Das Zentralmassiv

  • Puy de Sancy:Vulkan,hoechster Ort im Zentralmassiv mit 1886 Metern Höhe

    Puy de Sancy:Vulkan,hoechster Ort im Zentralmassiv mit 1886 Metern Höhe

    © Atout France/Franck Charel

  • Die Kette der Auvergne-Vulkane im Zentralmassiv

    Die Kette der Auvergne-Vulkane im Zentralmassiv

    © Atout France - Pierre Desheraud

  • © Atout France - R-Cast

  • Im Frühling blühen zahlreiche Narzissen an den Hängen des Zentralmassivs.

    Im Frühling blühen zahlreiche Narzissen an den Hängen des Zentralmassivs.

    © Atout France/Pierre Desheraud

  • Hütte auf dem Plateau du Larzac im Zentralmassiv

    Hütte auf dem Plateau du Larzac im Zentralmassiv

    © Atout France - Patrice Thébault

  • Burons (typische Hütten) und Rinder im Zentralmassiv

    Burons (typische Hütten) und Rinder im Zentralmassiv

    © Atout France - Jean François Tripelon-Jarry

  • See in der Nähe des Dorfs Brameloup bei Aubrac

    See in der Nähe des Dorfs Brameloup bei Aubrac

    © Atout France/Patrice Thébault

  • Causses Comtal

    Causses Comtal

    © Atout France/Droits réservés

  • Smeller Steg an einem Fluss im Zentralmassiv

    Smeller Steg an einem Fluss im Zentralmassiv

    © jx1306 - Shutterstock.com

  • Felsgestein aus Kalk in Larzac im Sueden des Zentralmassiv zwischen Millau und Lodeve

    Felsgestein aus Kalk in Larzac im Sueden des Zentralmassiv zwischen Millau und Lodeve

    © Atout France/Patrice Thébault

Das Zentralmassiv Escublac 43340 Saint-Haon fr

Sein "Zurück zur Natur" hatte der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau damals nicht auf das Zentralmassiv gemünzt. Er wird uns wohl die kleine "Anleihe" trotzdem nicht verübeln, denn man könnte eine Reise in das grüne Herz Frankreichs kaum besser betiteln. Seen, Vulkane, Täler, Wälder, Teichlandschaften sowie eine üppige Fauna und Flora zählen zu den natürlich Ingredienzien dieser wild-romantischen Urlaubsregion. Ein Paradies für Wanderer und Radfahrer im Sommer, für Skiläufer und Schneeschuh-Touren im Winter. Und natürlich auch ein Revier für Rafting, Paragliding, Kanu und Kajak...

Die Ruhe scheint trügerisch. Man würde sich nicht wundern, wenn dumpfes Grummeln im Untergrund eine baldige Eruption ankündigte... Wie vor 8500 Jahren, als die Vulkane der Auvergne zum letzten Mal ihre Schlünde öffneten. Das ist erdgeschichtlich gesehen noch nicht allzu lange her. Vielleicht auch deshalb herrscht hier jene intensive Atmosphäre urzeitlicher Naturgewalt, der man sich kaum entziehen kann... Achtzig Vulkankegel reihen sich zwischen dem Gour de Tazenat im Norden und dem Puy de Montenard im Süden auf 60 Kilometern zu einem gewaltigen Bollwerk. Dessen höchster Punkt, der 1465 Meter hohen Puy de Dôme, gewährt ein hinreißendes Panorama über Kegel, Kuppeln und Maare zu seinen Füßen. Auch ohne das offizielle Label "Grand Site de France" wüsste man spontan: Hier erlebt die Natur eine Apotheose!

Dabei ist der Puy de Dôme bei weitem nicht die höchste Erhebung im Zentralmassiv. Das kulminiert im Massiv der Monts Dore mit dem Puy de Sancy (1886 m) und im Cantal mit dem Plomb du Cantal (1858 m). Bei mehr als 700 Metern durchschnittlicher Höhe übersteigt das Zentralmassiv diejenige deutscher Mittelgebirge deutlich. Da es sich allerdings weiter südlich befindet, herrschen mildere Durchschnittstemperaturen. Es wird in etwa begrenzt von den Städten Limoges, Clermont-Ferrand, Lyon, Nîmes, Béziers, Toulouse, Cahors, Périgueux und Angoulême. Das Massiv erstreckt sich auf die Regionen Rhône-Alpes, Auvergne, Limousin, Aquitaine, Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon, und damit auf mehr als ein Siebtel des französischen Staatsgebietes. Ein guter Teil davon steht als Naturpark unter Schutz.

Wenn man dann tagsüber den gesamten natürlichen und kulturellen Reichtum der Region, vom Schloss bis zur Steinmetzwerkstatt, von der Heilquelle bis zum Aufstieg auf den Puy de Dôme, von der romanischen Kathedrale bis zum Freizeitpark Vulcania hat Revue passieren lassen, stellt sich gesunder Appetit ein. Man findet die nötige Stärkung in einer Gastronomie, deren Ruf weit über die Grenzen reicht. Etliche Produkte tragen das AOC-Label, wie die Käsesorten Bleu d'Auvergne, Fourme d'Ambert, Saint-Nectaire, Cantal und die Rinderrasse der Salers. Die lokalen Erzeugnisse verwandeln sich nicht nur in den dreißig Restaurants mit Michelin-Sternen in exquisite Gerichte, wie Salzwürste mit Linsen aus Le Puy, farcierter Kohl, Auvergne-Eintopf oder die kraftvolle Truffade (Kartoffel-Käse-Auflauf). Dazu passen wundervoll die Weine, die am Fuß des Gebirges gedeihen: ein Saint-Pourçain, ein Côtes d'Auvergne oder die Rosé-Sorten von Chanturgue.

Wenn dann noch etwas Muße bleibt, könnten Sie vielleicht im Schatten einer Kastanie nachlesen, wie der gute alte Rousseau das damals gemeint hatte...

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