Bergarbeitermuseum Les Mineurs Wendel

  • Schaubergwerk La Mine, Außenansicht

    Schaubergwerk La Mine, Außenansicht

    © Musée Les Mineurs Wendel

  • Maschine des Schaubergwerks La Mine

    Maschine des Schaubergwerks La Mine

    © Musée Les Mineurs Wendel

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Bergarbeitermuseum Les Mineurs Wendel petite-roselle fr

Der größte Bergbaustandort in Frankreich bietet auf seinem Museumsgelände „Parc Explor“ ein außergewöhnliches Freizeiterlebnis für die ganze Familie.

Auf dem ehemaligen Zechengelände Wendel in Petite-Rosselle ist im früheren Verwaltungsgebäude, das bis zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich zugänglich war, ein neues Museum entstanden. Der große, sich über mehrere Hektar erstreckende Parc Explor Wendel zählt nunmehr zwei unterschiedliche Museen:

  • das Bergarbeitermuseum „Musée Les Mineurs Wendel“ (Eröffnung im September 2012)
  • das Bergbaumuseum „La Mine Wendel“ (seit 2006 geöffnet)

Geschichte der Stätte

Die Geschichte der Kohle in Petite-Rosselle beginnt im Juni 1856 mit der Förderung des ersten Kohleblocks. Mehrere Schächte wurden von den Besitzern der Grube, der Familie De Wendel, gebohrt. Ab 1986 wird der Standort nach und nach stillgelegt bis zu seiner endgültigen globalen Schließung 2001. Jedoch bereits 1986 wird der Standort auf Drängen ehemaliger Bergbauarbeiter und öffentlicher Stellen umgewandelt, um dem Publikum das hier vorhandene reiche Kulturerbe zugänglich zu machen und die Geschichte, die eine ganze Region geprägt hat, mit ihm zu teilen.

Das Schaubergwerk La Mine Wendel

Nahe der deutsch-französischen Grenze präsentiert das ehemalige Steinkohlenbergwerk „La Mine Wendel“ in Petite-Rosselle (Lothringen) die einzigartige Rekonstruktion eines Untertagebaus, in dessen Stollen und Flözen wie damals die Maschinen dröhnen. Die 1862 eröffnete Grube gehörte im Laufe der Zeit wechselweise zum Deutschen Reich und zu Frankreich und beschäftigte in Spitzenzeiten bis zu 5.000 Bergmänner.

Dieses bereits seit 2006 geöffnete Museum ist der einzige Standort Frankreichs, an dem die Techniken der Kohleförderung vorgestellt werden, die noch bis zur Schließung der letzten französischen Grube 2004 eingesetzt wurden. Das Museum stellt nacheinander, im Verlauf der nachgestellten Einfahrt in die Tiefe der Grube, folgendes dar: Stollenvortriebe (Querschlag) sowie anschließend die eigentlichen Abbaustellen: Strebbau bei flacher Lagerung (Neigung unter 20°), halbsteil einfallender Gang (zwischen 30 und 45°) und steil einfallender Gang (vertikale Ader). Alle vorhandenen Maschinen sind authentisch!

Das Bergarbeitermuseum Musée Les Mineurs Wendel

In einem ehemaligen Gebäude der Grube präsentiert das neue Museum seit Juli 2012 auf einer Fläche von ca. 1.800 Quadratmetern alle Facetten des Alltagslebens der Bergleute von ihrer Arbeit (mit Waschkauen, Duschräumen und spezieller Ausrüstung zum Einfahren in die Grube) bis zu ihrem Privatleben, ihrem Zuhause (Bergarbeitersiedlungen mit ihren Schulen, Krankenhäusern, der typischen Innenausstattung der Bergarbeiter...).

Der Besucher folgt einem Parcours, den einst die Bergmänner nahmen, auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz unter Tage. Die meisten Bereiche sind wirklich authentisch und nur für die Besichtigungen angepasst worden.

