Verkehrsbestimmungen in Frankreich

  • Pärchen am Steuer

    Pärchen am Steuer

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  • Arc de Triomphe, Triumphbogen in Paris im Sonnenuntergang.

    Arc de Triomphe, Triumphbogen in Paris im Sonnenuntergang.

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  • Verkehr auf den Champs-Elysée in Paris

    Verkehr auf den Champs-Elysée in Paris

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Verkehrsbestimmungen in Frankreich

Tempo-Limits in Frankreich

In Frankreich gelten auf allen Straßen Tempo-Limits. Diese sind je nach Straßenkategorie unterschiedlich:

  • Autobahn: 130 km/h (bei Regen 110 km/h)
  • Schnellstraßen: 110 km/h
  • Landstraßen: 90 km/h (bei Regen 80km/h)
  • Pariser Ring: 80 km/h
  • Stadt: 50 km/h.

Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrzeuge und Gespanne mit zulässigem Gesamtgewicht über 3,5 t:

  • Autobahn: 90 km/h
  • Landstraßen: 80 km/h
  • Stadt: 50 km/h

Bestimmungen für das Fahren in Frankreich

In Frankreich herrscht Rechtsverkehr.

Für Autofahrer gilt die Gurtpflicht und für Moped- und Motorradfahrer die Helmpflicht sowie Handschuhpflicht (Neu: ab November 2016). Es müssen beim Fahren mit Moped, Motorrad und ähnlichen Fahrzeugen IMMER CE-zertifizierte Handschuhe getragen werden, sowohl vom Fahrer als auch vom Beifahrer. 

Die Grenze für den zulässigen Alkoholgehalt im Blut liegt bei 0,5 mg/ml und bei 0,2 mg/ml für Fahranfänger (bis 3 Jahre nach Erhalt des vorläufigen Führerscheins oder bis 2 Jahre auf das begleitete Fahren). Bußgeld: 135€, 6 Punkte Abzug. (Stand: 2015)

Das Mitführen einer Sicherheitsweste und eines Warndreiecks ist verpflichtend.

Das Telefonieren mit dem Handy am Ohr während der Fahrt ist verboten. Bitte benutzen Sie hierfür entsprechende Freisprecheinrichtungen. Weiterhin ist die Nutzung von Kopfhörern während der Fahrt verboten, dies gilt auch für Radfahrer.

Die Nutzung von Radarwarngeräten oder Vorrichtungen, die dafür geeignet sind, ist verboten.

Kinder müssen Sicherheitsvorrichtungen benutzen, die dem Alter des Kindes angepasst sind: Sitz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung für Babys, Kindersitz für Kinder zwischen 9 Monaten und 4 Jahren, Sitzerhöhung für Kinder bis zu 10 Jahren.

Die Benutzung der Spuren für Busse ist verboten.

Führerschein

Für das Fahren in Frankreich benötigen Sie einen gültigen EU-Führerschein.

Führerscheine, die in Deutschland bereits mit 16 oder 17 Jahren erworben wurden, werden in Frankreich nicht anerkannt. In Frankreich liegt das Mindestalter für den Erwerb eines Führerscheins und das Fahren eines Kraftfahrzeugs bei 18 Jahren. Lediglich der Führerschein A1 für Leichtkrafträder kann schon ab 16 Jahren erworben werden. Verbindliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Seite der französischen Botschaft.

Alkoholtestgeräte

Seit Juli 2012 muss in Fahrzeugen ein Alkoholtestgerät mitgeführt und bei Kontrollen auf Verlangen vorgezeigt werden. Dieses muss das Kennzeichen „NF“ (Norme Française) tragen und ist in Frankreich in Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Raststätten oder in Deutschland über den Shop des ADAC erhältlich. Das Nichtmitführen eines solchen Tests wird jedoch nicht bestraft.

> Weitere Informationen

Geschwindigkeitskontrollen

Es gibt zwei Typen von Radarfallen auf französischen Straßen: fest installierte Radaranlagen (wie in Deutschland) und mobile Radargeräte. Die seit März 2014 eingesetzten, mobilen Radargeräte sind hinter dem
Nummernschild eines Zivilfahrzeugs angebracht, welches von Polizisten in Uniform gefahren wird. Kontrollen im fließenden Verkehr sollen alle Verkehrsteilnehmer anhalten, Verkehrsvorschriften überall zu achten und nicht nur dort, wo offensichtlich (mit fest installierten Radarfallen) kontrolliert wird.

