200 Jahre Route Napoléon

  • Napoleon bei der Überfahrt

    Napoleon bei der Überfahrt

    © Anern

  • Auch das malerische Dorf Mougins liegt an der Route Napoléon.

    Auch das malerische Dorf Mougins liegt an der Route Napoléon.

    © Atout France - Emmanuel Valentin

  • Grenoble ist die größte Stadt der Alpen. Hier kam Napoléon Bonaparte am 7. März 1815 an.

    Grenoble ist die größte Stadt der Alpen. Hier kam Napoléon Bonaparte am 7. März 1815 an.

    © Atout France - Jean-Francois Tripelon-Jarry

  • Cannes an der Côte d'Azur ist einer der mondänsten Badeorte Frankreichs.

    Cannes an der Côte d'Azur ist einer der mondänsten Badeorte Frankreichs.

    © Atout France - Robert Palomba

  • Die Fanfarenspieler kündigen die einrückende Armee an

    Die Fanfarenspieler kündigen die einrückende Armee an

    © Anern

  • Die Truppen rund um Napoléon überquerten unter anderem die Alpen, um schlussendlich Grenoble einzunehmen

    Die Truppen rund um Napoléon überquerten unter anderem die Alpen, um schlussendlich Grenoble einzunehmen

    © Anern

200 Jahre Route Napoléon

Es war eine der spektakulärsten Militäraktionen der Menschheitsgeschichte: Napoléon Bonaparte, General der Französischen Revolution, machthungriger Diktator und legendärer französischer Kaiser, wäre wohl kaum Napoléon gewesen,hätte er sich mit seiner Verbannung auf die Mittelmeerinsel Elba abgefunden. In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 1815 stach er mit rund 1200 Getreuen in See.

Gewaltmarsch von Saint-Juan bis Grenoble

Am Nachmittag des 1. März gingen sie in Golfe-Juan bei Antibes vor Anker, wo ein Gewaltmarsch ohnegleichen seinen Lauf nahm. Über Grasse, Digne, Sisteron und Gap rückte die napoleonische Truppe in nur sieben Tagen bis Grenoble vor. Von dort aus war der Siegeszug nicht mehr aufzuhalten: Unter den Triumphrufen des Volkes ging es weiter bis Paris, wo Napoléon am 20. März in den Palais des Tuileries einzog.

Aber nicht auf Dauer regieren sollte: Die Schlacht von Waterloo setzte seiner „Herrschaft der 100 Tage“ im Juni 1815 ein Ende. Diesmal wurde Napoléon in die Südsee, auf die Insel Sankt Helena, verbannt, wo er knapp sechs Monate später starb.

Eine der schönsten touristischen Routen Frankreichs

Das alles ist längst Vergangenheit. Eine ausgesprochen lebendige Vergangenheit: 1932 als touristische Straße eingerichtet, ist die 335 Kilometer Route Napoléon, die von Golfe-Juan nach Grenoble führt und mit der Route Nationale 85 identisch ist, eine der schönsten touristischen Routen Frankreichs. 2015 lohnt sich der Besuch ganz besonders: Dann jährt sich Napoléons legendärer Marsch nämlich zum 200.Mal – Anlass für zahllose Aktionen, Feste und Veranstaltungen.

Veranstaltungen zum 200-jährigen Bestehen der Route Napoléon

Von März bis Oktober 2015 erinnern zahlreiche Veranstaltungen an das
historische Ereignis. Hier nur eine kleine Auswahl (einen vollständigen,
aktualisierten Überblick finden Sie auf der offiziellen Website der
Route Napoléon):

März 2015

Vom 1. bis 7. März legen originalgetreu kostümierte Reiter die gesamte Strecke von Golfe-Juan bis Grenoble  zu Pferd zurück.

