Abteikirche St.-Pierre-St.-Paul in Solignac (Limousin)

  • Blick auf die Abteikirche von Solignac

    © ML et D. Raimbault

    Blick auf die Abteikirche von Solignac

    © ML et D. Raimbault

  • Innenraum der Abteikirche von Solignac

    © E. Laubat

    Innenraum der Abteikirche von Solignac

    © E. Laubat

Abteikirche St.-Pierre-St.-Paul in Solignac (Limousin) 87110 SOLIGNAC fr

10 Minuten südlich von Limoges, dort wo sich die Briance durch grüne Täler schlängelt, liegt die Gemeinde Solignac. Wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Abteikirche Saint-Pierre-Saint-Paul.

Ein kirchenbaulicher Schatz mit einer bewegten Geschichte

Das Kloster wurde im Jahre 632 durch den Heiligen Eligius gegründet. Der Legende nach kletterte er zunächst auf die "Felsen" von Solignac und warf einen Hammer herunter. Er wollte sein Kloster dort erbauen, wo der Hammer landete. 

Die zur Klosteranlage gehörende Kirche zählt zu den interessantesten und wichtigsten Kirchenbauten der Region Limousin. Mit ihrem Bau wurde im 12. Jahrhundert begonnen, der Westturm wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts fertig gestellt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Abteianlage immer wieder beschädigt.  Brände und Angriffe während des 100 Jährigen Krieges setzten den Gebäuden ebenso zu wie Revolten in der Region und Religionskriege, so dass sie im 17. und 18. Jahrhundert umfangreich renoviert werden mussten.

Nach der Französischen Revolution dienten die ehemaligen Abteigebäude zunächst als Gefängnis für fahnenflüchtige Mönche, bevor sie in ein Mädchen-Pensionat umgewandelt wurden. Im Anschluss beheimateten sie eine Porzellan-Fabrik, bevor sie an den Oblatenorden übergeben wurden. Während des Zweiten Weltkriegs fanden geflohene Seminaristen aus dem Elsass hier Zuflucht.

Ein Juwel der romanischen Kunst

Obwohl nicht alle Teile der Klosteranlage zur gleichen Zeit erbaut worden sind, ist das Erscheinungsbild harmonisch und einheitlich. Offenbar wurde auch bei den Nachbauten darauf geachtet, sie optimal in die bestehende Anlage zu integrieren. Ein Beispiel dafür ist der Glockengiebel des Westturms, der erst Jahrhunderte nach der Entstehung des Klosters errichtet wurde.

Im Inneren der Kirche bestimmt eine schnörkellose, fast schon puristische Architektur das Bild. Figürliche Verzierungen sucht man hier vergebens. Dafür wirken die Harmonie des Baus und die bunten Kirchenfenster aus dem 12. Jahrhundert umso mehr. Das einschiffige Langhaus beeindruckt mit einer Länge von 16 Metern. Auch der Chorraum ist auffällig, denn er kommt ohne Chorumgang aus. Das Chorgestühl ist ein Schatz der Abteikirche, auf den Seitenwangen sowie unterhalb der Stützbretter tummeln sich eine Vielzahl kleiner Ungeheuer und Fratzenschneider.

Praktische Informationen

Anfahrt:

Die Klosternanlage lässt sich am einfachsten mit dem Auto über die D38 von Limoges aus erreichen (max. 10 Minuten)

Aktivitäten:

Rund um die ehemalige Klosternalge werden drei verschiedene Rundwege angeboten. Informationen hierzu stellt das Fremdenverkehrsamt Limoges zur Verfügung.

Kontakt

Fremdenverkehrsamt Limoges
12 Boulevard de Fleurus
87000 Limoges
Tel.: +33 5 55 34 46 87
E-Mail:info@limoges-tourisme.com

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