Das Museum Louvre-Lens

  • Große Galerie des Louvre-Lens

    Große Galerie des Louvre-Lens

    © Musée du Louvre-Lens - David Nelson

  • Besucher in der Galerie der Zeit im Museum Louvre-Lens

    Besucher in der Galerie der Zeit im Museum Louvre-Lens

    © Musée du Louvre-Lens - Laurent Lamacz

  • Die "Galerie du Temps" im Museum Louvre-Lens

    Die "Galerie du Temps" im Museum Louvre-Lens

    © Musée du Louvre-Lens - Philippe Chancel

  • Ausgestellte Werke in der Großen Galerie

    Ausgestellte Werke in der Großen Galerie

    © Musée du Louvre-Lens - Laurent Lamacz

  • Ägyptischer Sarkopharg im Musée du Louvre-Lens

    Ägyptischer Sarkopharg im Musée du Louvre-Lens

    © Musée du Louvre-Lens - Philippe Chancel

  • Besucherin im Musée du Louvre-Lens

    Besucherin im Musée du Louvre-Lens

    © Musée du Louvre-Lens - Philippe Chancel

  • Werke in der Großen Galerie

    Werke in der Großen Galerie

    © Musée du Louvre-Lens - David Nelson

Physical Disability
Das Museum Louvre-Lens Rue Paul Bert 62300 Lens fr

Der Louvre 2.0

Anknüpfend an die zweihundertjährige Tradition des Louvre in Paris, entstand dieser moderne Teil des Louvre in Lens (Region Nord-Pas de Calais), in dem die Meisterwerke aus dem Pariser Palast in rotierender, aber völlig neuer Form gezeigt werden.

In wechselnden Ausstellungen werden die Werke in transversaler Form präsentiert, wodurch das vereint werden soll, was in Paris nach Abteilungen, Schulen und Techniken geordnet ist. Die "Galerie der Zeit", das Rückgrat des Louvre-Lens, möchte diesen "langen und sichtbaren Wandel der Menschheit" aufzeigen, der charakteristisch für den Louvre ist und der den Besuchern neue Aspekte des Verständnisses erschließt. Der Louvre-Lens ist ein Museum des 21. Jahrhunderts, das all das sichtbar macht, was üblicherweise im Verborgenen bleibt, und ein Museum, das sich hierzu der modernsten Informationstechnologien bedient.

Dieser "andere Louvre" auf dem ehemaligen Zechengelände am Platz des Schachts 9-9 von Lens ist nicht nur ein bloßer Anhang, er bietet den Besuchern neue Möglichkeiten: Sie können hier hinter die Kulissen blicken und alle Facetten und Handwerksbereiche des Museumsbetriebs erkunden, die Restaurierung eines Werkes verfolgen, sie haben Zutritt zum Bestand des Museums und bekommen einen Einblick in die Grundlagen der Konservierung und der Museografie.

Im Gegensatz zu anderen Museen besitzt der Louvre-Lens keine eigenen Sammlungen. Die ausgestellten Werke entstammen zu einem Großteil der Sammlung des Louvre, aber auch aus anderen Museen der Region.

Große Galerie oder Galerie der Zeit

Die Große Galerie ist der Hauptflügel des Museums Louvre-Lens und verfügt über eine spektakulär große, zusammenhängende Fläche von 3.000 m². Die Galerie der Zeit im Louvre-Lens zeigt in chronologischer Präsentation für die Dauer von 5 Jahren Meisterwerke des Louvre. Auf einer Länge von 120 Metern werden sämtliche Zivilisationen und Techniken seit dem Entstehen der Schrift um 3 500 v. Chr. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt, die damit die chronologische und geografische Ausdehnung der Sammlungen des Louvre umfassen. Die Galerie der Zeit ist in drei große Epochen strukturiert: 70 Werke aus der Antike, 45 Werke aus dem Mittelalter und 90 Werke aus der Neuzeit.
Diese einzige Ausstellungsfläche macht es möglich, die Werke verschiedener Zivilisationen und Kulturen, die aber im selben geschichtlichen Zeitraum entstanden sind, in direkter Nachbarschaft zu präsentieren. Somit können die Zwänge des Louvre-Museums in Paris überwunden werden, wo die Präsentation der Sammlungen in getrennten Abteilungen es verhindert, dass die Werke unterschiedlicher Techniken oder Kulturen, aber ein und derselben Epoche miteinander in Dialog treten können. In Lens dagegen können die Besucher zum Beispiel die Meisterwerke aus dem 5. Jhd. v. Chr. der griechischen Klassik neben den Kunstwerken des Perserreichs oder des pharaonischen Ägyptens betrachten.