April 2015

5. April: Halbmarathon von Grenoble nach Vizille

Mai 2015

8. bis 10. Mai: Radfahr-Event von Grasse nach Seranon

Juni 2015

28. Juni: Napoléon-Fest in Escragnolles

Juli 2015

18. bis 21. Juli: Revolutionsfest in Vizille

August 2015

1. August: Napoléon-Spektakel am See von Corps

September 2015

6. bis 13. September: Rallye “Route Napoléon Classic” mit 40 Fahrzeugen

Oktober 2015

1. Wochenende im Oktober: Festival des Buchs in Mouans-Sartoux

Hier ein Überblick über die Stationen der Route Napoleón mit einer kurzen Beschreibung ihrer Besonderheiten und touristischen Attraktionen:

Die Stationen der Route Napoléon

Portoferraio

Hauptort der Insel Elba und dank seiner bedeutenden Militärarchitektur sehenswertes Renaissance- und Hafenstädtchen mit rund 10 000 Einwohnern.

Vallauris

Für seine Töpferei bekannter Ort in der Nähe von Antibes.

Golfe-Juan

Beliebter Badeort, der über einen Fischerei- und einen Yachthafen verfügt.

Cannes

Die an der Côte d’Azur zwischen Monaco und Saint-Tropez gelegene Stadt ist ein mondäner Touristenmagnet und Veranstaltungsort zahlreicher Festivals und Kongresse.

Le Cannet

Zwei Kilometer vom Meer entfernt befindet sich dieses idyllische Dorf inmitten sanfter Hügel; ideal für Wanderungen und Spaziergänge.

Mougins

Mougins begeistert vor allem mit seinem Panoramablick – auf der einen Seite blickt man auf die Bucht von Cannes sowie auf die Inseln Lérins und Mandelieu, auf der anderen auf Grasse und die Voralpen. Der Ort verfügt über zwei Golfplätze.

Mouans-Sartoux

Sehenswert sind hier unter anderem das im 16. Jahrhundert erbaute Schloss und der Schlosspark mit seinen tausendjährigen Bäumen.

Grasse

Grasse im Département Alpes-Maritimes gilt als Welthauptstadt des Parfüms, ist aber auch wegen seiner wunderschönen Gärten berühmt.

Saint Vallier de Thiey

Der auf halbem Weg zwischen Meer und Gebirge gelegene Luftkurort kann sich mit dem Tourismus-Label „Paradis des Enfants“ (Kinderparadies) schmücken. Außerdem lohnen die Grotten einen Besuch.

Saint Cézaire sur Siagne

Sehenswürdigkeiten von Saint Cézaire sur Siagne sind die romanische Kirche und die aus der gleichen Epoche stammende Kapelle.

Escragnolles

Auch Escragnolles ist ein typisches Voralpen-Dorf: Nach Süden hin fällt das Gelände stufenweise ab, nach Norden hin wird es vom Audibergue-Gebirge begrenzt.

Seranon

Seranon bildet das Tor zur gleichnamigen, landwirtschaftlich genutzten Ebene. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren und lange Geländeritte, gut ausgebautes Wegenetz vorhanden.

Châteauvieux

Im Regionalpark von Verdon gelegen, ist das kleine Bauerndorf vor allem bei Naturliebhabern beliebt.

Castellane

Castellane am Rand der Schlucht Gorges du Verdon ist ein idealer Ausgangspunkt für alle Natursportarten.

Senez

Sehenswert: die im 9. Jahrhundert erbaute Festung.

Barrême

Malerisches Dorf mit sehenswerter Pfarrkirche und hübschen Gässchen. Gehört zum Geologiepark Haute-Provence.

Digne-les-Bains

Hauptstadt des Lavendels. Das inmitten eines über 300 Kilometer langen Wegenetzes gelegene Thermalbad Dinge-les-Bains ist ein Paradies für Wanderer und Radtouristen. Auch Sportarten wie Via ferrata, Canyoning, Gleitschirmfliegen und Golf kann man hier betreiben.

Aiglun

Der rund 1200 Einwohner große Ort verfügt über eine moderne Infrastruktur.

Malijai

Sehenswert ist das im Jahr 1770 erbaute Schloss.

