Die Insel La Réunion

  • Maido

    Maido - © IRT - E. Virin

    Maido

    Maido - © IRT - E. Virin

  • Plage La Saline

    © IRT - Louise Canovas

    Plage La Saline

    © IRT - Louise Canovas

  • Langevin Wasserfall

    © IRT - E. Virin

    Langevin Wasserfall

    © IRT - E. Virin

  • Veranstaltungen - La Réunion

    © IRT R. Etheve

    Veranstaltungen - La Réunion

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  • Kasz Créol - La Réunion

    © IRT - E. Virin

    Kasz Créol - La Réunion

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  • Montagne La Salazie

    © IRT - Stéphane Michel

    Montagne La Salazie

    © IRT - Stéphane Michel

  • Früchte

    © IRT I. Canovas

    Früchte

    © IRT I. Canovas

Die Insel La Réunion Saint-Denis re

Mitten im Indischen Ozean, 800 km östlich von Madagaskar, bildet die Insel La Réunion mit Mauritius und Rodriguez die Inselgruppe der Maskarenen. Die Hauptstadt von La Réunion ist Saint-Denis im Norden der Insel.

Landschaft

Auf einer relativ kleinen Fläche von ca. 2.500 km² bietet die Insel La Réunion die Vielfalt eines ganzen Kontinents: weiße Sandstrände, Urwald, Bergflüsse, Hochebenen und alpines Berggelände (Piton des Neiges mit über 3.000m). Der hochaktive Vulkan „Piton de la Fournaise“ bietet mit seinen regelmäßigen Ausbrüchen aber dennoch gefahrloses Spektakel.

Drei natürliche Talkessel prägen das Gesicht der Insel La Réunion: Mafate, nur über Wanderwege oder mit dem Hubschrauber erreichbar, Salazie, üppig grün mit zahlreichen tosenden Wasserfällen und Cilaos, ein unerwartetes Bergdorf, in dem Weinanbau betrieben wird. Zum Schutz des einzigartigen Landschaftsbildes rund um den Vulkan wurde ein Nationalpark gegründet. Die Vulkanlandschaften, Talkkessel und Hochebenen der Insel gehören seit 2010 sogar zum Weltnaturerbe der UNESCO. Über 30 km feine Sandstrände und kristallklare Lagunen laden auf der Insel La Réunion zum Baden ein. In der Lagune von Saint-Gilles kann man sich im Indischen Ozean erfrischen und beim Schnorcheln die bunte Unterwasserwelt entdecken.

Der Norden

"Le Beau Pays" (dtsch. die schöne Gegend) - so wurde der Norden der Insel La Réunion einst vom ersten Gouverneur der Insel, Etienne Regnault, genannt. Die Städte Saint-Denis, Sainte-Marie und Sainte-Suzanne bieten eine bunte Palette an einmaligen Natur - und Kulturgütern. Die "schöne Gegend" sollte man bei Wanderungen oder anderen Outdoor-Aktivitäten intensiv erleben, vom Kap Saint-Bernard über die Zuckerrohrfelder von Sainte-Marie bis zum Fluss Sainte-Suzanne.

Der Osten

Die Ernennung der "Vulkanlandschaften, Talkessel und Hochebenen" zum Weltnaturerbe hat den Osten der Insel international bekannt gemacht, denn der größte Teil des UNESCO-Gebietes befindet sich in dieser Region. Ob bei Wanderungen oder bei einfachen Fotostopps mit Panoramablick – der Osten bietet Ihnen unendlich viele Gelegenheiten, eine außergewöhnliche Natur zu genießen: wilde, zerklüftete Küsten oder einladende, kleine Häfen, Zuckerrohr-, Orangen- oder Litschifelder, dichter Primärwald oder Anpflanzungen von Sicheltannen, enge Schluchten in Basaltfelsen oder breite, steinige Flüsse.

Der Westen

Der Westen der Insel La Réunion bietet mit fast 25km die schönsten Strände von La Réunion: von weißem bis zu schwarzem Sand, von offenem Meer bis zur Lagune. Zwischen Saint-Paul und Saint-Leu erstreckt sich das riesige Hochland des Westens mit grandiosen Hängen, zerklüfteten Reliefs, undurchdringlichen Wäldern. Der Wald des Berges Maïdo, der Wald von Trois-Bassins und die Hänge des "Grand Bénare" sind außergewöhnliche Landschaften und vom Nationalpark geschützt. Der "Große Westen" der Insel La Réunion ist perfekt für Aktivurlauber. Hier werden zahlreiche sportliche Aktivitäten zu Land, zu Wasser und in der Luft geboten.