Eine reiche Sammlung von Objekten ermöglicht es, das tägliche Leben dieser Bergleute und ihrer Familien besser zu verstehen. Dreisprachige Informationstafeln (Französisch, Deutsch, Englisch) sowie Audiosäulen vervollständigen den museografischen Bereich.

Barrierefreiheit

Alle Bereiche des Museums sind auch für Menschen mit einer Behinderung frei zugänglich. Es wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um allen Besuchern den Zugang zu ermöglichen und zu erleichtern:

Besucher mit eingeschränkter Mobilität:

  • ausgewiesene Parkplätze
  • Feste, barrierefreie Wege in den Ausstellungsbereichen und auf dem Grubengelände machen den
    gesamten Standort für die Benutzung von Rollstühlen geeignet
  • Barrierefreiheit in Empfangsbereich, Sanitärbereich und Cafeteria
  • Behindertengerechte Museumsgestaltung (niedriges Ausstellungsmobiliar, ausreichende Zwischenräume ...)
  • Aufzüge in den Bereichen von La Mine Wendel, die den Zugang zu allen Strecken ermöglichen

Besucher mit eingeschränkter Sehkraft:

  • Texte, Beleuchtung, Beschilderungen und Kennzeichnungen im sind kontrastreich und bedarfsgerecht
  • Am Empfang ist ein Begleitheft für den Besuch des Museums erhältlich. Darin sind alle Informationstexte des Museums in
    Schriftgrad 18 enthalten
  • Bedarfsgerechte Notfallmeldeanlage
  • Die Führungen durch das Museum verbinden Texte mit
    multimedialen Informationsquellen (akustische Dokumente zur Erläuterung
    der ursprünglichen Funktion der Räume, Archivfilme, Erlebnisberichte
    über Kopfhörer ...)

Besucher mit eingeschränkter Hörfähigkeit:

  • Magnetschleifen zur Tonverstärkung für Hörgeräte an den akustischen
    Informationsquellen des Musée Les Mineurs Wendel. Diese
    Informationsquellen erläutern die ursprüngliche Funktion der Räume, in
    denen die Ausstellungen untergebracht wurden.
  • Bedarfsgerechte Notfallmeldeanlage

Besucher mit Geistiger Behinderung:

  • Strecken und Ausstellungsbereiche sind so gestaltet, dass sie Menschen mit geistiger Behinderung das Verständnis erleichtern.
  • Auf Anfrage spezielle Betreuung durch das Kulturmittler-Team (bedarfsgerechte Bildungsprogramme usw.)

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 9 bis 18 Uhr
1. Januar, 1. Mai, 24.-26. Dezember, 31. Dezember geschlossen.

Letzter Einlass in La Mine Wendel um 16 Uhr, letzter Einlass ins Musée Les Mineurs Wendel um 17 Uhr.

Preise:

Eintrittspreise für Les Mineurs oder La Mine:

  • Erwachsener: 8€
  • Kinder (6-18 Jahre), Studenten: 4€
  • Kinder unter 6 Jahren: kostenlos
  • Familienpass (2 Erw. + 2 Kinder): 24€
  • Gruppen (ab 20 Personen): 6€/Person

Kombiticket für beide Museen:

  • Erwachsener: 12 €
  • Kinder (6-18 Jahre), Studenten (18-25 Jahre): 6€
  • Kinder unter 6 Jahren: kostenlos
  • Familienpass (2 Erw. + 2 Kinder): 36€
  • Gruppen (ab 20 Personen): 10€/Person

Anfahrt

  • Autobahn A6/A320 Richtung Paris/Metz, Ausfahrt 42 Forbach/Petite-Roselle
  • Autobahn A620 Richtung Saarlouis, Ausfahrt 8 Geislautern, weiter auf der L165 in Richtung Großrosseln
  • GPS-Koordinaten: Breite 49,203688 - Länge 6,862043

Information und Reservierung

Musée Les Mineurs Wendel - Parc Explor Wendel
F-57540 Petite-Rosselle
Tel.: +33 (0)3 87 87 08 54 - Fax: +33 (0)3 87 85 16 24
E-Mail: contact@musee-les-mineurs.fr

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