Auf Flüssen und Kanälen in Frankreich

  • Hausboot auf der Saône

    © Atout France - Robert Palomba

    Hausboot auf der Saône

    © Atout France - Robert Palomba

  • Canal Bourgogne-Champagne

    © Atout France - Michel Angot

    Canal Bourgogne-Champagne

    © Atout France - Michel Angot

Auf Flüssen und Kanälen in Frankreich

In der Zen-Philosophie gilt allein der Weg schon als Ziel. Wandeln wir es ab und sagen: der Wasserweg! Genauer gesagt, die vielen Dutzend schiffbarer Flüsse und Kanäle Frankreichs, die das Land außerhalb der Gebirgsregionen wie ein dichtes Ader-Netz durchziehen. Viele von diesen haben ihre Bedeutung als Transportwege für Waren von Weinfässern bis zu Baustoffen und Erzen längst verloren. Und bilden nun dafür ein Revier für Flusstourismus, dessen Reiz sich nur schwerlich überbieten lässt.

Kanalnetze in Frankreich

Das gilt nicht nur für die "großen Namen" wie den Canal du Midi, der Mittelmeer und Atlantik miteinander verbindet. Oder den Canal de Bourgogne zwischen Saône und Seine, der - unter anderem mit spektakulären Schleusen- und Tunnelsystemen - einen durchgehenden Wasserweg zwischen Mittelmeer und Ärmelkanal ermöglicht.

Das übrige Kanalnetz in der Bretagne, im französischen Norden, in Lothringen, der Loire-Region, im Umland von Paris, in Burgund oder im französischen Südwesten steht dem in nichts nach. Stets tuckert man mit seinem schwimmenden Domizil im Schritt-Tempo durch reizvollste Landschaften. Macht am Ufer fest, wann immer eine Sehenswürdigkeit oder ein nettes Restaurant am Ufer lockt - was ja irgendwie auch zu den Sehenswürdigkeiten gehört. Palavert mit Schleusenwärtern und anderen Peniche-Kapitänen. Nimmt die eigenen Fahrräder oder solche, die man mit dem Boot gemietet hat, für eine Spritztour. Und singt fortan das hohe Lied der Langsamkeit...

Etwas Erfahrung schadet nichts, wenn man sein Peniche durch Flussreviere wie den Lot, den Adour, die Mayenne oder die Somme steuern möchte. Zwar ist auch hier kein Boots-Führerschein erforderlich. Aber das Wetter spielt eine Rolle, weil sich bei Trockenheit die Untiefen etwa häufiger zeigen oder nach starkem Regen die Wasserstände steigen.

Bootsvermietungen

Bootsvermietungen befinden sich in allen entsprechenden Regionen. Eine rechtzeitige Reservierung, vor allem, wenn man einen bestimmten Boots-Typ sucht, ist aber vor allem in der Hochsaison empfehlenswert. Meist geht die Saison vom Frühjahr bis zum Ende Oktober. Liegeplätze gibt es überall in großer Zahl, meist günstig zu Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten gelegen.

Hotelschiffe

Wer neben Fluss-Romantik auch noch gediegenen Komfort sucht, sollte sich in einem der Hotelschiffe einquartieren, die Kreuzfahrten durch einige der schönsten französischen Regionen unternehmen. Etwa von Lyon aus durch die Provence und die Camargue sowie Richtung Norden durch die Bourgogne. Oder von Paris aus zwischen schneeweißen Felsen der Seine-Ufer bis zum Vieux-Bassin von Honfleur in der Normandie. Meist kann man zwischen mehreren Angebots-Varianten wählen.

Leinen los!

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