Der Nationalpark Vanoise

  • Murmeltier im Nationalpark Vanoise

    Murmeltier im Nationalpark Vanoise

    © RA Tourisme - L. Collinet

  • Wasserfall bei Champagny im Nationalpark Vanoise

    Wasserfall bei Champagny im Nationalpark Vanoise

    © RA Tourisme - JL Rigaux

  • Via Ferrata bei Aussois im Nationalpark Vanoise

    Via Ferrata bei Aussois im Nationalpark Vanoise

    © RA Tourisme - JL Rigaux

Der Nationalpark Vanoise pralognan la vanoise fr

Ein Nationalpark im Zeichen des Alpensteinbocks: Um den Hochgebirgs-Kletterer vor dem Aussterben zu retten, wurde vor 50 Jahren im Herzen der französischen Alpen der Parc national de la Vanoise gegründet. Und natürlich, um eine einmalige Landschaft vor der Zerstörung durch den Menschen zu schützen.

Er ist der älteste Nationalpark Frankreichs – und nach dem Nationalpark Ecrins derjenige mit den höchsten Bergen. Über 40 Dreitausender gibt es allein in der 528 Quadratkilometer großen Kernzone, der höchste davon ist die Grande Casse mit 3.855 Metern.

 

Einzigartige Hochgebirgslandschaft

Eine Hochgebirgslandschaft mit ganz eigenem, herbem Charme und einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt bietet der in den Grajischen Alpen im Osten des Départements Savoyen (Region Rhône-Alpes) gelegene, insgesamt knapp 2.000 Quadratkilometer große Nationalpark dem Besucher. Rund 1.600 Alpensteinböcke gibt es hier inzwischen wieder, nachdem die Population schon auf eine Handvoll Tiere im angrenzenden italienischen Nationalpark Gran Paradiso zusammengeschrumpft war.

Dazu bevölkern rund 6.000 Gämsen die Vanoise-Alpen. Außerdem, um nur die Säugetiere zu nennen, unzählige Hasen, Murmeltiere, Füchse, Marder, Dachse und Fledermäuse. Und was die Vogelwelt betrifft: Steinadler kann man hier beobachten, aber auch Tannenhäher, Schneehühner, Fliegenschnäpper und, und, und… Besonders stolz ist der Nationalpark darauf, dass es ihm gelungen ist, den bereits aus der Gegend verschwundenen Lämmergeier wieder auf seinem Terrain heimisch zu machen.

 

Drei Fernwanderwege führen durch den Nationalpark

Auch die Pflanzenwelt ist beeindruckend, umfasst sie doch rund 1.200 Arten – darunter  auch stark gefährdete wie zum Beispiel Frauenschuh oder Arnica montana. Auf insgesamt rund 600 Kilometern Wegen können Sie sich dieses Naturparadies erwandern. Mit der Via Alpina sowie den Grandes Randonnées (GR) 5 und 55 führen auch drei Fernwanderwege durch den Nationalpark. Sie können Ihre Tour selbst organisieren (Karten gibt es beim IGN, zum Teil auch im Online-Shop des Nationalparks) oder einen Guide engagieren.

Zusätzlich bietet die Nationalpark-Verwaltung geführte Touren, oft mit thematischen Schwerpunkten wie zum Beispiel Tierbeobachtung, an. Ein Auto brauchen Sie hier, ganz im Sinne eines umweltverträglichen sanften Tourismus, nicht. Denn es fahren Busse zu den Ausgangspunkten der verschiedenen Wanderwege. Quartiere für Wanderer gibt es genug – seien es zum Beispiel mit dem Label „Rando Accueil“ ausgewiesene Herbergen oder, in den Hochlagen, Berghütten.

 

Strenge Regeln in der Kernzone

Die innere Schutzzone oder Kernzone des Nationalparks unterliegt strengen Regeln. Zum Beispiel ist das Radfahren, Gleitschirmfliegen oder Mitführen von Hunden dort verboten. Die äußere Zone ist dagegen stark vom alpinen Skisport geprägt. Hier befinden sich die Wintersportorte Val-d’Isère, Tignes und Trois Vallées. Und die über 30 Tourismusbüros als Anlauf- und Infostellen für die Besucher. Zusätzlichen Nutzwert bietet das „Maison des Parcs et de la Montagne“ am Sitz des Nationalparks in Chambéry: Hier sind zu den unterschiedlichsten Themen Dokumentationen, Anschauungsmaterial und Ähnliches verfügbar.

In der Nähe