Der Süden

Le Sud Sauvage“ – zu Deutsch der „Wilde“ Süden – auf der Insel La Réunion lädt Sie zwischen dem Smaragdgrün seiner Wälder und dem Tiefblau des Indischen Ozeans zu einem angenehmen Zwischenstopp im Reich der würzigen Düfte ein. Die abwechslungsreichen Landschaften und das allgegenwärtige Grün laden Sie zur Erkundung der reizvollen Dörfer der Höhenlagen ein: die Villages Créoles "Grand Coude" und "Plaine des Grègues" sowie "Jean Petit", "Langevin", "Grand Galet", "Vincendo", "La Crête", "Jacques Payet" und "Matouta".

Aktivitäten auf der Insel La Réunion

Wie ein natürlicher Outdoorspielplatz bietet die Insel La Réunion zahlreiche Aktivitäten: Entdeckung der Bergelandschaft  auf dem Pferd, auf dem Mountainbike (1.500 km markierte und gesicherte Pisten) oder im Geländewagen, Flüge mit Paragleitern, Hubschraubern oder Ultraleichtflugzeugen, oder gar Sportfischen auf der Jagd nach dem blauen Marlin oder gelben Thunfisch.

Die Verschiedenartigkeit der Natur in Verbindung mit über 1.000 km markierten Wanderwegen macht die Insel La Réunion zu einem beliebten Wanderziel. Das Angebot an Wandertouren reicht von einfachen Tageswanderungen bis zu mehrtägigen Trekkingtouren wie z.B. die Inseldurchquerung GR2, die 10 Tage dauert und für die man reichlich Erfahrung und gute Kondition mitbringen sollte. Der beste Zeitraum dafür ist April bis November. Außerdem sind die schroffen Berge der Insel das ideale Terrain für Kletterer. Die Bergflüsse des Landesinneren laden ein zu Wasserwanderungen, Canyoning-, Rafting- und Kajakausflügen.

Kultur und Tradition

Nuancenreich wie das Landschaftsbild sind auch die Bewohner der Insel La Réunion, ein buntes Völkergemisch aus Franzosen, Nachfahren afrikanischer Sklaven und indischen oder chinesischen Einwanderern, deren Kulturen in Harmonie nebeneinander bestehen. Dieser Mix findet sich auch in der kreolischen Küche wieder.

"Séga" und "Maloya" sind die traditionellen Rhythmen der Insel La Réunion: Der Séga ist ein Mix aus afrikanischen und europäischen Rhythmen. Die Maloya hingegen ist eine Art Blues und wurde 2009 von der UNESCO ins Verzeichnis der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Deren Texte handeln vom Lebensalltag der Sklaven und heute ist diese Musik vor allem bei der Inseljugend bekannt und beliebt.

Gastronomie

Die Küche der Insel La Réunion ist eine Mischung der Kulturen, die sich auf der Insel wiederfinden. Man findet französische, madagassische, chinesische und indische Einflüsse und Gerichte. Die aus Indien stammenden Samoussas - dreieckige, frittierte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen - werden gern als Aperitif gegessen, begleitet von einem kreolischen Punsch. Ein Punsch besteht in der Regel aus frischen Früchten (Ananas, Orange, Passionsfrüchte…), eventuell versüßt mit Zuckerrohrsirup, aufgefüllt mit einem kräftigen Schuss weißen Rums. Aus der chinesischen Küche stammen die Bouchons, von Reismehlteig umhüllte Fleischbällchen. Die Bourbon-Vanille (Île de Bourbon ist der alte Inselname) wird sowohl beim Gebäck als auch bei verschiedenen Gerichten verwendet, wie etwa der berühmten Ente mit Vanille. Aber sie verhilft auch Punsch, Rum und Kaffee zu einem unverwechselbarem Geschmack. A propos Rum: Es gibt zwei Arten, den Rhum agricole, der direkt aus dem fermentierten und destillierten Saft des Zuckerrohrs gewonnen wird, und den Rhum industriel, bei dem die Melasse fermentiert.