Geschwindigkeitsüberschreitungen werden in Frankreich anders gehandhabt und Verfehlungen erheblich strenger bestraft als in Deutschland! Eine Übersicht auf der Webseite der französischen Botschaft zeigt die Bußgelder für die verschiedenen Vergehen. Bei der Kontrolle der Geschwindigkeiten wird ein Toleranzrahmen von 5km/h (<100km/h) bzw. 5% (>100km/h) angesetzt.

Umweltzonen

Anfang Juli 2016 wurde in Frankreich die Umwelt- oder Feinstaub-Plakette Crit'Air (oder auch Luftqualitätszertifikat) und die dazugehörigen Umweltzonen, zunächst in Paris, eingeführt. Das Ziel ist es kurz- aber auch langfristig die Emissionen und die atmosphärischen Verschmutzungen, vor allem Stickoxide und Feinstaub in der Luft, zu reduzieren. Ein Teil der Maßnahme ist es, nur noch neueren und emissionsärmeren Fahrzeugen die Zufahrt zu einzelnen Zonen, den so genannte Umweltzonen, zu gestatten.
Hierfür werden die Fahrzeuge in Kategorien eingeteilt und erhalten eine entsprechende Feinstaub-Plakette. Nach und nach soll dann nur noch Fahrzeugen bestimmter Kategorien die Einfahrt in die Umweltzonen gestattet sein.

Umweltzonen gibt es derzeit in Paris (Stadtzentrum innerhalb der Peripherie) sowie in Grenoble. 25 weitere französische Städte wollen in den nächten Jahren solche Umweltzonen einführen. 

Weitere Informationen zu den Umweltzonen in Frankreich und der Feinstaubplakette >>

Bußgelder

Die einzelnen Delikte sind Kategorien zugeordnet, die dann die Höhe des entsprechenden Bußgeldes bestimmen:

  • 1. Kategorie: 11€ oder 17€ (Falschparken)
  • 2. Kategorie: 35€ (Richtungswechsel ohne Blinker, Nichtbezahlung der Maut, fehlender Versicherungsausweis)
  • 3. Kategorie: 68€ (Geschwindigkeitsüberschreitung von weniger als 20 km/h (bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von über 50 km/h), nicht konforme Bremsvorrichtungen)
  • 4. Kategorie: 135€ (Benutzung eines in der Hand gehaltenen Telefons, Fahren auf dem Seitenstreifen, Fahren ohne Sicherheitsgurt, Nichtbeachtung der Vorfahrt, Nichtbeachtung einer Verkehrsampel oder eines Stoppschilds, Überschreitung oder Überlappung einer durchgezogenen Linie, Nichtdurchführung der obligatorischen technischen Überwachung, Fahren in alkoholisiertem Zustand, Fahren in verbotener Fahrtrichtung, Nichtbeachtung des Sicherheitsabstands, Geschwindigkeitsüberschreitung unter 50 km/h, gefährliches Überholen, Fahren ohne Beleuchtung, fehlender Fahrzeugschein)
  • 5. Kategorie: 1.500€ (Geschwindigkeitsüberschreitung von über 50 km/h)

Die Bußgeldbescheide werden auch nach Deutschland zugestellt und vollstreckt. Die Agence Nationale de Traitement Automatisé des Infractions informiert über die Vorgehensweise nach Erhalt eines Bußgeldbescheids aus Frankreich.

Das entsprechende Bußgeld kann über die Webseite www.amendes.gouv.fr online gezahlt werden. Eine Ermäßigung des Bußgeldes ist möglich, wenn es innerhalb von 46 Tagen ab Datum des Bußgeldbescheids bezahlt wird (Verstoß 2. Kategorie: 22€ statt 35 €, 3. Kategorie: 45€ statt 68€ 4. Kategorie: 90€ statt 135€).

 

Stand: 12. Oktober 2016