Abtei Notre Dame d'Ardenne im Zweiten Weltkrieg

  • Abtei Notre Dame d'Ardenne

    Abtei Notre Dame d'Ardenne

    © Creative Commons

Abtei Notre Dame d'Ardenne im Zweiten Weltkrieg Saint-Germain-la-blanche-herbe fr

Gegründet im 12. Jahrhundert in Saint-Germain-la-Blanche-Herbe im Calvados ist die Abtei Notre-Dame d’Ardenne im Zweiten Weltkrieg der Schauplatz verhängnisvoller Ereignisse, im Lauf derer insbesondere die Kanadier einen schweren Tribut an die Befreiung Frankreichs zahlen müssen.

Die Ereignisse von 1944

Am7. Juni 1944 belagert die deutsche Armee die Abtei, um die kanadischen Truppen, die ihrerseits 1942 in der Normandie gelandet waren, zu beobachten und so ihren Gegenangriff vorzubereiten. Diese ursprüngliche, gothische Kirche, eingefasst von Mauern und umgeben von Getreidefeldern, ist der ideale Ort für eine Gegenoffensive, welche dann allerdings so plötzlich wie folgenschwer für Canada ist.

Am 7. Juni greifen die Deutschen die alliierten Truppen an. Das Regiment der North Nova Scotia Highlanders, gestützt durch die Panzer des 27. Kanadischen Panzerregiments (Les Fusiliers de Sherbrooke), liefert sich mit ihnen intensive Gefechte in der Nähe von Authie. Mehrere Panzer des kanadischen Panzerregiments sind außer Gefecht und die Infanterie ist ratlos. Die Folge: die SS nimmt zahlreiche Gefangene, durchsucht und verhört sie in der Abbaye d‘Ardenne.

Einen Monat lang verschanzen sich die deutschen Truppen in der Abtei – ihrem Hauptquartier – das sich während und nach den Kämpfen schnell mit Kriegsgefangenen füllt. Anfang Juli beginnen die Kanadier mit einer Offensive auf die Abtei. Während heftiger Kämpfe und intensiven Bombardements wird die Abtei schwer beschädigt
Schließlich befreit am Abend des 8. Juli das kanadische Regina Rifles Regiment die Abbaye d’Ardenne von den Truppen der SS, die das Fort bis zum letzten Mann verteidigen.

Heute steht die Abtei Besuchern offen. Am besten erreichen Sie sie von der Stadt Caen aus.