Die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten

  • Der aktive Vulkan Piton de la Fournaise (2.631m) und seine Mondlandschaft "Plaine des Sables", „Route der Krater“
  • Talkessel von Cilaos auf 1.200 m Höhe am Fuß des Piton des Neiges
  • Sucrerie de Bois Rouge, zum Kennenlernen der Zuckerherstellung
  • Markt von Saint-Paul, ein Festival für die Sinne
  • Maison de la Vanille, alles Wissenswerte über die Bourbon-Vanille
  • Cité du volcan: mit moderner Technik und optischen Effekten wird die Geschichte des Vulkanismus auf La Réunion veranschaulicht

Unterkünfte

Auf der Insel La Réunion finden Sie ein breit gefächertes Angebot an Unterkünften. Hotels sind relativ leicht zu finden, sie liegen zumeist in den Küstenstädten. Mehr als 50 unter ihnen sind nach französischen Normen klassifiziert, darunter zwei Etablissements mit fünf Sternen und 11 weitere mit vier Sternen. Chambres d’Hôtes (Gästezimmer) und Tables d’Hôtes (Gästetisch) gibt es in großer Zahl, einige davon tragen das Label von Gîtes de France. Freunde von Wanderungen oder Sport in freier Natur tendieren vielleicht zu den Gîtes d’Étape oder den Gîtes de Randonnée in ruhiger Lage in der Nähe der Wanderwege, zumeist an Orten von sublimer Schönheit. Dabei handelt es sich um einfache Quartiere entweder mit Schlafsälen (gemeinsame Sanitäreinrichtungen) oder Doppelzimmern (mit privaten Sanitäreinrichtungen). Bettzeug wird gestellt. Als Alternative bieten sich saisonale Mietobjekte an: Gîtes Rureaux (Ferienhäuser auf dem Land) mit dem Label Gîtes de France. Sie eignen sich besonders für Familien, die einen ein- oder mehrwöchigen Aufenthalt planen (unabhängige Wohnhäuser in der Nähe des Hauses der Besitzer). Appartements, möblierte Häuser und Zimmer sind zumeist von Clévacances klassifiziert. 

Attraktionen/Aktivitäten

  • Besuch der 16 kreolischen Dörfer, die sich zu der Vereinigung "Villages Créoles" zusammengeschlossen haben. Dort lernt man die kreolische Kultur aus nächster Nähe kennen.
  • Aufführungen von Sega oder Maloya, den typischen Tänzen der Insel.
  • Auf den Spuren der Saga des Rums in Saint-Pierre: Rumbrennerei, Museum über die Geschichte des Rum, Verkostung und Verkauf des Rum ISAUTIER.
  • Tauchen im Unterwasserparadies der Korallenriffe. Weiterer Höhepunkt: Buckelwale von Juli bis September.
  • Touren durch die drei „Cirques“: Mafate, Salazie und Cilaos, die zum Weltnaturerbe der UNESCO zählen.
  • Gleitschirm- und Drachenfliegen, Fallschirmspringen, etwas weniger Wagemutige fliegen mit Hubschrauber und Ultraleichtflugzeug über die grandiosen Landschaften der Insel.

Praktische Informationen

  • Hauptstadt: Saint-Denis.
  • Sprachen: Französisch und Kreolisch.
  • Einreisebestimmungen: Für Bürger der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums, aus Andorra, Monaco und der Schweiz besteht keinerlei Visumspflicht, der Personalausweis ist ausreichend.
  • Zeitunterschied mit Paris: +3 Stunden im Winter, +2 Stunden im Sommer
  • Währung: Euro
  • Klima: Dank der stetig wehenden Passatwinde herrscht auf der Insel La Réunion ein mildes, tropisches Klima.
  • Temperaturen: Die Wärmephasen und der Regen variieren je nach Höhenlage. In der kühlen Jahreszeit (Mai - November) 15°C im Gebirge und bis 25°C an der Küste, in der warmen Jahreszeit (Dezember-April) bis 30°C an der Küste.
  •  Beste Reisezeit: Ganzjähriges Reiseziel, allerdings ist der Winter in der Südhemisphäre von Mai bis Oktober die ideale Reisezeit, für Wanderer. Dann herrschen an der Küste 25° und 15° im Gebirge.
  • Anreise: Internationaler Flughafen Roland Garros.
  • Airlines: ab Deutschland Air Austral und Air France mit Zwischenstopp in Paris