Der Hartmannswillerkopf

  • Die Aussicht auf das Elsass vom Aussichtspunkt Hartmannswillerkopf aus gesehen

    Die Aussicht auf das Elsass vom Aussichtspunkt Hartmannswillerkopf aus gesehen

    © ADT/Jacques Louis Delpal

  • Das Kriegsdenkmal am Hartmannswillerkopf ehrt den Einsatz der französischen Departements im Ersten Weltkrieg

    Das Kriegsdenkmal am Hartmannswillerkopf ehrt den Einsatz der französischen Departements im Ersten Weltkrieg

    © ADT/Jacques Louis Delpal

  • Soldatenfreidhof am Hartmannswillerkopf in Ost-Frankreich

    Soldatenfreidhof am Hartmannswillerkopf in Ost-Frankreich

    © ADT/Jacques Louis Delpal

Der Hartmannswillerkopf hartmannswillerkopf fr

Das Bergmassiv Hartmannswillerkopf, das die deutschen Befehlshaber mit "HK" abkürzten, ist eine pyramidenförmige Felsformation, die über dem südlichen Elsass thront. Die französischen Frontkämpfer gaben ihm 1915 den Beinamen "Vieil-Armand" (Alter Armand) und nannten die Klippe, aufgrund der zahlreichen Opfer während der Kämpfe, "Männerfresser" oder "Todesberg". Er war Schauplatz zahlreicher Offensiven im Ersten Weltkrieg.

Ein hart umkämpfter Posten

Mit 956 Metern Höhe bildet dieser Standort einen strategisch wichtigen Beobachtungsposten und wird in erbitterten Schlachten entsprechend hart umkämpft In der Zeit zwischen dem 26. Dezember 1914 und dem 9. Januar 1916 folgen sich Angriffe und Gegenangriffe Schlag auf Schlag und der Gipfel wechselt 8 Mal den Besitzer.  Die berühmtesten Regimenter - darunter das bekannte 152. RI, von den Soldaten "15-2" genannt, kämpfen hier und erlitten an manchen Tagen Verluste, die die Hälfte ihrer Männer ausmachten. Auch die Bombardierungen durch die französische und die deutsche Armeen sind heftig: An einem einzigen Tag, dem 21. Dezember 1915, wurden beispielsweise von der französischen Artillerie 250 000 Granaten abgefeuert, die den umliegenden Wald nach und nach in eine Mondlandschaft verwandelten

Bedingt durch die Hartnäckigkeit, mit der die Generäle diese Anhöhe zu erobern suchten, beliefen sich die Verluste auf schätzungsweise 25 000 Mann auf beiden Seiten. Trotz der massiven Verluste ist keine der beiden Seiten bereit, den Standort aufzugeben. So gibt General Joffre auf Seiten der Franzosen die Losung aus " Der Hartmann muss zurückerobert werden", während der deutsche General Gaede verkündet: "Ich halte Wache über den Rhein".

Spuren des Krieges und Gedenkstätten

Die Anlagen, Bunker, Stollen und unterirdischen Schutzräume, die zur Unterbringung der Männer und der Munition dort eingerichtet wurden, sind die imposantesten im ganzen Vogesenmassiv. Noch immer ist die Hälfte der 6 000 erbauten Schutzräume längs der 90 Kilometer langen Schützengräben sichtbar. Das nationale Denkmal "Hartmannswillerkopf 14-18" ist eines der vier nationalen Denkmäler des Ersten Weltkriegs. Dieses besonders originelle Denkmal ist ein Werk des Architekten Robert Danis und des Bildhauers Bourdelle und wurde 1932 vom Präsidenten der Republik Albert Lebrun eingeweiht.

Auf dem deutschen Militärfriedhof von Cernay am Fuße des Hartmannswillerkopfs, der in den Jahren 1979-1983 renoviert wurde, befinden sich einige Gräber aus dem 19. Jahrhundert und der Großteil der Gräber der deutschen Kriegsgefangenen der verschiedenen Fronten, die in den Lagern in Frankreich festgehalten wurden. Insegsamt ruhen hier 7085 deutsche Opfer des Ersten Weltkrieges.

Kontakt:

Verkehrsbüro von Cernay und der Region des Vieil Armand
Rue Latouche 1,
68700 Cernay
Tel.: +33 (0)3 89 75 50 35