L'Escale

Der an der Durance gelegene Ort ist ein Geheimtipp für Vogelliebhaber: Am Ufer des Stausees leben rund 150 Vogelarten.

Château-Arnoux-Saint-Auban

Hauptattraktion ist das aus dem 16. Jahrhundert stammende Renaissance-Schloss mit seiner Wendeltreppe, dem Schlosspark und dem dazugehörigen Bauernhof.

Volonne

Wegen seiner sonnenverwöhnten Lage trägt das mittelalterliche Dorf den Beinamen „Nizza der Alpen“. Zwei Türme prägen das Ortsbild. Der höhere gehört zu einer ehemaligen Festung, beim niedrigeren handelt es sich um den Glockenturm des Rathauses. Weitere Sehenswürdigkeiten: das Schloss aus dem 17. Jahrhundert und das etwa aus derselben Zeit stammende Aquädukt.

Sisteron

Die 8000-Einwohner-Stadt bildet die geografische und klimatische Grenze zwischen der Provence und der Dauphiné. Altstadt, Kathedrale und Zitadelle von Sisteron sollte man unbedingt gesehen haben.

Le Poët

Hübsches Dorf am Ufer der Durance. In etwa zwei Kilometern Entfernung bietet der Lac de Mison Erholung.

Upaix

Eines der schönsten Bergdörfer Frankreichs.

Ventavon

Inmitten von Apfelbaumplantagen und Sonnenblumenfeldern gelegen, besitzt dieses Dorf einen ganz eigenen Charme. Sehenswert sind die Kirche St. Laurent aus dem 12. Jahrhundert und das Schloss aus dem 13. Jahrhundert.

Monêtier Allemont

Das Dorf wurde auf einer gallorömischen Ausgrabungsstätte errichtet.

La Saulce

Die Geschichte von La Saulce reicht bis ins Jahr 1215 zurück.

Tallard

Im Süden des Départements Hautes-Alpes gelegen, bietet das 2000-Einwohner-Städtchen optimale Voraussetzungen für den Obst- und Weinanbau. Gilt als Zentrum des Luftsports.

Gap

Gap ist die Hauptstadt des Départements Hautes-Alpes. Hier kreuzen sich die großen Touristenrouten der Alpen.

La Fare en Champsaur

Die im Dévoluy-Gebirgsmassiv gelegene Kommune umfasst mehrere kleine Dörfchen, darunter Les Barraques, wo sich Rathaus und Tourismusbüro befinden.

St. Bonnet en Champsaur

Zahlreiche Bauwerke zeugen noch heute von der mittelalterlichen Vergangenheit des Ortes.

Le Noyer

Der Gebirgspass von Le Noyer ist für Anhänger des Radsports interessant. Hier verlief 2010 eine Etappe der Tour de France.

Saint Firmin

Wahrzeichendes am Eingang des Valgaudemar-Hochgebirgstals positionierten Ortes ist die Festung Saint Firmin.

Corps

Corps liegt an der Grenze der beiden Départements Isère und Hautes-Alpes inmitten einer traumhaft schönen Gebirgs- und Seenlandschaft.

La Mure

Das auf einer Hochebene gelegene La Mure verfügt über zahlreiche Geschäfte und ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer und Radtouristen.

Laffrey

Das idyllische Dörfchen ist von vier Seen umringt.

Vizille

Allemal einen Besuch wert ist das Revolutionsmuseum im Schloss von Vizille. Das Städtchen gilt als Wiege der Französischen Revolution.

Brié-et-Angonnes

Der Ort in der Peripherie von Grenoble hat unter anderem die Kirche Saint-Pierre und die Kapelle Saint-Hippolyte des Angonnes zu bieten.

Grenoble

Mit rund 160 000 Einwohnern ist Grenoble die größte Stadt der Alpen. Sehenswert ist hier unter anderem das Musée de Grenoble, das die drittgrößte Kunstsammlung Frankreichs beherbergt.

 

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