Auf der Webseite des Louvre-Lens werden die ausgestellten Stücke vorgestellt.

Glaspavillon

Die Jahresausstellungen im Glaspavillon, der die Fortsetzung der Großen Galerie bildet, bieten einen vertieften Einblick in die jeweiligen Themen. Der Glaspavillon behandelt, ergänzend zur Ausstellung der Großen Galerie, jedes Jahr ein neues Thema. Er präsentiert so eine "Zeitgeschichte" über fünf Jahre, die den chronologischen Parcours der Galerie der Zeit verlängert. Der erste Teil dieses Programms ist dem Zeiterleben gewidmet.

Galerie für Sonderausstellungen

Jedes Jahr werden zwei große temporäre Ausstellungen von internationalem Format in der zeitgenössischen Ausstellungsgalerie gezeigt: die erste im Sommer, die zweite im Winter. Sie präsentieren jeweils eine Epoche, einen Ort oder eine übergreifende Thematik der Kunstgeschichte.

Archive und technische Bereiche

Statt seine Kulissen zu verbergen (Archive, technische Bereiche), zeigt sich der Louvre-Lens von allen Seiten. Die Archive können besichtigt werden, Werke werden öffentlich restauriert, usw. Das Museum setzt nachdrücklich auf Transparenz und Öffnung und stellt seine Aktivitäten und Berufe vor, aus welchen es sich zusammensetzt.
Aufgrund der Konservierungs- und Sicherheitsvorgaben können die Archive jedoch nicht ständig für Besichtigungen geöffnet werden. Die Besichtigungen sind daher vorab angemeldeten Gruppen vorbehalten. Alle Besucher, die nicht in die Archive kommen und die Gegenstände direkt sehen können, können sich in einen frei zugänglichen Entdeckungsbereich begeben, der gleichzeitig einen Blick auf die Archive bietet und deren virtuelle Besichtigung ermöglicht.

Das Gebäude des Louvre-Lens

Das moderne, lichtdurchflutete Gebäudeensemble wurde vom japanischen Architektenbüro SANAA erdacht. Es ist ein zeitgenössischer Louvre, der sich um einen zentralen Pavillon anordnet, dem zwei Flügel angefügt sind, wie im Palast von Paris. Ein moderner Louvre, der sich subtil und behutsam in seine Umgebung einfügt, in den wunderbaren Landschaftspark, der von Catherine Mosbach entworfen und gestaltet wurde.

Praktische Informationen

Aktuelle oder Kommende Ausstellungen

  • L'Histoire commence en Mésopotamie (Die Geschichte beginnt in Mesopotamien)
    2. November 2016 - 23. Januar 2017, Galerie für Sonderausstellungen
    Mesopotamien, zum Großteil der heutige Irak, war Wiege zahlreicher "ersten Male": Erfindung der Schrift, erste Verwaltungen, erster König. Die Ausstellung zeigt eine Welt, die uns gleichzeitig nah, aber auch fern ist, sie zeigt mit mehr als 400 Objekten 3000 Jahre Geschichte. Darunter sind einige Werke, die noch nie ausgestellt wurden.
  • Miroirs (Spiegel)
    3. Dezember 2016 - 18. September 2017, Glaspavillon
    Der Spiegel ist ein komplexes Objekt zwischen Mysterium, Wahrheit und Illusion. Er ist auch ein unabdingbares Accessoire eines Malers für sein Selbstporträt. Der Spiegel ist ein perfekter Imitator, Lügner, Verräter, regt zum Nachdenken an, manchmal auch zum Wahrsagen, aber das Spiegelbild ist niemals eindeutig. Die Besucher sind eingeladen ihren Blick zu schärfen und zu hinterfragen, was sie sehen bzw. glauben zu sehen.
  • Les Frères Le Nain (Die Brüder Le Nain)
    22. März 2017 - 26. Juni 2017, Galerie für Sonderausstellungen
    Die Kunst der Gebrüder Le Nain ist mit eins der größten Mysterien der französischen Malerei des 17. Jh. Antoine, Louis und Mathieu stammten aus Laon, in der Picardie. Ihre größten Werke repräsentieren Bauern mit einer Vornehmheit und einer Würde ohnegleichen.
  • Musiques dans L'Antiquité (Musik in der Antike)*
    13. September 2017 - 15. Januar 2018*, Galerie für Sonderausstellungen
    Diese Ausstellung zeigt die Bedeutung der Musik in den alten Gesellschaften. Die Musik betonte das Leben in der Antike, sie ist sozusagen ein Zugangspunkt zum Verständnis von dessen sozialer, politischer oder religiöser Funktionsweise.
  • Splendeur de la Dynastie Qadjar*
    21. März 2018 - 16. Juli 2018*, Galerie für Sonderausstellungen
    Die Geschichte des Irans ist genauso reich wie auch verkannt. Diese Ausstellung bietet die Gelegenheit einen der faszinierendsten Zeiträume dieses Lands des Nahen Ostens zu entdecken: die Dynastie der Qadjar, die von 1786 bis 1925 regierten. Die Herrscher versuchten die traditionelle iranische Identität zu bewahren, sich aber auch gleichzeitig dem den Werten und der Moderne des Westens zu öffnen. Die Ausstellung zeigt verschiedene Werke aus dieser Zeit: Malereien, Zeichnungen, Schmuck, traditionelle Kleider, Fotos, prunkvolle Waffen.

