothringen

  • Combres-Höhe in Verdun, Lothringen

    Combres-Höhe in Verdun, Lothringen

    © CRT Lorraine/Michel PETIT

  • Kreuze auf der Combreshöhe, die an die schlimmen Schlachten während des 1.WK erinnern sollen

    Kreuze auf der Combreshöhe, die an die schlimmen Schlachten während des 1.WK erinnern sollen

    © CRT Lorraine/Michel PETIT

Die Combres-Höhe in Lothringen 55160 LES EPARGES fr

Im Département Maas in Lothringen wird die Erinnerung an die fürchterlichen Schlachten von 1914 bis 1918 noch bis heute aufrechterhalten. Die Combres-Höhe stand vor allem 1915 im Mittelpunkt der brutalen Kämpfe im Département Mass.

Schauplatz gewaltsamer Schlachten 1915

Seit der Einnahme des Saint-Mihiel-Bogens durch die Deutschen 1914, versuchten die Franzosen erfolglos dieses Gebiet zurückzugewinnen. Dadurch entwickelte sich diese erbitterte Schlacht an dem strategischen Punkt der Deutschen im südlichen Gebiet des Département Maas, die sich vorerst noch über, am Ende dann jedoch unter dem Erdboden, als sogenannter Minenkrieg abspielte.

Kämpfe am Saint-Mihiel-Bogen

Mit dem Ziel das Gebiet um den Saint-Mihiel-Bogen zurückzugewinnen stürmten die Franzosen am 17. Februar 1915 die Anhöhe „Les Éparges“ in Maas. Auf diesen Sturm folgten augenblicklich mehrere Gegenangriffe der Deutschen, wodurch diese das Gebiet zurückerobern bzw. verteidigen konnten. Von da an fanden die Schlachten beinahe ausschließlich unter der Erde in den Minen statt.

Am 9. Und 10. April 1915 schaffte es das 8. Infanterieregiment den östlichen Vorsprung der Eparges-Anhöhe einzunehmen, auch bekannt als Point X.

Zurückgewinnung durch die Amerikaner

Der deutsche Offizier und General von Stranz ordnete eine von Erfolg gekrönte Attacke auf den Graben des Hügels am 24. April 1915 an. Das im Westen des Schlachtfeldes gelegene Dorf war dort nämlich noch immer unter dem Besitz der Franzosen. Ab diesem Zeitpunkt an wurde es von den Elite-Schützen der Deutschen unter Brand gesetzt und durch die Bombardierungen nach und nach zerstört.

Auch der Kamm selbst wurde durch den Minenkrieg stark beschädigt und ist noch heute von Punkt X bis Punkt C von trichterförmigen Löchern durchzogen. Beiden Punkten wird heute durch ein Denkmal geehrt.

Auch die darauffolgenden Monate hielten die Schlachten mehr oder weniger stark an. Erst am 14. September 1918 schaffte es eine Offensive der Amerikaner die Combres-Höhe in Fresnes-en-Woëvre zurückzugewinnen.

Denkmäler der Combres-Höhe

Die trichterförmigen Löcher im Hügel und die beeindruckenden Denkmäler zeugen bis heute von diesem Minenkrieg:

  • Denkmal des 106. Infanterieregiments (Monument du 106e RI)
  • Denkmal du Génie (Monument à la gloire du Génie)
  • Denkmal der Punktes X (Monument du point X)
  • Denkmal des 302. Infanterieregiments (Monument du 302ème RI)
  • Panoramen der Punkte X und C (Les panoramas des points X et C)
  • uvm.

Am Fuße des Hügels erstreckt sich der französische Kriegsfriedhof "Cimitière du Trottoir".

Schriftsteller zu Kriegszeiten

Die natürliche Region Woëvre, die sich bis nach Metz ausbreitet, ist außerdem Schauplatz der tragischen Zusammentreffen aktiver Schriftsteller gewesen:

  • Alain Fournier und Louis Pergaud, beide 1914 ermordet
  • Jean Giono, Ernst Junger und der Akademiker Maurice Genvoix, Autor des Sammelbandes «Ceux de
    14"», das über den 1. WK berichtet

Praktische Informationen

Der Besuch der Eparges-Anhöhe ist das ganze Jahr über möglich. Der Eintritt ist kostenlos.

Vor Ort erhalten Sie Informationsbroschüren, die es Ihnen erleichtern die Geschichte dieses bedeutsamen Ortes zu verstehen.

Außerdem wurde von der ONF und der Association National du Souvenir de la Bataille de Verdun sowie den Tourismuszentren ein markierter Pfad angelegt, der Sie durch die Combres-Höhe führt. Während Sie diesem Pfad entlanggehen, folgen Sie den Spuren der Soldaten, die einst an diesen Schlachten teilgenommen haben.

Adresse

55160 Les Eparges

Kontakt

Pays d'Accueil Touristique des Côtes de Meuse
Place Taylord
55210 Vigneulles-les-Hattonchatel
Tel.: +33 (0)3 29 90 08 55
Fax: +33 (0)3 29 90 04 29

Tourismuszentrum
Tel.: +33 (0)3 29 86 14 18

Comité Départemental du Tourisme
Tel.: +33 (0)3 29 45 78 40

Sehenswert

In der Nähe