Thermen & ihr Ursprung

  • © Atout France - Phovoir

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Thermen & ihr Ursprung

Historische Bedeutung von Thermalbädern

Die therapeutische Rolle mineralhaltigen Wassers wurde bereits während der Epoche der Gallo-Romanen entdeckt. Während der romanischen Besetzung vervielfältigte sich der Bau derartiger Thermen in Gallien und nach einer langen Periode der Vergessenheit während des Mittelalters entflammte das Phänomen der Thermalbäder erst wieder im 16. Jahrhundert. 1604 gab Henri IV die erste "Charte des eaux minérales" ("Charta der mineralhaltigen Wasser") heraus. Einige Zeit später gab Napoleon III den Impuls zur Verbreitung der Thermalbäder in ganz Frankreich.

1900 erlangten die Thermalbäder, vor allem innerhalb der Bourgeosie, ihr goldenes Zeitalter, was hauptsächlich der Entwicklung der Chemie sowie der physikalischen Medizin zu verschulden war. Aufgrund des kulturellen Angebotes der Kurorte und deren medizinischen Ruf kamen die Besuchern aus aller Herren Länder, sodass die Thermalbäder eine glanzvolle Gesellschaft in ihren Palästen begrüßen durften.

 

Evolution & neue Generation der Thermalbäder

Die Aufnahme von Thermalkuren durch die Krankenversicherungen demokratisierte den "Thermalismus". In den 2000er Jahren entwickelte sich die Technik aufgrund neuer wissenschaftlich überzeugender Forschungen erneut und so stiegen die Besucherzahlen immens an. Allerdings behalten die Thermalbäder immer noch den Ruf ihrer wohltuenden und heilenden Wirkung, die vor allem bei chronischen Krankheiten zu Besserungen führen sollen.

Quellwasser setzt sich auch Elementen zusammen, die eine wohltuende Wirkung auf den Körper ausüben (Jod, Spurenelemente, Mineralsalze). Diese Elemente begünstigen das Wellness-Gefühl und beugen durch ihre therapeutischen Eigenschaften sogar bestimmten Schmerzen vor. Jeder Mineralstoff hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper.

Thermalbäder finden sich vor allem in der Nähe von Quellen, wie zum Beispiel am Fuß der Vulkangebiete Frankreichs oder in der Nähe der Berge.