* Titel und Daten sind unter Vorbehalt und können sich ändern.

Informationen für Menschen mit Behinderungen

Das Louvre-Lens bietet für Menschen mit Gehbehinderungen kostenfreie Rollstühle an, die für den Besuch des Museums kostenfrei und ohne vorherige Reservierung ausgeliehen werden können. Darüber hinaus gibt es an der Rue Paul Bert, an der sich auch das Restaurant des Museums befindet, einen rollstuhlgerechten Eingang.

Öffnungszeiten

Täglich geöffnet, außer Dienstag, von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17.15 Uhr.

Bei hohem Besucheraufkommen kann der Zugang zur Großen Galerie aus Sicherheitsgründen beschränkt werden.

Dienstags, 1.Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen
Der Park des Museums ist das ganze Jahr geöffnet: im Sommer (Mitte Mai-Mitte September) von 7 bis 21 Uhr, im Winter (Mitte September-Mitte Mai) von 8 bis 19 Uhr.

Preise

Große Galerie und Glaspavillon: gratis (bis Ende 2016)

Bis Ende 2016 freier Eintritt; für den Zugang ist eine (kostenlose) Eintrittskarte notwendig, die an den Kassen oder den Automaten ausgegeben wird.

Galerie der Sonderausstellungen: 10€, Jugendliche (18-25J.) 5€, gratis für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Alle weiteren Museumsbereiche sind kostenlos zugänglich.

Tickets sind im Vorfeld über die Online-Bestellung erhältlich.

Multimedia-Guide: 3€ (mit Ticket für Große Galerie) bzw. 2€ (mit Ticket für Sonderausstellung)

Für Gruppen Reservierung notwendig (Tel.: +33 (0)3 21 18 63 21, reservation@louvrelens.fr)

Das Fotografieren ohne Blitz ist im Museum erlaubt.

Anreise

  • Mit dem Auto: über die A21, A1-E17 (Lille-Paris), A26-E15 (Calais-Reims), von Arras über die N17, von La Bassée über die D947 oder die N47, von Béthune über die D943, Parkplätze Dumortier (Rue Paul Bert), Jean-Jaurès, Bollaert (beim Stadion, unweit des Museums)
  • Mit dem Zug: TGV-Bahnhof in 1,5 km Entfernung, Verbindung ab Paris; ein kostenloser Shuttlebus fährt vom Bahnhof direkt zum Museum, Fußweg vom Bahnhof zum Museum (etwa 20 Min.), spezielles Ticket (Pass Transport Louvre-Lens mit 50% Rabatt auf die Hin- und Rückfahrt + Ermäßigung auf Eintrittskarte) für Anreise mit Nahverkehrszügen (TER) ab einem Bahnhof in Nord-Pas de Calais
  • Mit dem Flugzeug: Flughafen Lille-Lesquin, 30 Min. von Lens entfernt
  • Der Zugang zum Museum erfolg über die Rue Paul Bert oder die Rue Georges Bernanos

Kontakt

Musée Louvre-Lens
99, rue Paul Bert
F-62300 Lens
Tel.: +33 (0)3 21 18 62 62
Fax: +33 (0)3 21 18 62 65
E-Mail: info@louvrelens.fr
Webseite: www.louvrelens.fr

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